Tel Aviv (dpa) - Bischöfe aus neun Ländern wollen bei einer internationalen Konferenz im Heiligen Land über die schwierige Situation in den besetzten Palästinensergebieten beraten. Auf dem Programm des fünftägigen Treffens in Israel und dem Westjordanland stehen unter anderem Besuche verschiedener Pfarrgemeinden in der Gegend von Bethlehem. Außerdem sollen die Geistlichen dort mit christlichen und muslimischen Studierenden der katholischen Universität zusammentreffen, wie die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) am Montag mitteilte.«Bei den Begegnungen und Besuchen soll geprüft werden, wie beide Seiten Hindernisse auf dem Weg zu einem gerechten Frieden ausräumen können», heißt es. Mit dem 17. Internationalen Bischofstreffen, das am Samstag (14.1.) beginnt, wollen die Vertreter von zwölf Bischofskonferenzen aus Europa, Nordamerika und Südafrika die Christen im Heiligen Land unterstützen. Bischof Stephan Ackermann aus Trier, Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax, vertritt dabei die DBK.Vor 50 Jahren, 1967, hat Israel unter anderem das Westjordanland und den arabischen Ostteil Jerusalems erobert. Seither kontrolliert Israel die Gebiete weitgehend.Christen bilden mit knapp zwei Prozent der Bevölkerung eine Minderheit im Heiligen Land. Im Westjordanland sollen knapp 50 000 Christen leben, im Gazastreifen 1300. In Israel gibt es nach Angaben des Zentralen israelischen Statistikbüros rund 166 000 Christen.