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Wachmacher: Filterkaffeemaschinen im Test: Welche überzeugt mit Aroma und Bedienkomfort?

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Fünf Filterkaffeemaschinen im Praxistest: Wir vergleichen Kaffeequalität, Bedienung, Brühzeit und Reinigung. Welche Maschine ist ihr Geld wirklich wert?

Filterkaffee erlebt seit einigen Jahren eine kleine Renaissance. Nachdem Kapselmaschinen und Kaffeevollautomaten lange Zeit den Markt dominierten, entdecken immer mehr Menschen den klassischen Filterkaffee wieder für sich. Das hat mehrere Gründe: Zum einen gilt die Zubereitung als besonders unkompliziert und nachhaltig, zum anderen schätzen viele Kaffeetrinker den klaren, ausgewogenen Geschmack, den eine gute Filterkaffeemaschine erzeugen kann. 

Hinzu kommt, dass moderne Geräte längst nicht mehr nur aus einem Wassertank, einer Warmhalteplatte und einer Glaskanne bestehen. Timer-Funktionen, Aroma-Programme, Tropfstopp, Entkalkungsprogramme oder hochwertige Thermokannen sollen den Komfort erhöhen und den Kaffee noch besser schmecken lassen. Doch wie groß sind die Unterschiede tatsächlich? Ist ein Modell für knapp 30 Euro automatisch deutlich schlechter als eine Maschine für weit über 300 Euro? Und welche Funktionen sind im Alltag wirklich sinnvoll, während andere eher Marketingversprechen bleiben? Genau diesen Fragen wollten wir in unserem Praxistest nachgehen. 

Statt uns ausschließlich auf Herstellerangaben zu verlassen, haben wir fünf Filterkaffeemaschinen unter identischen Bedingungen ausprobiert. Dabei ging es nicht nur um den Geschmack des Kaffees. Uns interessierte ebenso, wie einfach sich die Geräte bedienen lassen, wie hochwertig sie verarbeitet sind, wie lange sie zum Brühen benötigen und wie angenehm sich die Reinigung nach mehreren Durchläufen gestaltet.

Bereits nach den ersten Tests zeigte sich, dass die Unterschiede größer ausfallen als zunächst erwartet. Manche Maschinen überzeugten durch leckeren Kaffee, ließen bei der Bedienung jedoch Wünsche offen. Andere punkteten mit einfacher Handhabung, konnten geschmacklich aber nicht ganz mithalten. Wieder andere hinterließen einen hochwertigen Eindruck, zeigten im Alltag jedoch kleinere Schwächen, die man erst beim täglichen Gebrauch bemerkt.

Gerade deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die einzelnen Modelle. Denn nicht jede Filterkaffeemaschine eignet sich für jeden Haushalt. Während Singles häufig andere Anforderungen haben als Familien, legen manche Nutzer besonderen Wert auf einen Timer oder eine Thermokanne, andere möchten einfach möglichst unkompliziert morgens ihren Kaffee zubereiten.

Unser Vergleich soll deshalb nicht nur einen Testsieger küren, sondern dabei helfen, das passende Modell für unterschiedliche Ansprüche zu finden.

Filterkaffeemaschine-Test: Diese Modelle haben wir getestet

Für unseren Vergleich standen fünf unterschiedliche Filterkaffeemaschinen zur Verfügung. Sie decken verschiedene Preisbereiche sowie unterschiedliche Ausstattungsklassen ab – vom günstigen Einsteigermodell bis hin zur deutlich teureren Premiummaschine.

Folgende Geräte mussten sich unserem Praxistest stellen:

Alle Maschinen wurden verwendet und nach demselben Bewertungsschema beurteilt. So konnten wir die Ergebnisse möglichst objektiv miteinander vergleichen.

Diese Modelle sind auch einen Blick wert 

Folgende Modelle haben wir zwar nicht getestet, sie sind uns aber während der Recherche aufgefallen:

Testergebnis: Diese Filterkaffeemaschine überzeugte am meisten

Keine der getesteten Filterkaffeemaschinen fiel im Test komplett durch – jede besitzt ihre eigenen Stärken und eignet sich für unterschiedliche Nutzergruppen. Wer jedoch das insgesamt ausgewogenste Gesamtpaket sucht, trifft mit der WMF Lono Aroma die beste Wahl. Sie überzeugte in nahezu allen Testkategorien und lieferte den aromatischsten Kaffee.

Mit der Severin Filka und der Severin Caprice folgen zwei hochwertig verarbeitete Alternativen, die ebenfalls hervorragende Ergebnisse erzielten und je nach persönlichen Ansprüchen interessante Optionen darstellen. Die Braun PurShine empfiehlt sich als solide Alltagsmaschine, während die Melitta Easy insbesondere preisbewusste Käufer anspricht, die eine unkomplizierte und zuverlässige Filterkaffeemaschine suchen.

Alle Details, Eindrücke und Testergebnisse finden Sie in den Einzeltests unter der Tabelle.

