Oktoberfest 2026: Warum die erste Maß auf der Wiesn 20 Euro kostet
Eine ausgelassene Stimmung gehört zum Oktoberfest. Trotzdem sollte man sich an gewisse Benimmregeln halten. Sonst droht der Rausschmiss.
Heute startet in München die fünfte Jahreszeit, das Oktoberfest. Dann wird auf der Theresienwiese wieder getrunken und gefeiert. Doch bei aller Partylaune gibt es einige Dinge, die Wiesn-Besucherinnen und -Besucher besser unterlassen sollten. Diese zwölf No-Gos sollten Sie bei Ihrem Oktoberfest-Besuch unbedingt kennen:
1. Auf den Tischen tanzen
Reihe um Reihe stehen Wiesn-Besucherinnen und -Besucher auf den Bierbänken und schunkeln zu der Musik. Während das ausgelassene Feiern auf den Bänken gestattet ist, hat es auf den Tischen nichts zu suchen. In den meisten Festzelten ist es aus Sicherheitsgründen verboten, da Personen umfallen, Gläser und Maßkrüge umkippen oder andere Gäste verletzt werden können. Wagt doch jemand den Aufstieg auf einen Tisch, sind die Sicherheitskräfte schnell zur Stelle.
2. Im Zelt rauchen
In den Festzelten ist Rauchen verboten. Das gilt auch für E‑Zigaretten. Wer eine schmöken will, muss auf den Balkon des Zeltes oder das Zelt verlassen.
3. Kein Trinkgeld geben
Eine Maß Bier kostet auf dem Oktoberfest mittlerweile 14,80 bis 15,90 Euro. Gleichwohl besagt eine wichtige Wiesn-Weisheit, dass die erste Maß immer 20 Euro kostet. Gemeint ist ein gutes Trinkgeld für die Bedienung. Gibt man gleich zu Beginn ein paar Euro mehr, ist man ein gern gesehener Gast unter den Kellnerinnen und Kellnern. Diese schleppen den ganzen Tag schwere Krüge durch die Zelte und haben alle Hände voll zu tun. Wer beim Trinkgeld knausert, darf sich nicht wundern, wenn er von der Bedienung ignoriert wird und zwischenzeitlich auf dem Trockenen sitzt.
4. Mit Sack und Pack aufs Festgelände
Direkt vom Bahnhof zur Wiesn? Dann bitte ohne Koffer und Trekkingrucksack. Große Gepäckstücke sind auf dem Festgelände aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt. Bei Rucksäcken und Taschen gelten strenge Vorgaben zu Größe und Umfang. Auf der offiziellen Oktoberfestseite heißt es, dass sie nicht größer als 20 x 15 x 10 Zentimeter sein und bis zu drei Liter Volumen fassen dürfen. Das entspricht einer kleinen Handtasche oder einem Mini-Rucksack.
5. Eine Maß exen
Eine Maß Bier in wenigen Sekunden hinunterzustürzen, ist keine gute Idee. Eine Maß entspricht einem ganzen Liter. Durch das Exen gelangt eine große Menge Alkohol sehr schnell in den Körper, was zu Alkoholexzessen und Komasaufen führen kann. Um das zu verhindern, ist es in den Zelten untersagt, sein Bier auf Ex zu trinken. Hält man sich nicht daran, droht der Rauswurf aus dem Festzelt.
6. Die eigene Maß unbeaufsichtigt stehen lassen
Gerade Frauen sollten auf der Wiesn stets das eigene Glas im Blick behalten und keine offenen Getränke von Fremden annehmen. Die Initiative „Sichere Wiesn für Mädchen und Frauen“ empfiehlt, Bier, Wein, Wasser und Co. nie unbeaufsichtigt stehen zu lassen und sich bei einem unguten Gefühl an das Personal oder die Hilfsangebote vor Ort zu wenden.
7. Ungefragt auf Tuchfühlung gehen
Die Wiesn ist ein Ort zum Feiern und auch zum Flirten. Trotzdem gibt es keine Freifahrtscheine für körperliche Nähe. Eine ausgelassene Stimmung oder eine links gebundene Schleife am Dirndl, was für „Single“ steht, bedeuten nicht automatisch, dass Annäherungsversuche erwünscht sind. Auch auf dem Oktoberfest gilt deshalb: Körperkontakt braucht Zustimmung.
8. Die eigene Tasche außer Acht lassen
Wie bei anderen Großveranstaltungen auch tummeln sich unter den Wiesn-Besuchern Taschendiebe. Eine Handtasche unter dem Tisch oder auf einer Bank stehen zu lassen, macht es Langfingern unnötig leicht. Besonders in dichtem Gedränge ist es sicherer, die Tasche nah am Körper zu tragen.
9. Den Oktoberfest-Maßkrug als Souvenir mitnehmen
Ein Maßkrug aus dem Festzelt wäre zwar ein schönes Andenken an den Oktoberfestbesuch – einstecken darf man ihn trotzdem nicht. Die Krüge gehören dem jeweiligen Festzelt beziehungsweise der Brauerei. Die heimliche Mitnahme wird als Diebstahl gewertet. Stattdessen kann man einen offiziellen Souvenirkrug im Souvenirhandel auf der Festwiese kaufen.
10. Mit vollem Magen direkt in die Achterbahn steigen
Hendl, Kaiserschmarrn und dazu noch die eine oder andere Maß: Nach einem ausgiebigen Wiesn-Festmahl ist eine rasante Achterbahnfahrt nicht ratsam. Durch die schnellen Kurven und Abfahrten kann sich der volle Magen rasch unangenehm bemerkbar machen. Lieber etwas Zeit verstreichen lassen.
11. Auf dem „Kotzhügel“ einschlafen
Nach einem ausgiebigen Tag auf der Wiesn überkommt viele die Müdigkeit. Eine ganz schlechte Idee ist es, sich für ein Nickerchen auf der Wiese vor der Bavaria-Statue auszuruhen. Nicht ohne Grund trägt sie den Spitznamen „Kotzhügel“. Hier übergeben sich manche stark alkoholisierten Wiesn-Besucher und urinieren auf die Grünfläche. Dem elenden Geruch zum Trotz liegt inmitten der Körperflüssigkeiten immer wieder die eine oder andere Schnapsleiche.
12. Die eigene Grenze ignorieren
Die Wiesn ist kein Wetttrinken. Wer merkt, dass der Alkohol zu viel wird, sollte rechtzeitig eine Pause einlegen, Wasser trinken und etwas essen. Spätestens bei Schwindel, Übelkeit oder Orientierungslosigkeit sollte Schluss sein. Auch sollte man stets auf seine Mitmenschen achten und niemanden allein zurücklassen, der nicht mehr Herr seiner Sinne ist. Lieber geht man auf Nummer sicher, hilft und verständigt im Zweifel den Sanitätsdienst. Auf eine sichere Wiesn!
