New York (dpa) - Nachdem unter anderem Deutschland mehrere Polizisten aus dem umkämpften Südsudan abgezogen hat, kommt von den Vereinten Nationen heftige Kritik. Der Abzug sei ohne vorherige Konsultation mit der UN-Missionsleitung erfolgt, sagte ein UN-Sprecher am Donnerstag. «Die Abzüge haben die betriebliche Funktionsfähigkeit der Mission und die Moral der Mitarbeiter beeinträchtigt, insbesondere angesichts dessen, dass hunderte zivile Mitarbeiter, Freiwillige und Blauhelmsoldaten in Juba weiter ihrer Aufgaben nachgegangen sind unter sehr schwierigen Bedingungen.» Die betroffenen Länder, zu denen nach Medienberichten neben Deutschland auch Großbritannien und Schweden gehören sollen, seien darüber informiert worden, dass ihre Polizisten nicht mehr zur Mission zurückkehren sollten. Der Südsudan war Ende 2013 in einen Bürgerkrieg gestürzt. Seither haben Zehntausende Menschen ihr Leben verloren, rund 2,5 Millionen weitere sind auf der Flucht. Vor rund zwei Wochen waren die Kämpfe erneut ausgebrochen. Die UNMISS betitelte Mission im Südsudan gibt es seit der Gründung des Landes im Juli 2011.