Vergleichstabelle Filterkaffeemaschinen

So haben wir die Filterkaffeemaschinen ausgewählt

  • Bekannte Marken: Alle getesteten Geräte stammen von etablierten Herstellern. Dadurch lässt sich besser einschätzen, welche Unterschiede innerhalb des Marktes tatsächlich bestehen.
  • Unterschiedliche Preisklassen: Zwischen der günstigsten und der teuersten Maschine liegen mehrere hundert Euro Preisunterschied. Uns interessierte besonders, ob sich dieser Aufpreis im Alltag tatsächlich bemerkbar macht.
  • Verschiedene Ausstattungen: Nicht jede Maschine besitzt einen Timer oder ein Display. Manche setzen vollständig auf einfache Bedienung, andere bieten zahlreiche Zusatzfunktionen. Gerade diese Unterschiede wollten wir im Praxiseinsatz bewerten.
  • Alltagstauglichkeit: Viele Hersteller werben mit innovativen Funktionen. Ob diese den täglichen Umgang tatsächlich erleichtern oder eher komplizierter machen, zeigt sich meist erst nach mehreren Brühvorgängen.

So haben wir die Filterkaffeemaschinen getestet

Damit alle Maschinen möglichst vergleichbare Bedingungen vorfanden, wurde jeder Test nach demselben Schema durchgeführt. Für jeden Brühvorgang verwendeten wir identische Mengen Kaffee und Wasser. Pro Liter Wasser kamen rund 60 Gramm Kaffeepulver zum Einsatz. Bei unseren eigentlichen Testläufen wurden entsprechend 30 Gramm Kaffee auf 625 Milliliter Wasser verwendet – exakt die Mengen, die bei allen fünf Maschinen zum Einsatz kamen. Dadurch konnten Unterschiede tatsächlich auf die Maschine zurückgeführt werden und nicht auf unterschiedliche Dosierungen.

Vor jedem Test wurde die Maschine vollständig neu aufgebaut. Bereits beim Auspacken achteten wir darauf, wie hochwertig die Materialien wirken, ob die Bedienungsanleitung verständlich aufgebaut ist und wie intuitiv sich die erste Inbetriebnahme gestaltet.

Anschließend wurde der Wassertank befüllt, der Filter eingesetzt und die Maschine gestartet. Während des gesamten Brühvorgangs stoppten wir die Zeit und hielten mehrere Messwerte fest:

  • Zeitpunkt der ersten Kaffeetropfen
  • gesamte Brühdauer
  • Verhalten während des Brühvorgangs
  • gleichmäßige Wasserverteilung
  • Wärmeentwicklung am Gehäuse
  • Bedienkomfort während des Betriebs

Nach jedem Brühvorgang wurde der fertige Kaffee unmittelbar verkostet. Bewertet wurden dabei Aroma, Geschmack, Balance, Bitterkeit, Säure und Nachgeschmack. Alle Kriterien flossen als Schulnoten in die Gesamtbewertung ein.

Anschließend erfolgte die Reinigung der Geräte. Dabei untersuchten wir insbesondere:

  • Wie leicht lässt sich der Filterhalter entnehmen?
  • Lässt sich die Kanne problemlos reinigen?
  • Bleiben viele Kaffeereste zurück?
  • Ist ein Entkalkungsprogramm vorhanden?
  • Wie gut sind alle Bauteile zugänglich?

1. Testsieger: WMF Lono Aroma

Design und erster Eindruck

Bereits beim Auspacken hinterließ die WMF Lono Aroma einen hochwertigen Eindruck. Das Edelstahlgehäuse wirkt sauber verarbeitet, alle Bauteile sitzen passgenau und nichts klappert oder wirkt billig. Obwohl die Maschine mit einem Preis von rund 47 Euro nicht die teuerste im Vergleich ist, vermittelt sie bereits auf den ersten Blick eine deutlich höhere Wertigkeit als viele Konkurrenten.

Die Glaskanne fasst bis zu 1,25 Liter Kaffee und liegt dank ihres ergonomisch geformten Griffs angenehm in der Hand. Positiv fiel außerdem auf, dass sämtliche Bedienelemente logisch angeordnet sind und sich die Maschine praktisch ohne Blick in die Bedienungsanleitung bedienen lässt. Gerade morgens, wenn es schnell gehen soll, ist genau das ein großer Vorteil. Während einige andere Testgeräte zunächst studiert werden wollten, war die WMF innerhalb weniger Minuten einsatzbereit.

Die erste Inbetriebnahme

Für einen möglichst fairen Vergleich wurden alle Maschinen identisch vorbereitet. Auch bei der WMF Lono Aroma verwendeten wir 30 Gramm Kaffeepulver sowie 625 Milliliter Wasser. Der Wassertank ließ sich problemlos befüllen. Die Skala ist gut lesbar und der Deckel öffnet ausreichend weit, sodass auch größere Messbecher verwendet werden können. Ebenso unkompliziert funktionierte das Einsetzen des Papierfilters.

Bereits bei der ersten Inbetriebnahme fiel auf, wie intuitiv die Bedienung gelungen ist. Es gibt keine verschachtelten Menüs oder unnötigen Einstellungen. Innerhalb weniger Sekunden konnte der Brühvorgang gestartet werden.

So verlief unser Brühversuch

Nach dem Einschalten begann die Maschine unmittelbar mit dem Aufheizen. Bereits nach 60 Sekunden erschienen die ersten Kaffeetropfen im Filter. Anschließend verlief der gesamte Brühprozess ruhig und gleichmäßig. Das Wasser wurde kontinuierlich über das Kaffeemehl verteilt, wodurch keine trockenen Stellen im Filter entstanden. Nach exakt fünf Minuten war der Brühvorgang abgeschlossen.

