Prag (dpa) - Tschechien hat die Drohung des italienischen Regierungschefs Matteo Renzi mit der Kürzung von EU-Mitteln für in der Flüchtlingskrise unsolidarische Mitgliedsländer zurückgewiesen. EU-Förderfonds dürften nicht «als Druckmittel oder gar als eine Art Schlagstock» benutzt werden, sagte Ministerpräsident Bohuslav Sobotka am Freitag der Zeitung «Pravo» (Online). Die Gelder dienten dazu, Unterschiede im Lebensstandard abzubauen. Finanzminister Andrej Babis sprach von einem Versuch, die östlichen EU-Staaten zu «erpressen». Seiner Ansicht nach wollen die Flüchtlinge nicht nach Tschechien.Unterdessen versprach der tschechische Innenminister Milan Chovanec bei einem Besuch in Mazedonien Hilfe bei der Überwachung der Grenze zu Griechenland. Das Land könne zu einer «Pufferzone» werden, sagte der Sozialdemokrat der Agentur CTK. Tschechien werde weiteres technisches Gerät zur Verfügung stellen, darunter voraussichtlich Radargeräte und Nachtsichtbrillen. In der Grenzstadt Gevgelija sind derzeit 27 tschechische Polizisten stationiert.