Berlin (dpa) - Die Alternative für Deutschland (AfD) hat die von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) angekündigte Einführung von Kontrollen an der Grenze zu Österreich begrüßt. «Es ist ja eine unsere Hauptforderungen, dass wir sagen, die Grenzen müssen kontrolliert werden», sagte die AfD-Vorsitzende Frauke Petry am Sonntagabend der Deutschen Presse-Agentur. Gleichzeitig kritisierte sie die «Planlosigkeit» der Bundesregierung: «Die Regierung reagiert nur, wenn es gar nicht mehr anders geht, aber sie hat kein Konzept, wie man mit diesem großen Andrang auf Dauer umgehen soll.»Die AfD-Chefin äußerte außerdem Zweifel an der Fähigkeit der Bundespolizei, die deutschen Außengrenzen effektiv zu kontrollieren. «Die Zahl der Bundespolizisten ist einfach zu gering», erklärte Petry. Auch bleibe abzuwarten, wie die Nachbarländer auf diesen Schritt reagieren werden. Langfristig sei eine Änderung des Asylrechts unumgänglich, «denn bisher erlaubt es auch den Armutszuwanderern den Eintritt ins Asylverfahren». Zu der Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), es gebe keine «Obergrenze» für Asyl, sagte Petry: «Es ist schon erstaunlich, dass die Bundeskanzlerin und ihr Innenminister im Abstand weniger Tage in ganz unterschiedliche Richtungen laufen.»