Gerade im direkten Vergleich fiel auf, wie konstant die WMF arbeitete. Während andere Maschinen teilweise deutlich länger benötigten oder den Kaffee in mehreren Schüben förderten, arbeitete die WMF ohne Unterbrechungen. Ebenso angenehm war die Lautstärke. Zwar lässt sich eine Filterkaffeemaschine naturgemäß hören, störende Pump- oder Kochgeräusche traten während unseres Tests jedoch nicht auf.

Kaffeequalität

Am Ende entscheidet natürlich vor allem der Geschmack. Bereits der erste Schluck zeigte einen ausgewogenen Kaffee mit kräftigem Aroma, angenehmer Balance und praktisch keiner störenden Bitterkeit. Auch die Säure hielt sich angenehm zurück.

In unserem Bewertungsschema vergaben wir in sämtlichen Kategorien der Kaffeequalität Bestnoten:

  • Aroma: 1
  • Geschmack: 1
  • Balance: 1
  • Bitterkeit: 1
  • Säure: 1
  • Nachgeschmack: 1

Damit erreichte die WMF als einzige Maschine im gesamten Vergleich einen Durchschnitt von 1,0 in dieser Kategorie. Besonders positiv fiel außerdem auf, dass der Kaffee auch nach einiger Zeit auf der Warmhalteplatte seinen Geschmack kaum veränderte. Er blieb angenehm ausgewogen und entwickelte keine unangenehme Bitterkeit.

Bedienung im Alltag

Im täglichen Gebrauch zeigt sich schnell, ob eine Maschine wirklich überzeugt. Auch hier sammelte die WMF zahlreiche Pluspunkte. Alle Bedienelemente reagieren zuverlässig. Die Kanne lässt sich leicht einsetzen und wieder entnehmen. Der Filterhalter sitzt sicher und kann zum Reinigen problemlos herausgenommen werden.

Ebenfalls praktisch ist die vorhandene Warmhaltefunktion. Während des gesamten Tests hielt sie den Kaffee zuverlässig auf Trinktemperatur. Timer oder umfangreiche Programme bietet dieses Modell zwar nicht, diese wurden im Alltag allerdings auch nicht vermisst. Die Stärke der Maschine liegt eindeutig in ihrer unkomplizierten Bedienung.

Reinigung

Nach mehreren Brühvorgängen zeigte sich die WMF auch bei der Reinigung angenehm unkompliziert. Filterhalter und Glaskanne lassen sich schnell unter fließendem Wasser reinigen. Auch auf der Warmhalteplatte sammelten sich kaum Kaffeerückstände. In unserem Prüfprotokoll erhielt die Reinigung deshalb ebenfalls eine sehr gute Bewertung. Gerade im Vergleich zu komplexeren Maschinen mit vielen Einzelteilen spart dies im Alltag Zeit.

Verarbeitung

Auch nach mehreren Testdurchläufen hinterließ die Maschine einen sehr guten Eindruck. Das Edelstahlgehäuse wirkt robust und hochwertig. Die Glaskanne sitzt sicher auf der Warmhalteplatte und sämtliche Kunststoffteile sind sauber verarbeitet. Während unseres gesamten Tests traten keinerlei Verarbeitungsmängel auf.

Unser Praxiseindruck

Die WMF Lono Aroma war die einzige Maschine, bei der während des gesamten Testablaufs praktisch keine Schwächen auffielen. Vom ersten Auspacken über das Befüllen bis hin zum fertigen Kaffee wirkte jeder Arbeitsschritt durchdacht. Besonders überzeugte uns die Kombination aus sehr einfacher Bedienung, kurzer Brühzeit und leckerem Kaffee. Viele Hersteller werben mit Aroma-Systemen oder speziellen Brühverfahren. Die WMF zeigt, dass es letztlich auf das Gesamtergebnis ankommt – und genau das stimmte in unserem Test nahezu perfekt.

Fazit 

Mit einer Gesamtnote von 1,16 sichert sich die WMF Lono Aroma verdient den ersten Platz unseres Vergleichs. Sie kombiniert eine sehr hochwertige Verarbeitung mit einfacher Bedienung und liefert gleichzeitig den geschmacklich besten Kaffee im gesamten Testfeld. Hinzu kommen eine angenehm kurze Brühzeit, eine zuverlässige Warmhaltefunktion sowie eine unkomplizierte Reinigung. Wer eine klassische Filterkaffeemaschine sucht, die ohne unnötige Spielereien einfach hervorragenden Kaffee zubereitet, erhält hier das überzeugendste Gesamtpaket.

➕ Vorteile:

  • leckerer Kaffee mit ausgewogenem Aroma
  • sehr einfache Bedienung
  • hochwertige Verarbeitung
  • kurze Brühzeit
  • zuverlässige Warmhaltefunktion
  • unkomplizierte Reinigung

➖Nachteile:

  • keine Programmier- oder Timerfunktion
  • etwas höherer Anschaffungspreis als günstige Einsteigermodelle

2. Melitta Easy

Design und erster Eindruck

Die Melitta Easy verfolgt ein anderes Konzept als viele ihrer Konkurrenten. Bereits beim Auspacken wird deutlich, dass hier weniger auf hochwertige Materialien als vielmehr auf einen günstigen Einstiegspreis gesetzt wird. Mit lediglich 1,32 Kilogramm gehört sie zu den leichtesten Maschinen unseres Vergleichs. Das macht sie angenehm transportabel, gleichzeitig wirkt das Kunststoffgehäuse jedoch weniger hochwertig als beispielsweise bei WMF oder Severin.

