Wien (dpa) - Die FPÖ sieht in einer angeblich feindseligen Kampagne österreichischer Medien einen wesentlichen Grund für das Scheitern ihres Kandidaten bei der Bundespräsidentenwahl. FPÖ-Kandidat Norbert Hofer sei in den vergangenen Wochen «unglaublich viel Falsches unterstellt» worden, sagte FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache am Dienstag in Wien. So seien dessen vielfache Aussagen, gegen einen Öxit - also einen Austritt Österreichs aus der EU - zu sein, nicht ernstgenommen worden. Es sei der Eindruck geweckt worden, es handle sich bei Hofer um einen «leibhaftigen Dämon», meinte Strache weiter. Die FPÖ spüre durch das gute Ergebnis bei der Wahl Rückenwind und wolle bei der nächsten Nationalratswahl stärkste Kraft werden. «Es soll bloß keiner glauben, dass wir jetzt depressiv in der Ecke sitzen und unsere Wunden lecken», sagte Strache. Hofer selbst betonte, er habe keinerlei Ambition, den Vorsitz der Partei anzustreben. «Heinz-Christian Strache ist ein wesentlich besserer Obmann, als ich es je sein könnte», sagte der 45-Jährige.