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Сентябрь
2026

Gewichtsdecken im Test: Guter Schlaf ist von Gewicht – mit welcher Decke ist er am besten?

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Stern 

Eine Therapiedecke soll bei Stress oder Ängsten helfen und für besseren Schlaf sorgen. Der stern hat sich im Gewichtsdecke-Test unter fünf unterschiedliche Modelle gelegt.

Ein Gefühl von Geborgenheit wie bei einer Umarmung: So soll es sich anfühlen, wenn man unter einer Gewichtsdecke liegt. Sie übt sanften Druck aus und soll unter anderem dabei helfen können, schneller einzuschlafen. Im Gewichtsdecke-Test des stern stellen wir fünf unterschiedliche Modelle auf die Probe und möchten herausfinden, welche Modelle sich bedenkenlos weiterempfehlen lassen.

Gewichtsdecke-Test: Die ausgewählten Modelle

  1. Bearaby zum Shop
  2. Müüd zum Shop
  3. Eloneozum Shop
  4. Emmazum Shop
  5. Heimwertzum Shop

Andere lohnenswerte Modelle

Folgende Modelle wurden nicht selbst ausführlich getestet, sind aber in der Recherche aufgefallen:

Testergebnis: Welche ist die beste Gewichtsdecke?

Das Beste kommt in diesem Fall nicht zum Schluss, sondern vorab: Als Testsiegerder stern-Kaufkosmos-Redakteurin wurde das Modell von Bearaby gekürt. Die Gründe sind vielfältig: Sie ist atmungsaktiv, optisch sehr ansprechend und in allen Jahreszeiten einsetzbar. Allerdings kostet die handgemachte Gewichtsdecke auch ihren Preis.

Wer weniger tief in die Tasche greifen möchte, ist laut Testerin auch mit dem Modell von Müüd gut beraten: Sie ist in unterschiedlichen Gewichtsklassen zu haben, fühlt sich angenehm an, weil sie nicht zu dick ist und sich damit sowohl im Winter als auch im Sommer prima nutzen lässt. Damit verdient die Decke unseren Preis-Leistungs-Tipp.

Die gute Nachricht: Keines der getesteten Modelle enttäuschte komplett und alle bieten die Vorteile, die eine Gewichtsdecke bieten sollte. Einige sind einfach Geschmackssache und eher für Frostbeulen oder gegenteilig für Schwitzerinnen und Schwitzer geeigneter.

Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests weiter unten.

Vergleichstabelle Therapiedecken

* Herstellerangabe

So haben wir die Produkte ausgewählt

Nach diesen Kriterien haben wir die Produkte für den Gewichtsdecke-Test ausgewählt:

  • Gewichtsdecke mit einem Gewicht zwischen vier und sieben Kilogramm
  • Markenprodukte bzw. Produkte bekannter Hersteller im getesteten Bereich
  • gute Verfügbarkeit
  • Modelle haben in anderen Tests bereits gut abgeschnitten

So haben wir getestet

Nicht selten ist der erste Eindruck wichtig. Im stern-Gewichtsdecke-Test ist er ein Teilaspekt. Wir haben beim Öffnen der Verpackung den Lieferumfang und die Verpackungsart überprüft: Ist sie nachhaltig? Oder gibt es unnötig viel Plastik oder Styropor?

Weitere Fragen, mit denen sich der Gewichtsdecke-Test beschäftigt: Aus welchem Material besteht die Therapiedecke? Welche Füllung weist sie auf? Wie ist die Gewichtsverteilung? Und wie die Wärmeverteilung in der Nacht? Zudem spielen auch die Optik und das Thema Nachhaltigkeit eine Rolle. Wir haben uns also die Materialzusammensetzung angesehen und jeweils eine Nacht unter der Decke verbracht. Dabei wurde überprüft, ob die Decken beim Schlaf verrutschen, ob wir schwitzen oder frieren. Die Temperaturen im Schlafzimmer waren dabei natürlich ähnlich, ebenso die Schlafbedingungen: Schlafzeiten und Schlafkleidung.

Wichtiger Hinweis: Die ideale Gewichtsdecke liegt für die Testerin bei einem Gewicht von etwa sechs Kilogramm. Für den Test musste sie allerdings unterschiedliche Gewichtsklassen testen, da teilweise keine anderen Modelle verfügbar waren. 