Die erste Inbetriebnahme

Die Einrichtung gelang dennoch problemlos. Nach dem Einsetzen des Papierfilters und dem Befüllen mit 30 Gramm Kaffee sowie 625 Millilitern Wasser konnte der Brühvorgang sofort gestartet werden. Da die Melitta bewusst auf Display oder umfangreiche Programme verzichtet, erklärt sich ihre Bedienung praktisch von selbst. Dadurch eignet sich die Maschine besonders für Nutzer, die morgens möglichst unkompliziert Kaffee zubereiten möchten.

So verlief unser Brühversuch

Nach dem Einschalten dauerte es etwa 88 Sekunden, bis die ersten Tropfen Kaffee in die Kanne liefen. Die gesamte Brühzeit betrug rund sechs Minuten. Während des Brühvorgangs arbeitete die Maschine insgesamt zuverlässig. Auffällige Schwankungen oder Unterbrechungen traten nicht auf. Allerdings fiel auf, dass sie etwas lauter arbeitet als die WMF. Besonders das Blubbern am Ende des Brühvorgangs war deutlich wahrnehmbar.

Kaffeequalität

Geschmacklich lieferte die Melitta ein insgesamt gutes Ergebnis. Der Kaffee wirkte angenehm ausgewogen und zeigte keine auffälligen Bitterstoffe. Im direkten Vergleich fehlte jedoch etwas Tiefe und Intensität, wodurch sie hinter WMF und Severin Filka zurückblieb. 

Bedienung im Alltag

Die größte Stärke der Melitta liegt eindeutig in ihrer Einfachheit. Es gibt praktisch nichts einzustellen. Ein Knopfdruck genügt und der Brühvorgang beginnt. Gerade ältere Nutzer oder Menschen, die bewusst auf komplizierte Menüs verzichten möchten, dürften diesen minimalistischen Ansatz schätzen. Wer dagegen Komfortfunktionen wie Timer, Display oder verschiedene Brühprogramme erwartet, wird hier nicht fündig.

Reinigung

Auch bei der Reinigung zeigt sich die einfache Konstruktion als Vorteil. Filterhalter und Glaskanne lassen sich problemlos entnehmen und reinigen. Die Maschine besitzt nur wenige Einzelteile, wodurch die Reinigung insgesamt schnell erledigt ist.

Verarbeitung

Der günstige Preis macht sich vor allem bei der Materialwahl bemerkbar. Die Maschine funktioniert zuverlässig, erreicht aber nicht die Wertigkeit der höher platzierten Modelle. Insbesondere das Kunststoffgehäuse hinterlässt einen eher einfachen Eindruck.

Unser Praxiseindruck

Die Melitta Easy richtet sich klar an Nutzer, die eine klassische Filterkaffeemaschine ohne Zusatzfunktionen suchen. Während des gesamten Tests arbeitete sie zuverlässig und unkompliziert. Der Kaffee schmeckte gut, die Bedienung gelang praktisch ohne Einarbeitung und auch die Reinigung war schnell erledigt. Abzüge gab es hauptsächlich bei der Materialanmutung sowie der insgesamt einfacheren Ausstattung.

Fazit zur Melitta Easy

Mit einer Gesamtnote von 2,17 landet die Melitta Easy auf dem fünften Platz unseres Vergleichs. Sie verzichtet bewusst auf Komfortfunktionen und konzentriert sich auf das Wesentliche: unkompliziert Kaffee kochen. Wer eine preiswerte Maschine sucht, die ohne große Einarbeitung zuverlässig arbeitet, erhält hier ein solides Gesamtpaket. Wer dagegen Wert auf hochwertige Materialien oder zusätzliche Ausstattung legt, findet bei den besser platzierten Modellen die überzeugenderen Alternativen.

➕ Vorteile:

  • sehr einfache Bedienung
  • günstiger Preis
  • unkomplizierte Reinigung
  • guter Kaffee

➖Nachteile:

  • wirkt recht plastiklastig
  • kein Timer
  • kein Display
  • keine Einstellmöglichkeiten

3. Severin Filka

Design und erster Eindruck

Die Severin Filka war bereits vor dem ersten Brühvorgang eine kleine Überraschung. Während viele Maschinen dieser Preisklasse überwiegend aus Kunststoff bestehen, vermittelt die Filka sofort einen deutlich hochwertigeren Eindruck. Das Gehäuse wirkt massiv, sauber verarbeitet und hochwertig montiert. Sämtliche Bedienelemente sitzen fest und nichts wirkt wackelig oder billig. Auch optisch hebt sich die Maschine von den übrigen Testgeräten ab. Das moderne Design mit Display verleiht ihr einen deutlich hochwertigeren Charakter als beispielsweise der Melitta Easy oder der Braun PurShine.

Bereits beim Auspacken entstand deshalb der Eindruck, dass hier mehr Wert auf Verarbeitung als auf einen möglichst niedrigen Verkaufspreis gelegt wurde. Mit rund 358 Euro war die Filka gleichzeitig das mit Abstand teuerste Modell unseres Vergleichs. Entsprechend hoch waren natürlich auch unsere Erwartungen.

Erste Inbetriebnahme

Vor dem ersten Kaffee wurde die Maschine entsprechend der Bedienungsanleitung vorbereitet. Positiv fiel auf, dass die Verpackung sehr ordentlich aufgebaut war. Sämtliche Bauteile waren sicher verstaut und ließen sich ohne großen Kraftaufwand entnehmen. 

