Rom (dpa) - Der Schriftsteller Umberto Eco war nicht nur für seine Romane berühmt, sondern auch für knackige Zitate. Eine Auswahl:«Der wahre Held ist immer ein Held aus Versehen. Sein Traum ist es, genau so ein ehrlicher Feigling zu sein wie alle anderen.» (1982 in einem Aufsatz in der italienischen Zeitung «La Repubblica»)«Der Autor müsste das Zeitliche segnen, nachdem er geschrieben hat. Damit er die Eigenbewegung des Textes nicht stört.» (1984 in der Nachschrift zum Roman «Der Name der Rose»)«Um tolerant zu sein, muss man die Grenzen dessen, was nicht tolerierbar ist, festlegen.» (1993 in einem Interview mit der Wochenzeitung «Die Zeit»)«Der Autor Dan Brown ist eine Figur aus dem «Foucaultschen Pendel»! Ich habe ihn erfunden. Er teilt die Begeisterung meiner Figur für die Weltverschwörung von Rosenkreuzern, Freimaurern und Jesuiten. Die Rolle der Tempelritter. Das Geheimnis des Hermes. Die Vorstellung, dass alles mit allem zusammenhängt. Ich vermute, dass Dan Brown noch nicht mal existiert.» (2008 in einem Interview mit «The Paris Review» über den Autorenkollegen Dan Brown («Sakrileg»))«Ich wurde immer als zu gelehrt und zu philosophisch, zu schwierig dargestellt. Dann schreibe ich einen Roman, der überhaupt nicht gelehrt ist - «Die geheimnisvolle Flamme der Königin Loana» -, und von all meinen Romanen verkauft er sich am schlechtesten. Wahrscheinlich schreibe ich also für Masochisten. Nur ein paar Verleger und einige Journalisten glauben, dass die Leute einfache Sachen wollen. Die Leute haben einfache Dinge satt. Sie wollen gefordert werden.» (2011 in einem Interview mit dem englischen «Guardian»)