Um eine nachvollziehbare Bewertung zu finden, haben wir folgende Aspekte untersucht: Verarbeitung (Nähte, Kammern, Material, starke Gewichtung), Schlafgefühl (Gewichts- und Wärmeverteilung, starke Gewichtung), Nachhaltigkeit, Reinigung, Optik, Pflege. Diese Kategorien wurden geprüft und mit Noten bewertet. Aus dem Gesamtergebnis haben wir die Sterne abgeleitet. Nachfolgend die Einzelergebnisse der fünf getesteten Gewichtsdecken. 

1. Die Handgemachte: Bearaby – unser Testsieger

Optik: Die Decke, die am meisten hervorsticht, in vielerlei Hinsicht, ist das Modell von Bearaby. Sie kommt in einem großen Karton und verpackt in einer großen, ansehnlichen Tasche. Sie wirkt sehr hochwertig und man sieht ihr an, dass es sich nicht um Massenware handelt. Sie ist etwas dicker als manch andere Modelle im Gewichtsdecke-Test, aber aus Bio-Baumwolle, sodass sie nicht zu warm ist. Es gibt sie in den Varianten fünf, sieben oder neun Kilo. Im Test wurde das Modell mit sieben Kilo ausgewählt. Positiv: Es ist kein Plastik enthalten. 

Negativ: Beim Auspacken steigt einem ein unangenehmer Geruch in die Nase. Es riecht undefinierbar und die Decke sollte einmal auslüften. Nach einigen Stunden ist der Duft verflogen. 

Schlafgefühl: Da die Gewichtsdecke von Bearaby aus extrem dicken, schwer gewebten Schichten aus natürlicher Bio-Baumwolle gemacht ist, ist die Gewichtsverteilung besonders gleichmäßig und es kann nichts verrutschen. Das ist auch der große Vorteil dieser Therapiedecke: Im Schlaf bleibt sie im Test an Ort und Stelle und bedeckt den Körper angenehm mit Gewicht. Ebenfalls positiv: Da sie atmungsaktiv ist, schwitzt man darunter nicht. Im Test (Spätsommer) war die Temperatur beim Schlafen angenehm. Es brauchte keine weitere Decke. Im Winter kann es möglich sein, dass manche Menschen eine Decke darunter oder darüber gebrauchen könnten. Kleines Manko: Zieht man zu stark an einem der Stränge, kann die Decke außer Form geraten.

Reinigung: Laut Hersteller kann diese Gewichtsdecke sogar in der Waschmaschine gereinigt werden, wenn Bedarf dazu besteht und die Maschine so viel Gewicht erlaubt. Logisch: Da es keine Füllung gibt, kann diese auch nicht verrutschen. Es genügt aber auch, sie per Hand zu reinigen.

Fazit: Mit der Gewichtsdecke von Bearaby bekommen Sie ein ansehnliches Modell, das viele Vorteile bietet und gut durchdacht ist. Sie zahlen zwar einen höheren Preis, allerdings lässt sich die Gewichtsdecke auch das ganze Jahr über nutzen. 

➕ Vorteile:

  • edle Optik
  • atmungsaktiv
  • für alle Jahreszeiten geeignet
  • angenehme Gewichtsverteilung
  • einfache Reinigung
  • ohne Plastik und aus natürlichen Materialien

➖ Nachteile:

  • hoher Preis
  • nicht ganz formstabil
  • unangenehmer Geruch zu Beginn

2. Die Passgenaue: Müüd – unser Preis-Leistungs-Tipp

Optik: Ähnlich wie das Modell von Emma und von Eloneo kommt die Gewichtsdecke von Müüd in einem separaten Karton, der mit einem Henkel für ein angenehmes Tragen versehen ist. Ein Pluspunkt. Zudem riecht alles angenehm und wirkt gut durchdacht. Die Decke aus Baumwolle fühlt sich sehr weich an und bietet eine sehr gute Gewichtsverteilung. Besonders hervorzuheben: Die Therapiedecken von Müüd sind besonders passgenau und es gibt sie in der fünf-, sechs-, sieben-, acht- und neun-Kilo-Variante. So ist für viele Gewichtsklassen das Richtige dabei. Für den Test wurde die passgenaue sechs-Kilo-Decke ausgewählt.