Das Display führt Schritt für Schritt durch die ersten Einstellungen. Dadurch mussten wir kaum in der Bedienungsanleitung nachschlagen. Gerade dieser geführte Einrichtungsprozess unterschied sich deutlich von den übrigen Maschinen. Während bei Melitta oder WMF im Grunde nur der Einschaltknopf gedrückt werden muss, begleitet die Filka den Nutzer aktiv durch die Inbetriebnahme.

Der Brühversuch

Wie bei allen Maschinen verwendeten wir auch hier dieselbe Menge Kaffee.

  • 30 Gramm Kaffeepulver
  • 625 Milliliter Wasser

Nach dem Start dauerte es ungefähr 70 Sekunden, bis die ersten Tropfen in die Kanne liefen. Die gesamte Brühzeit betrug etwa sechs Minuten. Während des Brühens arbeitete die Maschine ruhig und gleichmäßig. Das Wasser wurde sauber über das Kaffeemehl verteilt, wodurch der Kaffee sehr gleichmäßig extrahiert wurde. Allerdings fiel uns ein Detail auf, das im Alltag durchaus störend sein kann.

Während des Brühvorgangs spritzte gelegentlich etwas Kaffee neben die eigentliche Kanne. Es handelte sich zwar nur um wenige Tropfen, dennoch mussten wir die Maschine anschließend abwischen. Dieser Punkt floss später auch in die Gesamtnote ein.

Kaffeequalität

Geschmacklich spielte die Filka dagegen ganz vorne mit. Der Kaffee war kräftig, ausgewogen und angenehm vollmundig. Bitterstoffe waren kaum wahrnehmbar, gleichzeitig wirkte das Aroma etwas kräftiger als bei der WMF. Vor allem Aroma und Geschmack überzeugten. Lediglich bei Bitterkeit und Säure wurden minimale Abzüge vergeben, weshalb sie insgesamt knapp hinter der WMF landete. Dennoch gehört die Filka eindeutig zu den geschmacklich stärksten Maschinen unseres Vergleichs.

Bedienung im Alltag

Im täglichen Gebrauch hinterließ die Filka einen durchdachten Eindruck. Das Display erklärt viele Funktionen direkt auf dem Bildschirm. Dadurch fällt die Bedienung auch Einsteigern vergleichsweise leicht. Besonders angenehm fanden wir, dass sich Einstellungen schnell verändern lassen und die Menüführung logisch aufgebaut ist. Dadurch benötigt man kaum Eingewöhnungszeit.

Reinigung

Nach mehreren Brühvorgängen zeigte sich ein weiterer Pluspunkt. Die Filka besitzt eine integrierte Entkalkungsfunktion, die im Prüfprotokoll ausdrücklich als Vorteil notiert wurde. Auch Filterhalter und Kanne lassen sich unkompliziert reinigen. Alle Bauteile wirken hochwertig und stabil.

Auffälligkeiten im Praxistest

So überzeugend die Maschine insgesamt arbeitete, ganz ohne Kritik blieb sie nicht.

Während unseres Tests fiel auf:

  • Beim Brühen gelangen vereinzelt Kaffeetropfen neben die Kanne.
  • Das obere Gehäuse wird während des Brühvorgangs deutlich heiß.

Beides stellt zwar keinen gravierenden Mangel dar, sollte im Alltag jedoch berücksichtigt werden.

Fazit zur Severin Filka

Die Severin Filka belegt mit einer Gesamtnote von 1,86 verdient den zweiten Platz. Sie richtet sich klar an Nutzer, die Wert auf hochwertige Verarbeitung und moderne Technik legen. Geschmacklich gehört sie zu den besten Maschinen unseres Vergleichs. Lediglich kleinere Alltagsschwächen sowie der sehr hohe Anschaffungspreis verhindern den Testsieg.

➕ Vorteile:

  • hervorragende Verarbeitung
  • sehr guter Kaffee
  • modernes Display
  • einfache Programmierung
  • integrierte Entkalkungsfunktion
  • hochwertiger Gesamteindruck

➖Nachteile:

  • sehr hoher Preis
  • beim Brühen können einzelne Tropfen daneben gelangen
  • oberes Gehäuse wird recht heiß

4. Braun PurShine

Design und erster Eindruck

Die Braun PurShine verfolgt einen deutlich einfacheren Ansatz als die Severin Filka. Das Design ist schlicht, modern und funktional. Die Maschine wirkt insgesamt ordentlich verarbeitet, erreicht jedoch nicht die Materialqualität der höher platzierten Geräte. Positiv fiel auf, dass sämtliche Bedienelemente übersichtlich angeordnet sind. Schon nach wenigen Minuten war klar, wie die Maschine funktioniert.

Erste Inbetriebnahme

Für den Test wurde die Braun wie alle anderen Maschinen vorbereitet.

  • 30 Gramm Kaffee
  • 625 Milliliter Wasser

Bereits nach kurzer Zeit war die Maschine einsatzbereit. Display oder umfangreiche Programme sucht man hier allerdings vergeblich. Wer möglichst unkompliziert Kaffee kochen möchte, dürfte das allerdings kaum vermissen.

So verlief der Brühvorgang

Nach dem Einschalten begann die Braun zunächst mit dem Aufheizen. Die ersten Tropfen erschienen nach rund 70 Sekunden. Auffällig war vor allem die vergleichsweise lange Gesamtbrühzeit. Erst nach ungefähr sieben Minuten war der gesamte Kaffee fertig. Damit gehörte die Braun zu den langsameren Maschinen unseres Vergleichs. Während des Brühens arbeitete sie insgesamt ruhig. Der Wasserfluss verlief gleichmäßig. Technische Probleme oder Unterbrechungen traten nicht auf.

