Moskau (dpa) - Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hat bei einem Besuch in Moskau vor neuen Spannungen auf den 1967 eroberten Golanhöhen gewarnt. «Es gibt für uns klare rote Linien. Erstens dürfen aus Syrien oder dem Iran keine modernen Waffen in die Hände der (Schiitenmiliz) Hisbollah geraten, zweitens lassen wir auf den Golanhöhen eine zweite Front des Terrors gegen uns nicht zu», sagte er am Donnerstag bei einem Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin. Israel hat die syrischen Golanhöhen annektiert. Dies seien Fragen der nationalen Sicherheit. «Wir können nicht in jene Zeit zurückkehren, in der man von den Golanhöhen auf unsere Siedlungen und unsere Kinder geschossen hat. Deshalb, ob mit oder ohne Abkommen, bleiben die Golanhöhen ein Teil des israelischen souveränen Territoriums», sagte Netanjahu der Agentur Tass zufolge.Der militärische Arm der vom Iran unterstützten Hisbollah ist einer der schärfsten Gegner Israels. Allerdings konzentriert die Miliz ihre Kräfte seit Beginn des Krieges in Syrien auf die Unterstützung der Truppen des Präsidenten Baschar al-Assad. Russland ist ebenfalls ein enger Partner Assads und unterhält gute Beziehungen zum Iran. Netanjahu sagte, Israel und Russland sollten eng zusammenarbeiten. Dies helfe, «Missverständnisse in dem komplizierten Konflikt zu vermeiden». Auch Putin sprach sich für regelmäßige Kontakte aus.