Schlafgefühl: Tatsächlich zeigt sich im Test, dass die sechs-Kilo-Variante die angenehmste für die Testerin ist. Sie ist weder zu schwer noch zu leicht und durch das Baumwollmaterial sehr angenehm. Zudem ist sie atmungsaktiv, sodass wir nicht schwitzen. Eine weitere Decke sollte aber an kalten Wintertagen zurate gezogen werden, da die Decke nicht stark wärmt. Positiv: Die kleinen Kammern halten die Glasperlen sicher an Ort und Stelle und sorgen für gleichmäßigen Tiefendruck, sogar in Seitenlage.

Reinigung: Die Reinigung gestaltet sich ähnlich wie die der Emma-Decke: Sie kann bei passender Trommel auch in der Maschine gereinigt werden. Das ist in der Regel aber nicht notwendig und ein Auslüften und Abwischen genügt meist.

Fazit: Die Decken von Müüd sind besonders passgenau und gut durchdacht: Kleine Kammern verteilen das Gewicht gleichmäßig. Dabei ist die Decke atmungsaktiv und für das ganze Jahr geeignet. 

➕ Vorteile:

  • für alle Jahreszeiten geeignet
  • angenehme Gewichtsverteilung
  • gute Verarbeitung
  • in vielen Gewichtsklassen zu haben

➖ Nachteile:

  • etwas kühl

3. Die Unaufgeregte: Eloneo

Optik: Die Therapiedecke von Eloneo ähnelt den Modellen von Müüd und Emma und ist eine beschwerte klassische Bettdecke. Verpackung und Optik unterscheiden sich wenig. Auch sie ist aus Baumwolle und hypoallergenen Materialien. Auffällig ist, dass auch hier viele kleine Kammern vorhanden sind, die das Gewicht prima verteilen. Es gibt sie in drei Varianten zu kaufen: sieben, neun oder elf Kilogramm. 

Schlafgefühl: Auch hier gibt es kaum Unterschiede zu dem Modell von Müüd, einzig: Es wurde die sieben-Kilo-Variante getestet, die für uns ein klein wenig zu schwer ist, was sich im Schlaf bemerkbar macht. Sie wirkt dadurch weniger sanft, sondern bietet einen härteren Druck. Was das material und die Gewichtsverteilung betrifft, ist die Decke aber sehr angenehm. Sie verrutscht nicht und klumpt nicht. 

Reinigung: Hier gilt fast das Gleiche wie bei dem Modell von Müüd oder auch Emma: Wenn die eigene Waschmaschine es erlaubt, ist eine Reinigung darin möglich. Es gilt zudem: Schongang, Feinwaschmittel und kein Trockner. Grundsätzlich reichen Handwäsche und Auslüften aber aus. 

Fazit: Auch mit diesem Modell machen Sie wenig falsch, wenn Sie auf der Suche nach einer guten Gewichtsdecke sind. Zwar ist sie noch etwas günstiger als das Modell von Müüd, Letzteres ist aber passgenauer im Gewicht und hat daher für uns ein klein wenig die Nase vorn. Positiv bei diesem Modell: Via QR-Code erhalten Sie nützliche Informationen zu den Themen Gewichtsdecke und guter Schlaf.

➕ Vorteile:

  • für alle Jahreszeiten geeignet
  • angenehme Gewichtsverteilung
  • gute Verarbeitung

➖ Nachteile:

  • etwas kühl

4. Die Solide: Emma

Optik: Optisch etwas weniger aufregend als bei Bearaby geht es mit der Gewichtsdecke von Emma weiter. Sie macht beim Auspacken einen hochwertigen Eindruck. Sie ist etwas dünner als das Modell von Bearaby und mutet wie eine herkömmliche Bettdecke an. Sie ähnelt dem Modell von Müüd, hat aber etwas größere Kammern. Es gibt sie in der sieben- und zwölf-Kilo-Variante. Im Test war die leichtere Variante das Modell der Wahl. Bei der Verpackung gibt es wenig zu machen, es gibt keinen unangenehmen Geruch.

Schlafgefühl: Die Nacht unter der Gewichtsdecke von Emma ist angenehm. Sie ist für uns weder zu kalt noch zu warm. Allerdings kann es sich an kälteren Tagen lohnen, sie in einen wärmeren Bettbezug zu hüllen. Die Füllung bleibt an Ort und Stelle, da sie in viele kleine Quadrate gehüllt ist. Die Decke aus Baumwollmaterial kann das ganze Jahr über genutzt werden, ein Pluspunkt. Die Füllung aus Glasperlen wird durch eine Polyesterfüllung ergänzt, die das Schlafgefühl noch angenehmer machen soll. Im Test kann das bestätigt werden.