Kaffeequalität

Der fertige Kaffee hinterließ einen insgesamt ordentlichen Eindruck. Das Aroma war ausgewogen, allerdings nicht ganz so intensiv wie bei WMF oder Severin Filka. Auch Geschmack und Nachgeschmack wirkten etwas zurückhaltender. Für den täglichen Kaffee reicht das Ergebnis völlig aus. Im direkten Vergleich zeigte sich jedoch, dass die Spitzenmodelle noch etwas mehr Aroma aus dem Kaffeepulver herausholen.

Bedienung

Die Braun konzentriert sich auf das Wesentliche. Es gibt keine komplizierten Einstellungen. Nach dem Befüllen genügt ein Tastendruck. Im Alltag funktioniert das zuverlässig. 

Reinigung

Nach dem Brühen ließ sich die Maschine unkompliziert säubern. Filterhalter und Kanne konnten problemlos ausgespült werden. Besonders positiv fiel auf, dass sämtliche Oberflächen leicht abgewischt werden können.

Unser Praxiseindruck

Die Braun PurShine erledigt ihre Aufgabe zuverlässig. Sie bietet keine außergewöhnlichen Funktionen und setzt stattdessen auf klassische Filterkaffeezubereitung. Genau dadurch eignet sie sich vor allem für Nutzer, die möglichst unkompliziert ihren Kaffee zubereiten möchten. Gegenüber WMF oder Severin fehlt allerdings etwas Komfort und geschmacklich bleibt sie ebenfalls leicht zurück.

Fazit zur Braun PurShine

Mit einer Gesamtnote von 2,11 landet die Braun PurShine im Mittelfeld unseres Vergleichs. Sie ist eine solide Filterkaffeemaschine ohne größere Schwächen, bietet jedoch auch kaum Besonderheiten. Wer lediglich unkompliziert Kaffee zubereiten möchte, erhält ein zuverlässiges Gerät. Im direkten Vergleich fehlten allerdings sowohl beim Geschmack als auch bei der Ausstattung die entscheidenden Pluspunkte, um weiter vorne zu landen.

➕ Vorteile:

  • einfache Bedienung
  • ordentliche Verarbeitung
  • unkomplizierte Reinigung
  • zuverlässiger Brühvorgang

➖Nachteile:

  • längste Brühzeit im Test
  • kein Display
  • kein Timer
  • keine Komfortfunktionen

5. Severin Caprice

Design und erster Eindruck

Die Severin Caprice gehört zu den hochwertigsten Geräten unseres Testfeldes. Schon beim Auspacken fällt die solide Verarbeitung auf. Das Gehäuse wirkt robust und sauber verarbeitet, alle Bauteile sitzen passgenau und vermitteln einen langlebigen Eindruck. Im Vergleich zu einfachen Einsteigermodellen macht die Caprice einen deutlich hochwertigeren Eindruck.

Optisch setzt sie auf ein modernes Design mit Display und einem etwas technischeren Bedienkonzept. Dadurch unterscheidet sie sich von klassischen Filterkaffeemaschinen, bleibt aber dennoch übersichtlich aufgebaut. Die Glaskanne liegt angenehm in der Hand und lässt sich sicher auf der Warmhalteplatte positionieren. Bereits beim ersten Eindruck wurde deutlich, dass Severin bei diesem Modell besonderen Wert auf Materialqualität und Verarbeitung gelegt hat.

Erste Inbetriebnahme

Für unseren Test wurde die Caprice – wie alle anderen Maschinen – mit 30 Gramm Kaffeepulver und 625 Millilitern Wasser befüllt. Die Inbetriebnahme gelang nach kurzer Einarbeitung problemlos. Das Display unterstützt bei den Einstellungen und ermöglicht unter anderem das Einstellen der Uhrzeit. Nach wenigen Minuten war die Maschine einsatzbereit. Im Vergleich zu einfacheren Geräten benötigt die Caprice zwar etwas mehr Aufmerksamkeit bei der ersten Einrichtung, anschließend gestaltet sich die Bedienung jedoch unkompliziert.

So verlief unser Brühversuch

Während des Tests arbeitete die Maschine zuverlässig und gleichmäßig. Nach dem Start wurde das Wasser zunächst auf die optimale Brühtemperatur gebracht, bevor der eigentliche Brühvorgang begann. Dieses Verfahren soll für eine möglichst gleichmäßige Extraktion des Kaffeepulvers sorgen.

Der Kaffee floss anschließend konstant in die Glaskanne. Während des gesamten Brühvorgangs traten keine Unterbrechungen oder Unregelmäßigkeiten auf. Insgesamt arbeitete die Maschine angenehm ruhig und hinterließ einen hochwertigen Eindruck.

Kaffeequalität

Geschmacklich gehörte die Severin Caprice zu den besten Maschinen unseres Vergleichs. Der Kaffee überzeugte durch ein ausgewogenes Aroma, einen angenehmen Körper und eine harmonische Balance zwischen Säure und Bitterstoffen. Besonders positiv fiel auf, dass der Kaffee sehr klar schmeckte und auch nach kurzer Zeit auf der Warmhalteplatte kaum an Qualität verlor. In der Kategorie Kaffeequalität erhielt die Maschine entsprechend sehr gute Bewertungen und gehörte in diesem Punkt zu den stärksten Geräten im Test.

