Venedig (dpa) - Die Schauspielerin Paula Beer sieht in dem Drama «Frantz» über Fremdenfeindlichkeit nach Ende des Ersten Weltkriegs Bezüge zur Gegenwart. «Solche Probleme wiederholen sich in unseren Gesellschaften immer wieder», sagte die 21-Jährige am Samstagabend der Deutschen Presse-Agentur. Beim Filmfest Venedig wurde sie für ihre Leistung in der deutschen Koproduktion «Frantz» als beste Nachwuchsdarstellerin ausgezeichnet. Der Film zeige auch, wie «Angst vor Fremden oder Ausländern anfängt» - ohne dabei den Zeigefinger zu heben. Beer spielt in dem Drama des französischen Regisseurs François Ozon eine junge Frau, die um ihren gefallenen Verlobten trauert. An seinem Grab lernt sie einen französischen Soldaten kennen. Es ist der Beginn einer Annäherung zweier verfeindeter Kulturen.Die Auszeichnung in Venedig sei «eine Riesenehre und ein großer Spaß», sagte Beer. Wohin der Preis bei ihr Zuhause aber kommt, wisse sie noch nicht. «Ich muss mal schauen, wo er sich gut macht - er ist ja ziemlich groß und sehr schwer.»