Berlin (dpa) - Peter Lohmeyer (54) kann dem Theater viel abgewinnen. Im Sommer übernimmt der Schauspieler, der regelmäßig auch in Kino und TV zu sehen ist, zum fünften Mal den Tod im Salzburger «Jedermann». «Das in Salzburg macht wirklich Laune. Draußen, jeden Abend vor 2500 Leuten», sagte Lohmeyer der Tageszeitung «Die Welt» (Montag). «Der größte Fan der Aufführung ist übrigens der Salzburger Erzbischof. Der hat Tod und Teufel schon zweimal zum Essen eingeladen. Wenn der denn mal Papst würde, hätte ich in Rom endlich mal eine günstige Bleibe.»Über die Möglichkeiten, mit Theater etwas zu bewirken, macht sich Lohmeyer allerdings keine Illusionen: «Vor Kurzem stand ich mit Joachim Lux, dem Intendanten des Hamburger Thalia-Theaters, zusammen, und wir beide kamen überein, dass wir früher gegen die Gesellschaft angetreten sind, heute diese allerdings verteidigen müssen», sagte er. Die Frage sei, womit und wie. «Theater ist so ein geschützter Raum. Da musst du schon richtig laut pupsen, damit dich draußen die Leute auch hören.»