Bedienung im Alltag

Nach der ersten Einrichtung lässt sich die Caprice angenehm bedienen. Das Display bietet einen guten Überblick über die wichtigsten Funktionen und die Bedienelemente reagieren zuverlässig. Der Wassertank lässt sich einfach befüllen und auch der Filterhalter ist gut erreichbar. Im täglichen Gebrauch machte die Maschine einen durchdachten Eindruck. Sämtliche Arbeitsschritte – vom Einsetzen des Filters bis zum Ausschenken des Kaffees – gelangen problemlos.

Reinigung

Auch bei der Reinigung zeigte sich die hochwertige Verarbeitung. Filterhalter und Glaskanne lassen sich leicht entnehmen und reinigen. Die Oberflächen können mit einem feuchten Tuch problemlos gesäubert werden. Praktisch ist außerdem der wiederverwendbare Filterhalter, der den Einsatz eines Permanentfilters ermöglicht und langfristig Papierfilter einsparen kann. Zusätzlich verfügt die Maschine über eine Entkalkungsfunktion, die die regelmäßige Pflege erleichtert.

Verarbeitung

Die Verarbeitung zählt eindeutig zu den größten Stärken der Severin Caprice. Das Gehäuse wirkt stabil, alle Bauteile sind sauber verarbeitet und auch nach mehreren Testdurchläufen zeigte die Maschine keinerlei Schwächen. Gerade im direkten Vergleich mit den günstigeren Geräten hinterließ sie einen deutlich hochwertigeren Gesamteindruck.

Unser Praxiseindruck

Die Severin Caprice verbindet eine hochwertige Verarbeitung mit einer sehr guten Kaffeequalität und einer durchdachten Ausstattung. Nach einer kurzen Eingewöhnung gestaltet sich die Bedienung angenehm einfach und der Brühvorgang läuft zuverlässig ab. Besonders gefallen haben uns der aromatische Kaffee, die robuste Verarbeitung sowie die einfache Reinigung. Insgesamt hinterließ die Maschine einen sehr ausgewogenen Eindruck und konnte sich deshalb einen Platz im oberen Testfeld sichern.

Fazit zur Severin Caprice

Mit einer Gesamtnote von 1,86 erreicht die Severin Caprice den 3. Platz in unserem Vergleich. Sie überzeugt vor allem durch ihre hochwertige Verarbeitung, die sehr gute Kaffeequalität und die umfangreichere Ausstattung. Zwar benötigt die erste Einrichtung etwas mehr Zeit als bei besonders einfachen Maschinen, im täglichen Gebrauch arbeitet sie jedoch zuverlässig und komfortabel. Wer Wert auf eine solide Verarbeitung und aromatischen Filterkaffee legt, erhält mit der Caprice eine empfehlenswerte Filterkaffeemaschine.

➕ Vorteile:

  • sehr hochwertige Verarbeitung
  • aromatischer und ausgewogener Kaffee
  • gute Ausstattung mit Display
  • einfache Reinigung
  • Entkalkungsfunktion
  • wiederverwendbarer Filterhalter

➖Nachteile:

  • erste Einrichtung etwas umfangreicher als bei einfachen Modellen
  • höherer Anschaffungspreis als klassische Einsteigergeräte

Filterkaffeemaschinen: Die wichtigsten Fragen & Antworten

Worauf sollte ich beim Kauf einer Filterkaffeemaschine achten?

Die wichtigste Frage ist zunächst, wie viele Tassen Kaffee Sie täglich zubereiten möchten. Für einen Ein- oder Zwei-Personen-Haushalt genügt häufig eine kleinere Maschine mit einer Glaskanne. Familien oder Büros profitieren dagegen von größeren Modellen mit einem Fassungsvermögen von einem Liter oder mehr.

Darüber hinaus lohnt sich ein Blick auf die Ausstattung. Während einfache Geräte lediglich einen Ein- und Ausschalter besitzen, bieten höherwertige Maschinen häufig zusätzliche Funktionen wie eine Timer-Funktion, eine Aroma-Einstellung, einen Tropfstopp oder automatische Entkalkungsprogramme. Welche dieser Funktionen tatsächlich sinnvoll sind, hängt stark vom eigenen Nutzungsverhalten ab.

In unserem Praxistest zeigte sich außerdem, dass nicht nur die Ausstattung entscheidend ist. Ebenso wichtig sind eine gleichmäßige Wasserverteilung, eine konstante Brühtemperatur und eine einfache Reinigung. Gerade diese Punkte unterscheiden gute Filterkaffeemaschinen häufig stärker als die reine Motorleistung oder die Anzahl der Zusatzfunktionen.

Welche Filterkaffeemaschine eignet sich für Familien?

Wer regelmäßig mehrere Tassen oder ganze Kannen Kaffee zubereitet, sollte auf ein ausreichend großes Fassungsvermögen achten. Modelle mit einer Kanne für etwa zehn bis zwölf Tassen verhindern, dass ständig neuer Kaffee gekocht werden muss.

Ebenso wichtig ist eine zuverlässige Warmhaltefunktion. Gerade beim gemeinsamen Frühstück oder wenn Besucher zu Gast sind, bleibt der Kaffee dadurch länger angenehm heiß. Im Test überzeugte besonders die WMF Lono Aroma, da sie den Kaffee auch nach längerer Zeit geschmacklich konstant hielt.

Welche Maschine eignet sich für Single-Haushalte?

