Frankfurt/Main (dpa) - Der Anleger am deutschen Aktienmarkt haben sich nach der jüngst guten Entwicklung am Freitag zurückgehalten. Der Dax sank gegen Mittag um 0,06 Prozent auf 12 249,53 Punkte. Die knapp zwei Jahre alte Bestmarke von 12 390 Punkten bleibt damit dennoch in Sichtweite. Für das erste Quartal steuert der deutsche Leitindex auf ein kräftiges Plus von mehr als sechseinhalb Prozent zu.Für den Index der mittelgroßen Werte MDax ging es am Freitag um 0,19 Prozent auf 23 749,85 Zähler bergab, nachdem er am Donnerstag auf den höchsten Stand seiner Geschichte geklettert war. Der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,39 Prozent auf 2032,30 Punkte, behauptete sich aber auf dem höchsten Niveau seit dem Jahr 2001. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 fiel um 0,24 Prozent zurück.Nachdem die Trump-Rally - also die Hoffnung auf positive Impulse der Politik des neuen US-Präsidenten - zuletzt an Schwung verloren hatte, sorgten vor allem gute Konjunkturdaten für Unterstützung. Die Arbeitslosenzahl in Deutschland sank deutlicher als sonst im März.Stahlaktien litten unter Dumping-Vorwürfen aus den USA. Die US-Regierung hat nach eigenen Angaben auch die deutschen Firmen Salzgitter und Dillinger Hütte des Preis-Dumpings überführt. Salzgitter gehörte mit minus 1,33 Prozent zu den größten Verlierern im MDax. Im Dax sank der Kurs von Thyssenkrupp um 0,63 Prozent.Die positive Studie einer Investmentbank ließ hingegen die Aktien von RWE um 2,55 Prozent auf 15,47 Euro steigen - der höchste Stand seit Oktober. Ein Analyst begründete seine Kaufempfehlung für den Versorger mit einem Ausblick auf die Strompreise.