Sofia (dpa) - Bulgarien setzt sich für eine gemeinsame EU-Lösung für die Flüchtlingskrise ein. Einen Tag vor dem EU-Innenministerrat in Brüssel lehnte der bulgarische Außenminister Daniel Mitow am Mittwoch «jegliche Einzelhandlungen innerhalb der EU zur Schließung von Binnengrenzen» ab. Das Nicht-Schengen-Land Bulgarien liegt abseits der aktuellen Balkanroute von Flüchtlingen nach Westeuropa.Bulgarien stehe «für eine gesamteuropäische Lösung», betonte Innenministerin Rumjana Batschwarowa mit Blick auf das Treffen in Wien von Vertretern Österreichs und der Westbalkan-Staaten. Die Bulgarin kritisierte, dass diese Länder - im Gegensatz zu Bulgarien - die Flüchtlinge nicht registrierten und keine Kontrollen eingeführt hätten.Die Teilnehmer-Länder des Wiener Treffens verständigten sich am Mittwoch unter anderem darauf, sich durch die Entsendung von Polizisten in kritischen Grenzgebieten zu unterstützen. Bulgarien verlängert derweil einen bestehenden, 30 Kilometer langen Zaun entlang der Grenze zur Türkei - einer EU-Außengrenze -, um die illegale Einreise von Flüchtlingen zu stoppen.