Reinigung: Gewichtsdecken mit Glasperlenfüllung  können im Schongang auch in die Waschmaschine gegeben werden. So auch die Decke von Emma. Schlimmstenfalls und bei falscher Reinigung können Nähte aufgehen und die Füllung fällt heraus. Das passiert bei guter Verarbeitung aber nicht und die Decke von Emma ist hochwertig verarbeitet. Es genügt aber auch, dreckige Stellen mit einem feuchten Tuch abzuwischen und die Decke an die frische Luft zu hängen. 

Fazit: Mit der Emma-Gewichtsdecke machen Sie nichts falsch: Sie bekommen eine hochwertige Decke mit guter Gewichtsverteilung und guter Verarbeitung. Zudem kann sie das ganze Jahr über genutzt werden. 

➕ Vorteile:

  • für alle Jahreszeiten geeignet
  • angenehme Gewichtsverteilung
  • gute Verarbeitung

➖ Nachteile:

  • etwas kühl
  • nur in zwei höheren Gewichtsklassen zu haben

5. Die Kuschelige: Heimwert

Optik: Nicht nur optisch ganz anders als die anderen Modelle im Gewichtsdecke-Test des stern kommt die Decke von Heimwert daher: Sie wirkt weniger wie eine Bettdecke, sondern eher wie eine Tagesdecke oder eine Decke zum Einkuscheln auf dem Sofa. Denn: Sie ist aus Fleece und damit eine klassische Kuscheldecke – nur eben mit Gewicht. Verpackt ist sie, anders als die anderen Modelle, in einer Plastiktragetasche, die beim zweiten Verschließen bereits gerissen ist. Ein Minuspunkt. 

Gefüllt ist sie mit Glasperlen, das Außenmaterial ist Polyester. Diese sind in etwas größeren Kammern verpackt als etwa bei Müüd oder Eloneo. Verfügbar ist sie als vier-, sechs- und acht-Kilo-Modell, wobei die mittlere Variante nur schwer zu bekommen ist. Daher mussten wir im Test auf das leichtere Modell zurückgreifen. Statt des angekündigten Grau ist die Decke aber eher Grau-Lila.

Schlafgefühl: Angenehm ist das Gewicht trotzdem, obwohl sie eigentlich zu leicht für die Testerin ist. Es ist auch gleichmäßig verteilt. Allerdings: Die Gewichtsdecke ist nicht wirklich für das ganze Jahr gemacht und auch nicht als Bettdecke geeignet. Der Grund: Die Fleecedecke wird unangenehm warm und ist zwar allergiefreundlich, nicht aber atmungsaktiv. Wir sind mehrmals aufgewacht. Getestet wurde allerdings auch im Spätsommer. Das Gewicht ist trotz der größeren Kammern gleichmäßig verteilt und die Decke beruhigt angenehm.

Reinigung: Waschen können Sie die Decke genauso problemlos wie die anderen Modelle, sofern sie in Ihrer Waschmaschine Platz findet. Hier ist die Maschinenwäsche auch sinnvoller, da sich im Kuschelstoff schneller Schweiß und Co. sammeln können.

Fazit: Die Gewichtsdecke von Heimwert ist eine kuschelig weiche, allergiefreundliche Gewichtsdecke, die weder unangenehme Gerüche absondert noch zu kühl ist. Allerdings ist sie durch den Fleecestoff für den Sommer zu warm und als Bettdecke ungeeignet. Besser macht sie sich als Kuscheldecke auf dem Sofa, die dabei hilft, allmählich müde und schläfrig zu werden und die bei unangenehmen Gefühlen beruhigend wirkt. Von schlechter Qualität ist die Tragetasche. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist aber gut und für wenig Geld bekommen Sie eine gemütliche Decke, die sich sicherlich vor allem an kalten Tagen bezahlt machen kann. 

➕ Vorteile:

  • angenehme Gewichtsverteilung
  • kuschelig weich

➖ Nachteile:

  • sehr warm
  • nicht atmungsaktiv
  • keine Ganzjahresdecke

Gewichtsdecke: Die wichtigsten Fragen & Antworten

Was sollte eine gute Gewichtsdecke bieten?

