Untersuchung zu Tod von Cambridge-Professor Arday begonnen
In London hat eine Untersuchung zu den Umständen des Todes des unlängst nach Plagiatsvorwürfen gestorbenen Cambridge-Professors Jason Arday begonnen. Bei der Eröffnung des Verfahrens am Mittwoch an einem Londoner Untersuchungsgericht sagte der Gerichtsmediziner Julian Morris, Arday sei in seinem Haus für tot erklärt worden. Er hob hervor, dass nach Angaben der Polizei am Fundort des Leichnams keine Anzeichen für ein Verbrechen gefunden worden seien.
Aufgabe des Gerichtsmediziners ist es, die Ursache und die Umstände des Todes zu bestimmen. Eigenen Angaben zufolge wartet Morris auf mehrere Berichte zu dem Fall. Ardays Familie verfolgte den weniger als fünf Minuten dauernden Auftakt der Untersuchung online. Es wurde zunächst kein Datum für die nächste Anhörung genannt.
Arday hatte vor drei Jahren als jüngster schwarzer Professor der weltberühmten Universität Cambridge Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Am 5. August trat der 41-jährige Brite von seinem Posten als Professor für Bildungssoziologie zurück, nachdem zahlreiche Medien über Plagiatsvorwürfe und Zweifel an seinen Angaben zu seinem Lebenslauf berichtet hatten.
Mitte August wurde Arday dann tot in Battersea im Süden Londons aufgefunden. Die Polizei stufte seinen Tod als „unerwartet“, aber nicht als verdächtig ein. Sie vermutet einen Suizid oder einen natürlichen Tod. Ardays Familie sprach von einer „Mobbing-Kampagne“ voller Gerüchte über die akademische Arbeit und das Privatleben des Soziologen.
paj/dja
