Eindhoven (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht Chancen für eine europäische «solidarische Lösung» der Flüchtlingskrise. Das EU-Abkommen mit der Türkei zeige im Rückgang der Flüchtlingszahlen erste positive Ergebnisse, sagte die Kanzlerin bei der deutsch-niederländischen Regierungskonsultation am Donnerstag in Eindhoven. Auch seien wichtige Fortschritte bei der Sicherung der EU-Außengrenzen erreicht worden, fügte Merkel hinzu. Sollte es keine Lösung geben, dann wäre das ein «herber Rückschritt» für die EU. Merkel wies erneut daraufhin, dass die Türkei bereits einen Großteil der Lasten bei der Aufnahme von jetzt 2,7 Millionen syrischer Flüchtlinge trage. Bei ihrem bevorstehenden Besuch in der Türkei werde es um eine gerechte Verteilung der Lasten gehen. Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte hofft, dass das Abkommen mit der Türkei weiter umgesetzt werde und dem Menschenschmuggel ein Ende bereite. «Wir müssen das Geschäftsmodell dieser Leute kaputt machen», sagte Rutte.