Eine gute Gewichtsdecke (auch Therapiedecke oder Beschwerungsdecke genannt) sollte sich optimal an Ihren Körper anpassen. Diese Decken nutzen die sogenannte „Deep Pressure Stimulation“ (Tiefendruckstimulation), um den Körper zu beruhigen und den Schlaf zu verbessern. Dabei sind folgende Aspekte wichtig:

Das ideale Gewicht und die passende Größe

  • Circa zehn Prozent des Körpergewichts: Das Gewicht der Decke sollte circa sieben bis zwölf Prozent Ihres eigenen Körpergewichts betragen (Beispiel: Eine 70 Kilogramm schwere Person wählt eine Decke mit einem Gewicht von sieben Kilogramm).
  • Körpergröße beachten: Die Decke sollte lang genug sein, um Ihren gesamten Körper von den Schultern bis zu den Füßen abzudecken, darf aber nicht über die Bettkante hängen, da sie sonst durch das Eigengewicht herunterrutscht.

Füllung und Gewichtsverteilung

  • Glasperlen statt Kunststoff: Hochwertige Decken nutzen mikrofeine Glasperlen. Diese sind geräuschlos, verteilen das Gewicht besser und speichern weniger Hitze als Kunststoffperlen.
  • Kleine Steppmuster: Die Decke sollte in kleine Quadrate (ca. zehn x zehn cm bis 15 x 15 cm) unterteilt sein. Je kleiner die Kammern, desto weniger verrutscht die Füllung bei Bewegung.

Bezug und Atmungsaktivität

  • Atmungsaktive Materialien: Der Innenbezug sollte aus 100 Prozent Baumwolle, Bambusviskose oder Leinen bestehen, um einen Hitzestau zu vermeiden.
  • Abnehmbarer Bezug: Da Gewichtsdecken schwer zu waschen sind, ist ein abnehmbarer und waschbarer Außenbezug (z. B. Minky-Stoff für den Winter oder kühlender Bambus für den Sommer) ideal.

Befestigung und Verarbeitung

  • Schlaufen-System (Loops): Gute Decken verfügen über Schlaufen an den Ecken und Seiten, um das Inlett fest mit dem Außenbezug zu verknoten, damit nichts ineinander verrutscht.
  • Reißfeste Nähte: Die Nähte müssen doppelt oder verstärkt sein, damit die feinen Perlen nicht austreten.

Weitere Infos zum Thema finden Sie auch in unserem Ratgeber:

Worauf sollte ich bei einem Kauf achten?

Beim Kauf einer Gewichtsdecke sollten Sie vor allem auf das richtige Gewicht, die passende Größe und hochwertige Materialien achten, wie oben bereits beschrieben. 

Hier sind weitere Kriterien für die Auswahl:

Das richtige Gewicht

  • Die zehn-Prozent-Regel: Die Decke sollte idealerweise etwa zehn Prozent Ihres eigenen Körpergewichts wiegen.
  • Ausnahmen: Wenn Sie zwischen zwei Gewichtsklassen liegen, wählen Sie als Einsteiger oder Einsteigerin eher die leichtere Variante. Kinder und ältere Menschen sollten im Zweifel ebenfalls eine etwas leichtere Decke nutzen.
  • Sicherheit: Sie müssen in der Lage sein, die Decke ohne fremde Hilfe problemlos von sich wegzuschieben.

Die passende Größe

  • Die Decke sollte auf Ihren Körper abgestimmt sein, nicht auf die Matratzengröße.
  • Körpergröße: Die Decke sollte lang genug sein, um Ihren gesamten Körper von den Schultern bis zu den Füßen abzudecken.
  • Kein Überhang: Die Gewichtsdecke sollte nicht über den Bettrand hängen. Durch das hohe Eigengewicht würde sie sonst ständig aus dem Bett rutschen und ungleichmäßigen Druck ausüben.
  • Einzelnutzung: Gewichtsdecken sind für eine Person ausgelegt. Teilen sich zwei Personen eine Decke, verteilt sich das Gewicht falsch und der Effekt geht verloren.

