Straße von Hormus: USA greifen Raketenwerfer im Iran an
Die USA greifen erstmals seit rund einem Monat wieder militärische Ziele im Iran an. Der Iran droht mit Vergeltung. Das US-Militär hat Medienberichten zufolge erstmals seit Ende Juli wieder Ziele im Iran angegriffen. Es nahm dabei zwei Raketenwerfer auf der Insel Larak ins Visier, wie das Nachrichtenportal "Axios" sowie die Sender Fox News und CBS News unter Berufung auf einen US-Beamten berichteten. Sie sollten daran gehindert werden, neue Seeminen in der Straße von Hormus zu legen, hieß es. Davor hatte die iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf lokale Anwohner berichtet, dass im Bereich der Insel Larak eine Explosion zu hören gewesen sei. Trumps "wirtschaftlicher D-Day " : Jetzt zahlt Amerika den Preis Streit um Iran: China droht den USA Google folgt Trump: Ontariosee wird zu "Lake America" Es war der erste bekannte US-Angriff im Iran seit Ende Juli. Das US-Militär hatte nach eigenen Angaben erst in der vergangenen Woche die Seeminen aus der Hauptschifffahrtsroute durch die Straße von Hormus geräumt. Iran droht mit Vergeltung Die Revolutionsgarden bestätigten Tote und Verletzte unter iranischen Kämpfern und Zivilisten, nannten jedoch keine genaue Zahl. Der Angriff werde die "Bestrafung des Aggressors" nach sich ziehen, hieß es in einer vom iranischen Staatsfernsehen verbreiteten Erklärung. Die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim berichtete von zwei Toten und zwei Verletzten. Demnach sei der US-Angriff mit einer Drohne erfolgt. Unabhängig bestätigt wurden diese Angaben zunächst nicht. Erst diese Woche hatte US-Präsident Donald Trump dem Iran erneut mit der Zerstörung jeglicher Schiffe und Boote gedroht, die in der Straße von Hormus Seeminen verlegen. Er verwies auf eine "Null-Toleranz-Politik" bei der Verminung der Meerenge, nachdem er bereits Mitte April ähnliche Drohungen ausgesprochen hatte. Trump macht falsche Behauptungen Trump verwies zudem darauf, dass sein Militär ihn darüber informiert habe, dass alle Minen aus der Straße von Hormus entfernt oder gesprengt worden seien. Der US-Präsident hatte bereits Mitte August behauptet, dass in der Meerenge sämtliche Sprengkörper entfernt oder gesprengt worden seien. Damals knüpfte er seine Aussagen daran, dass die Straße von Hormus angeblich vollständig geöffnet sei. Doch auch fast anderthalb Monate danach liegt der Schiffsverkehr weiter deutlich unter dem Vorkriegsniveau. Zuletzt war es in Trumps Krieg gegen den Iran ruhig geworden. Sowohl militärisch, aber auch auf diplomatischer Ebene waren keine Fortschritte zu verzeichnen. Zwar behauptete der Republikaner seither bei vielen seiner öffentlichen Auftritte, dass Teheran bezwungen worden sei und die für den weltweiten Ölhandel wichtige Meerenge geöffnet sei. Dem widerspricht die Tatsache, dass seit Monaten weiterhin kaum Schiffe durch die Straße von Hormus verkehren können.
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