Bald könnte zahlreiche Getränke deutlich teurer werden. Grund ist die Zuckersteuer, die mehr Produkte umfassen könnte als zuvor bekannt. Die geplante Zuckersteuer könnte offenbar mehr Getränke umfassen als bisher bekannt. Ein Papier des Finanzministeriums soll konkrete Angaben zu den betroffenen Getränken machen, berichtet die "Bild". Demnach soll die Steuer bereits ab dem kommenden Jahr erhoben werden, statt wie bisher geplant ab 2028. Betroffen sein sollen laut "Bild" unter anderem Säfte, Milchgetränke, Eis, Biermischgetränke und Fertigkaffees. Auch Zero-Getränke, die keinen Zucker, aber Süßstoff enthalten, sollen von der Steuer betroffen sein. Einführung für 2027 geplant: Zuckersteuer soll früher kommen Zuckersteuer in Deutschland: CDU-Wirtschaftsrat stellt sich gegen Bundesregierung Die Steuer soll dabei offenbar in vier verschiedenen Stufen erhoben werden – je höher der Zuckergehalt, desto höher auch die Steuer. Für Getränke, die zwischen 4,5 und sieben Gramm Zucker pro 100 Milliliter enthalten, sollen demnach 26 Cent pro Liter an den Staat gehen. Darunter fallen unter anderem viele Radler, Haferdrinks oder Eistees. Süßstoffe pauschal besteuert Enthält ein Getränk zwischen sieben und zehn Gramm Zucker pro 100 Milliliter, sollen laut des Berichts 32 Cent pro Liter Steuern anfallen. Betroffen wären etwa Fanta und Sprite sowie Fruchtnektar. Die höchste Stufe betrifft offenbar Getränke mit mehr als zehn Gramm Zucker pro 100 Milliliter. Das beträfe Coca-Cola oder manche Fertigkaffees. Getränke, die kein Gramm Zucker, dafür aber Süßungsmittel enthalten, sollen offenbar pauschal mit 26 Cent pro Liter besteuert werden. Neu ist offenbar auch die Art der Steuer. So war die Maßnahme zunächst als Steuerabgabe vorgesehen, um die Einnahmen zweckgebunden für das Gesundheitssystem zu nutzen. Nun soll es offenbar eine allgemeine Steuer. Das Geld fließt so in den allgemeinen Haushalt und kann für alles verwendet werden.