Berlin (dpa) - Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Roger Lewentz (SPD), sieht die vorübergehende Einführung von Kontrollen an der Grenze zu Österreich als «absolute Notlösung», um den Zustrom von Flüchtlingen zu bewältigen. «Dies ist kein Königsweg bei der Lösung der Flüchtlingsproblematik, verschafft uns aber Luft, um zu geordneten Verhältnissen zurückzukommen», sagte der rheinland-pfälzische Innenminister am Sonntag in Mainz. «Dies sollte auch im Sinne der Flüchtlinge sein.»Die Länderressortchefs wurden am Sonntagnachmittag von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) darüber informiert, dass ab sofort vorübergehend Kontrollen an den Grenzübergängen zu Österreich eingeführt werden. «Das Asylrecht bleibt unangetastet», betonte Lewentz. Sachsens Innenminister Markus Ulbig (CDU) bezeichnete die Wiedereinführung von Grenzkontrollen als «richtige Entscheidung». Derzeit stehe Sachsen in Kontakt mit der Bundespolizei, um sich über mögliche Kontrollen an der Grenze Sachsens zu verständigen.