Berlin (dpa) - Der Flüchtlingskoordinator der Bundesregierung, Peter Altmaier, sieht die EU bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise auf einem guten Weg. Auf dem EU-Gipfel habe man «alle 28 Staaten davon überzeugt, dass es richtig ist, zunächst die Gespräche mit der Türkei abzuwarten», sagte er am Samstag im Deutschlandfunk. Mit Blick auf die ursprüngliche deutsche Position, der Türkei Flüchtlinge abzunehmen und in Europa zu verteilen, fügt er hinzu, zunächst gehe es darum, «dass die Türkei die illegale Migration bekämpft und die Zahlen der illegalen Zugänge nach Europa deutlich reduziert».Nach Altmaiers Darstellung ist es auch nicht unrealistisch, die Einrichtung von Schutzzonen in Syrien anzustreben. «Wir haben in der Vergangenheit viele Fragen diskutiert, die zu Anfang als unrealistisch gegolten haben und am Ende durchgesetzt werden konnten», sagte er. Wenn viele Menschen das Bürgerkriegsland gar nicht erst verlassen müssten, sei das die beste Lösung.Die EU-Staaten seien sich auch einig, dass eine Politik des Durchwinkens von Flüchtlingen - wie sie von Österreich und Staaten der Balkanroute vereinbart worden war - beendet werden müsse. «Deshalb erwarte ich auch von unseren Freunden in Österreich und von allen anderen Ländern, die betroffen sind, dass sie sich an diese Abmachung halten», sagte Altmaier mit Blick auf die Gipfelerklärung.