Brüssel (dpa) - EU-Ratspräsident Donald Tusk hat bestätigt, dass der europäische Sondergipfel mit der Türkei für den 7. März geplant ist. Bei dem Spitzentreffen wird es erneut um die Zusammenarbeit in der größten Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg gehen. Das Ziel der Europäer lautet, die Zahl der ankommenden Flüchtlinge erheblich zu senken. EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker hatte den Termin bereits vor einigen Tagen öffentlich genannt. Tusk ist allerdings als Gipfelchef für die Einladung an die Chefs verantwortlich. Juncker sagte am Mittwoch in einer Debatte des Europaparlaments, die 28 EU-Chefs wollten bei dem Treffen Anfang März nicht nur mit der Türkei sprechen, sondern auch unter sich über Zusammenarbeit im eigentlich grenzkontrollfreien Schengen-Raum. Die EU ist in der Flüchtlingskrise auf die Türkei angewiesen, denn es ist das wichtigste Transitland auf dem Weg nach Europa. Deutschland und andere willige EU-Länder verhandeln mit Ankara über die Übernahme von Flüchtlingskontingenten.