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E-Auto-Umfrage: Angst um Reichweite verschwindet – diese Sorge bleibt

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Reichweite, Laden, Kosten: Vor dem Kauf eines E-Autos gibt es einige Bedenken. Eine Umfrage zeigt, welche davon im Alltag verschwinden und welche Herausforderung bleibt. Der Kauf eines Elektroautos ist für viele Autofahrer mit Fragen verbunden. Wie weit komme ich im Alltag? Wie gut funktioniert das Laden? Und wie hoch fallen die Kosten tatsächlich aus? Ob solche Bedenken nach dem Umstieg bestehen bleiben, zeigt sich allerdings erst im täglichen Umgang mit dem Auto. Die große Mehrheit der E-Auto-Fahrer würde sich zumindest wieder für einen Stromer entscheiden: 94 Prozent antworten mit "ja, auf jeden Fall" oder "eher ja". Das zeigt eine Umfrage des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) unter 1.009 E-Auto-Fahrern. Zwei Drittel sind sich bei ihrer Entscheidung sogar sicher. Interessant ist allerdings nicht nur, wie die Fahrer ihr Elektroauto heute beurteilen. Die Befragung zeigt auch, welche Gedanken sie sich vor dem Kauf gemacht haben und wie sie dieselben Punkte mit ihrer heutigen Erfahrung einschätzen. Dabei verschieben sich die Probleme deutlich. Reichweite verliert nach dem Kauf ihren Schrecken Vor der Kaufentscheidung stand die Reichweite ganz oben auf der Liste. 66 Prozent der Teilnehmer beschäftigte die Frage, wie weit sie mit einem Elektroauto kommen. Dahinter folgte das Laden zu Hause mit 57 Prozent. Jeweils 48 Prozent machten sich Gedanken über die Betriebs- und die Anschaffungskosten. Auch die öffentliche Ladeinfrastruktur spielte eine Rolle. 39 Prozent beschäftigte die Verfügbarkeit öffentlicher Ladesäulen, 35 Prozent deren Anzahl. Für 34 Prozent war das Bezahlen an der Ladesäule ein Thema. Nach dem Kauf sieht die Welt für viele Fahrer anders aus. Von denjenigen, die sich zuvor mit der Reichweite beschäftigt hatten, bezeichnen heute nur noch 3 Prozent diese als großes Problem. Die Reichweitenangst spielt also kaum noch eine Rolle. Beim Laden zu Hause sind es 2 Prozent, bei den Betriebskosten 1 Prozent. Auch die Verfügbarkeit öffentlicher Ladesäulen wird nur noch von 5 Prozent als großes Problem eingestuft. Ein anderes Thema hält sich dagegen hartnäckiger: der Wertverlust. Zwar beschäftigte er vor dem Kauf lediglich 18 Prozent der Befragten. Von dieser Gruppe sehen ihn heute jedoch 15 Prozent als großes und weitere 24 Prozent als kleines Problem. Damit sticht der Wertverlust in der Gegenüberstellung deutlich hervor. Auch die Lieferzeiten relevanter E-Auto-Modelle beschäftigen einen Teil der Fahrer weiterhin. 7 Prozent derjenigen, für die das Thema bereits beim Kauf eine Rolle spielte, bewerten sie heute als großes Problem, weitere 14 Prozent als kleines. Öffentliche Ladesäulen schneiden besser ab als erwartet Auch beim öffentlichen Laden fallen die Erfahrungen der Befragten überwiegend positiv aus. 775 der insgesamt 1.009 Befragten nutzen mindestens einen öffentlichen Ladeort. Von ihnen sagen 91 Prozent, dass die vorhandenen Ladepunkte ihre Erwartungen erfüllen oder übertreffen. Wo geladen wird, hat sich gegenüber dem Vorjahr allerdings teilweise deutlich verändert. Zu Hause laden weiterhin die meisten Befragten, der Anteil sank aber von 82 Prozent im Jahr 2025 auf 75 Prozent. Auch das Laden unterwegs, etwa an Autobahnen, ging von 50 auf 34 Prozent zurück. Dies kann auch an einer veränderten Zusammensetzung der Befragten liegen: Mittlerweile kaufen auch vermehrt Stadtbewohner ohne eigene Lademöglichkeit ein E-Auto, nutzen deshalb öfter die öffentliche Ladestruktur. Deutlich häufiger werden entsprechend auch Ladehubs (mit Schnelllademöglichkeit) innerhalb von Städten genutzt. Ihr Anteil stieg von 21 auf 39 Prozent. Auf Kundenparkplätzen laden 47 Prozent der Befragten, am Arbeitsplatz und an öffentlichen Ladepunkten am Straßenrand jeweils 40 Prozent. Der günstigste Ladepunkt muss nicht der beste sein Wer unterwegs Strom braucht, entscheidet außerdem nicht allein nach dem Preis. Für 46 Prozent der Nutzer öffentlicher Ladepunkte ist entscheidend, ob eine Ladesäule in die geplante Route passt. 43 Prozent achten auf die Ladeleistung. Erst an dritter Stelle folgt mit 34 Prozent der Ladepreis. Beim Bezahlen greifen die meisten weiterhin auf Apps oder Ladekarten zurück. 82 Prozent der öffentlich ladenden Befragten nutzen eine Ladekarte oder eine App mit hinterlegtem Zahlungsmittel. Der häufigste Grund dafür ist Bequemlichkeit: 58 Prozent der Nutzer solcher Angebote geben an, dass diese den Ladevorgang erleichtern. 43 Prozent laden damit nach eigener Einschätzung günstiger, 38 Prozent nennen transparente Abrechnungen. Für 35 Prozent ist wichtig, den Preis bereits vor dem Laden zu kennen. Viele E-Auto-Fahrer vergleichen die Ladepreise Ganz aus dem Blick verlieren die Fahrer die Kosten deshalb nicht. 59 Prozent der Befragten, die öffentliche Ladepunkte nutzen, greifen auf Preisvergleichs-Apps zurück. Drei Viertel zahlen laut Befragung beim normalen Laden mit Wechselstrom höchstens 59 Cent je Kilowattstunde. Beim Schnellladen liegt die entsprechende Grenze bei 69 Cent je Kilowattstunde. Die Befragung zeigt zudem, dass Elektroautos nicht mehr ausschließlich in besonders einkommensstarken Haushalten zu finden sind. Gegenüber der BDEW-Befragung von 2025 haben sich die Anteile in Richtung mittlerer Haushaltseinkommen verschoben. 2026 verfügen beispielsweise 14 Prozent der Befragten über ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen zwischen 2.000 und 2.999 Euro und 17 Prozent über 3.000 bis 3.999 Euro. Ganz repräsentativ für sämtliche Autofahrer ist die Stichprobe allerdings nicht. Befragt wurden ausschließlich Fahrer reiner Batterieautos, keine Nutzer von Plug-in-Hybriden. 83 Prozent fahren einen Neuwagen, 9 Prozent einen Dienstwagen. 53 Prozent der Befragten leben zudem in einem Einfamilienhaus.





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