Berlin (dpa) - Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft hat eine Mitteilung zu dem tunesischen Tatverdächtigen des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt angekündigt. «Es geht um die Person, über die Herr Jäger gesprochen hat», sagte eine Sprecherin am Mittwoch. Die Informationen sollten noch am Mittwochabend veröffentlicht werden, der Zeitpunkt stand laut Sprecherin noch nicht fest.Unterdessen bat die Bundesanwaltschaft die Öffentlichkeit um Mithilfe bei der Fahndung nach Anis Amri. Für Hinweise wurden bis zu 100 000 Euro Belohnung ausgeschrieben. Nordrhein-Westfalens Innenminister Ralf Jäger (SPD) hatte in Düsseldorf erklärt, gegen den Tunesier sei bereits wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat ermittelt worden. Das Landeskriminalamt NRW habe ein entsprechendes Verfahren gegen den Mann initiiert, die Ermittlungen dazu seien in Berlin geführt worden, so der Innenminister. In Berlin habe der Verdächtige seit Februar 2016 seinen Lebensmittelpunkt gehabt und sei zuletzt nur kurz in Nordrhein-Westfalen gewesen. Die Sicherheitsbehörden hätten ihre Erkenntnisse über ihn im gemeinsamen Terrorabwehrzentrum ausgetauscht, zuletzt im November 2016. Der Mann sei im Juni 2016 als Asylbewerber abgelehnt worden, konnte aber laut Jäger nicht abgeschoben werden.