Füllmaterial und Gewichtsverteilung

  • Das Innenleben bestimmt den Komfort und die Langlebigkeit.
  • Glasperlen: Hochwertige Decken sind meist mit winzigen Glasperlen gefüllt. Sie sind geräuschlos, verteilen das Gewicht gleichmäßig und speichern kaum Wärme.
  • Kunststoffperlen (PE): Eine günstigere Alternative, die jedoch oft dicker ist, leichter raschelt und weniger atmungsaktiv ist.
  • Kammersteppung: Achten Sie auf eine enge, quadratische Steppung. Je kleiner die Kammern, desto weniger verrutschen die Perlen und das Gewicht bleibt gleichmäßig verteilt.

Bezug und Atmungsaktivität

  • Wählen Sie den Stoff passend zu Ihrem Temperaturempfinden.
  • Für Schwitzer: Baumwolle, Bambusviskose oder Leinen sind hochgradig atmungsaktiv und wirken kühlend.
  • Für Frierende: Bezüge aus Plüsch, Minky-Stoff oder Fleece spenden zusätzliche Wärme.
  • Wechselbezüge: Viele Hersteller bieten Decken mit Schlaufen an, an denen sich ein schützender Bezug festbinden lässt, damit im Inneren nichts verrutscht.

Reinigung und Pflege

  • Das Waschen einer Gewichtsdecke erfordert Vorbereitung.
  • Maschinenwäsche: Prüfen Sie vor dem Kauf die Pflegehinweise. Viele schwere Decken dürfen nicht in die Haushaltswaschmaschine, da diese oft nur für Ladungen bis sechs oder sieben Kilogramm ausgelegt sind.
  • Abnehmbarer Bezug: Ein separat waschbarer Bezug erleichtert die Hygiene im Alltag enorm, da die schwere Innendecke dann nur selten gereinigt werden muss.

Bewertungen

  • Es ist immer hilfreich, sich die Bewertungen von Käuferinnen und Käufern durchzulesen, um einen besseren Eindruck von der Gewichtsdecke zu bekommen: Verrutscht das Innenleben? Lässt sie sich leicht reinigen? Bietet sie eine gute Wärmeverteilung? Solche Fragen lassen sich anhand von Erfahrungen anderer gut beantworten.

Wann eignet sich eine Gewichtsdecke für mich?

Besonders geeignet sind Gewichtsdecken laut Herstellern für Menschen mit

  • Schlafstörungen und Schlafproblemen,
  • Angstzuständen und Panikattacken,
  • Autismus,
  • Alzheimer, Parkinson und Demenz.

Denn: Wenn die gewichtete Decke den Körper bedeckt, wird dieser gleichmäßig in die Matratze gedrückt. Zusätzlich fühlt sich das gleichmäßige Gewicht über dem Körper an wie eine Umarmung. Durch diesen sanften Druck kann das Stresshormon Cortisol gesenkt werden und die Entspannung ist höher.

Ob die Decke allerdings wirklich für Sie geeignet ist und Ihren Schlaf verbesser kann, sollten Sie bestenfalls mit einem Arzt oder einer Ärztin besprechen. Zudem kann manchen Menschen das Gewicht helfen, andere empfinden es als störend. Ob eine Therapiedecke etwas für Sie ist, können Sie am Ende also nur selbst entscheiden und durch Ausprobieren beantworten. Tipp: Viele Herstller bieten Probezeiten an. Gefällt die Decke nicht oder bietet auch nach einigen Wochen keine Besserung, können Sie die Decke zurückgeben.

Wann sollte ich auf eine Therapiedecke verzichten?

Eher auf eine gewichtete Bettdecke verzichten sollten dagegen folgende Menschengruppen:

  • Babys und Kleinkinder (für Kinder gibt es bei Bedarf geeignetere, leichtere und kleinere Kinder-Gewichtsdecken),
  • Personen mit Herz-Kreislauf-Problemen,
  • oder mit Atemwegsproblemen,
  • oder mit Klaustrophobie (Platzangst),
  • Personen, die aufgrund von physischen Beeinträchtigungen die Decke nicht selbst vom Körper entfernen können.

Wie sieht die wissenschaftliche Lage zu den Decken aus?

