Badischer Pokal: VfR Gommersdorf schlägt sich wacker und SV Waldhof gewinnt
Gommersdorf. (rodi) Der SV Waldhof hat in der dritten Runde des badischen Fußball-Pokals beim VfR Gommersdorf standesgemäß mit 7:0 (2:0) gewonnen und trifft im Achtelfinale auf den FV Nußloch. Ausgetragen wird das Spiel voraussichtlich am 5. September.
"Es war eine Pflichtaufgabe für uns, die wir gelöst haben. Wir haben gewonnen, und nur dies zählt", meinte hinterher Sandro Löchelt, der auf der rechten Waldhöfer Abwehrseite zum Einsatz kam.
Für den VfR war es das Spiel des Jahres. 70 ehrenamtliche Helfer sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Partie. Gommersdorf hielt eine Halbzeit lang gut dagegen und lag zur Halbzeit durch die Treffer von Kevin Koffi (16.) und Jonas Weik (34.) nur mit 0:2 zurück.
Waldhof hatte es seinem Keeper Miro Varvodic zu verdanken, dass nach 45 Minuten hinten die Null stand, denn der VfR kam auch zu seinen Chancen. Felix Schmidt (23., 28.) und Gabriel Mütsch (26.) scheiterten jedoch am Waldhof-Keeper.
Dafür, dass beim SV Waldhof nicht von Beginn an alles rund lief, gab es gute Gründe. Bis auf Kevin Conrad und Max Christiansen lief gegenüber dem Auswärtssieg in Jena ein völlig anderes Team auf. Die neun Änderungen in der Startelf machten sich auf dem Spielfeld in der Anfangsphase bemerkbar, denn Waldhof leistete sich den einen oder anderen Ballverlust.
Der Odenwälder Verbandsligist konnte so in der Anfangsviertelstunde alle Angriffe des Drittligisten erfolgreich abwehren. Als Marcel Hofrath aber auf der linken Seite durchzog und den in der Mitte einschussbereiten Kevin Koffi bediente, war das 0:1 fällig (16.). Der VfR war davon unbeeindruckt, mit dem 0:2 bröckelte jedoch der Widerstand.
Nach dem Seitenwechsel ließ der SVW nichts mehr anbrennen und erzielte Tor um Tor. Max Christiansen (46.), Marcel Hofrath per Foulelfmeter (58.), erneut Koffi (62.), der eingewechselte Mounir Bouziane (66.) und Löchelt (85.) schraubten das Ergebnis auf 0:7 und hätten durchaus zweistellig gewinnen können.
"Die Mannschaft zeigte zunehmend viel Spielfreude und hätte hintenraus gerne noch eine Viertelstunde länger gespielt", meinte Coach Trares, dem nicht verborgen blieb, dass beim VfR die Kräfte schwanden. Der umsichtige Spielleiter Lukas Heim erlöste den VfR jedoch mit dem Abpfiff pünktlich nach 90 Minuten.
Wichtiger als das Ergebnis war für Bernhard Trares, dass sich mehrere Akteure, die zuletzt weniger Spielpraxis bekommen hatten, in einem Pflichtspiel präsentieren konnten. So durfte Bouziane, der sich vor Weihnachten am Schambein verletzt hatte, auch für eine halbe Stunde auf das Feld und erzielte ein Tor. "Wir wollen ihn in den nächsten Wochen erst mal als Joker aufbauen", freut sich der Bensheimer, demnächst wieder eine weitere Alternative im Sturm zu haben.
VfR Gommersdorf: Bayha - Herrmann, P. Mütsch, Hespelt, G. Mütsch - Bauer (46. Stelzer), Würzberger (84. Beck), Walter, Bender - F. Schmidt (72. Feger), M. Schmidt (75. Dotzauer).
SV Waldhof: Varvodic - Löchelt, Flick, Conrad (66. Loviso), Hofrath - dos Santos, Christiansen (58. Bouziane) - Weik (58. Schwarz), Ferati, Celik - Koffi.
Schiedsrichter: Heim (Waghäusel); Zuschauer: 1200; Tore: 0:1 Koffi (16.), 0:2 Weik (34.), 0:3 Christiansen (46.), 0:4 Hofrath (55., Foulelfmeter), 0:5 Koffi (63.), 0:6 Bouziane (66.), 0:7 Löchelt (85.).