Laut Öko-Test ist die Studienlage in diesem Bereich noch dürftig. Eine Metastudie aus 2020, die acht Studien zu der Thematik analysiert, kommt laut der Webseite zu dem Ergebnis, dass Therapiedecken in bestimmten Kontexten und bei bestimmten Bevölkerungsgruppen potenziell Vorteile bieten können. So können sich laut der Studie Angstzustände verringern. Ob sich Schlaflosigkeit und Schlafstörungen durch den Einsatz der Decken mindern lassen, beweisen die Studienergebnisse nicht eindeutig.

Auch eine jüngere Studie aus dem Jahr 2024 legt nahe, dass Menschen mit psychiatrischen Störungen, die unter Gewichtsdecken schlafen, im Vergleich zu Personen ohne Gewichtsdecken eine statistisch signifikante Verbesserung ihrer Angstsymptome zeigen. Die Studie deutet weiterhin darauf hin, dass sich die Gesamtschlafdauer sowie der Schweregrad von Schlaflosigkeit bei psychiatrischen Patientinnen und Patienten durch den Einsatz einer Therapiedecke verringern können. 

Wie reinige ich meine Beschwerungsdecke am besten?

Bei einer Gewichts- oder Beschwerungsdecke sollten Sie bei der Pflege darauf achten, zuerst das Pflegeetikett des Herstellers zu prüfen, den Bezug separat zu waschen und die Decke bei schwereren Modellen im Waschsalon oder per Handwäsche zu reinigen.

Reinigung: Schritt-für-Schritt-Anleitung

  • Pflegeetikett prüfen: Lesen Sie vor der Reinigung immer die Hinweise des Herstellers.
  • Bezug waschen: Waschen Sie den abnehmbaren Bezug regelmäßig bei bis zu 40 °C in der Waschmaschine, um die eigentliche Decke zu schonen.
  • Waschmaschine prüfen: Decken unter sieben Kilogramm passen in der Regel in die eigene Waschmaschine. Nutzen Sie für schwerere Decken besser eine Industriemaschine im Waschsalon, um Lagerschäden zu vermeiden.
  • Waschgang einstellen: Wählen Sie den Schonwaschgang oder das Wollprogramm bei maximal 30 °C bis 40 °C.
  • Waschmittel wählen: Verwenden Sie ein mildes Flüssigwaschmittel. Nutzen Sie keinen Weichspüler und keine Bleiche, da diese die Fasern und die Füllung beschädigen können.
  • Schleudern reduzieren: Schleudern Sie die Decke maximal mit 600 bis 800 Umdrehungen.
  • Handwäsche als Alternative: Weichen Sie die Decke alternativ in einer großen Wanne mit kaltem Wasser und Feinwaschmittel ein, ohne sie stark zu wringen.

Trocknen: Diese Aspekte beachten

  • Liegend trocknen: Breiten Sie die Gewichtsdecke flach auf einem großen Wäscheständer aus.
  • Kein Aufhängen: Hängen Sie die nasse Decke nicht an den Ecken auf, da die Nähte reißen und sich die Füllung verformt.
  • Regelmäßig wenden: Wenden Sie die Decke alle paar Stunden, damit die Glas- oder Kunststoffperlen gleichmäßig trocknen und nicht klumpen.
  • Trockner prüfen: Nur wenn das Etikett es ausdrücklich erlaubt, bei niedriger Temperatur im Trockner antrocknen und zwischendurch aufschütteln.

Hat die Stiftung Warentest Therapiedecken getestet?

Nein, die Stiftung Warentest hat bislang keinen eigenständigen, klassischen Produkttest für Gewichtsdecken mit Testnoten durchgeführt.

Es gab aber im Jahr 2020 eine Kooperation für eine Fernsehdokumentation:

  • ZDFzeit-Dokumentation „Richtig gut schlafen“: In Zusammenarbeit mit der Stiftung Warentest wurden im Labor verschiedene Schlafprodukte untersucht.
  • Das Praxis-Experiment: Im Rahmen der Sendung wurde ein zweiwöchiges Experiment mit Mönchen im Kloster durchgeführt, die Gewichtsdecken im Vergleich zu normalen Decken testeten. Das Ergebnis war gemischt – einigen half das Gewicht beim Einschlafen, andere empfanden es als gewöhnungsbedürftig.

Das Video ist mittlerweile nicht mehr abrufbar.

Quellen: Öko-Test / Presseportal ZDF

Hinweis: Dieser Text wurde teilweise mit maschineller Unterstützung erstellt und nach den üblichen, strengen redaktionellen Kriterien bearbeitet und geprüft.






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