Wer hauptsächlich alleine Kaffee trinkt, benötigt meist keine besonders große Maschine. Hier zählen vor allem eine einfache Bedienung, ein geringer Platzbedarf und eine unkomplizierte Reinigung.

Große Displays oder umfangreiche Einstellmöglichkeiten spielen häufig eine untergeordnete Rolle. Eine klassische Filterkaffeemaschine mit einfacher Bedienung reicht für diesen Einsatzbereich oft völlig aus.

Sind teure Filterkaffeemaschinen wirklich besser?

Nicht zwangsläufig. Unser Vergleich hat gezeigt, dass höherpreisige Modelle häufig hochwertiger verarbeitet sind und mehr Komfort bieten. Dazu gehören beispielsweise Displays, automatische Entkalkungsprogramme oder bessere Materialien.

Geschmacklich lagen die Unterschiede jedoch teilweise näher beieinander als erwartet. Auch günstigere Maschinen bereiteten guten Kaffee zu. Die größten Unterschiede zeigten sich vielmehr bei der Bedienung, der Verarbeitung und der Alltagstauglichkeit.

Wer regelmäßig Kaffee trinkt, profitiert langfristig meist von einer hochwertigeren Maschine. Für Gelegenheitsnutzer reicht dagegen häufig bereits ein solides Einsteigermodell.

Welche Rolle spielt die Brühtemperatur?

Die Brühtemperatur hat erheblichen Einfluss auf den Geschmack des Kaffees. Ist das Wasser zu kalt, werden viele Aromastoffe nicht vollständig gelöst. Ist es dagegen zu heiß, können Bitterstoffe entstehen. Als ideal gelten Temperaturen zwischen etwa 92 und 96 Grad Celsius. Gute Filterkaffeemaschinen halten diesen Bereich möglichst konstant ein und sorgen dadurch für eine gleichmäßige Extraktion.

Warum schmeckt derselbe Kaffee in verschiedenen Maschinen unterschiedlich?

Viele Käufer vermuten zunächst, dass ausschließlich die verwendeten Kaffeebohnen für den Geschmack verantwortlich sind. Tatsächlich beeinflusst jedoch auch die Maschine das Ergebnis erheblich.

Entscheidend sind unter anderem:

  • die Temperatur des Wassers,
  • die Geschwindigkeit des Brühvorgangs,
  • die gleichmäßige Benetzung des Kaffeepulvers,
  • die Kontaktzeit zwischen Wasser und Kaffee
  • sowie die Konstruktion des Filterhalters.

Schon kleine Unterschiede führen dazu, dass derselbe Kaffee kräftiger, milder oder ausgewogener schmecken kann.

Glaskanne oder Thermokanne – welche ist besser?

Beide Varianten besitzen Vor- und Nachteile. Eine Glaskanne steht während des Betriebs auf einer Warmhalteplatte. Dadurch bleibt der Kaffee zunächst heiß, verändert mit zunehmender Zeit jedoch häufig seinen Geschmack. Eine Thermokanne speichert die Wärme dagegen ohne zusätzliche Heizplatte. Dadurch bleibt der Kaffee oft mehrere Stunden angenehm warm, ohne weiter erhitzt zu werden.

Wer seinen Kaffee direkt nach dem Brühen trinkt, kommt mit einer klassischen Glaskanne meist problemlos aus. Wer dagegen über einen längeren Zeitraum mehrere Tassen trinken möchte, profitiert häufig von einer Thermokanne.

Wie viel Kaffeepulver sollte verwendet werden?

Als Faustregel gelten etwa sechs bis sieben Gramm Kaffeepulver pro 100 Milliliter Wasser. Im Rahmen unseres Tests verwendeten wir für sämtliche Maschinen dieselbe Dosierung. Dadurch konnten wir die Geräte unter identischen Bedingungen vergleichen und Unterschiede tatsächlich auf die jeweilige Maschine zurückführen. Je nach persönlichem Geschmack kann die Pulvermenge selbstverständlich leicht angepasst werden.

Welcher Mahlgrad eignet sich für Filterkaffee?

Für klassische Filterkaffeemaschinen empfiehlt sich ein mittlerer Mahlgrad. Ist das Pulver zu fein gemahlen, fließt das Wasser langsamer hindurch und der Kaffee kann bitter schmecken.

Ist der Mahlgrad dagegen zu grob, läuft das Wasser zu schnell durch den Filter und der Kaffee wirkt häufig dünn oder wässrig. Wer seinen Kaffee selbst mahlt, sollte deshalb etwas experimentieren, bis Geschmack und Stärke den eigenen Vorstellungen entsprechen.

Wie oft sollte eine Filterkaffeemaschine entkalkt werden?

Das hängt vor allem von der Wasserhärte und der Nutzungshäufigkeit ab.

Bei mittlerer Wasserhärte empfiehlt sich eine Entkalkung etwa alle vier bis acht Wochen. Wird die Maschine täglich genutzt oder ist das Leitungswasser besonders kalkhaltig, kann eine häufigere Reinigung sinnvoll sein.

Eine regelmäßige Entkalkung sorgt nicht nur für eine längere Lebensdauer der Maschine, sondern trägt auch dazu bei, dass die Brühtemperatur konstant bleibt und der Kaffee sein volles Aroma entfalten kann.

Wie reinigt man eine Filterkaffeemaschine richtig?

Nach jedem Brühvorgang sollten der Papierfilter entsorgt und Kanne sowie Filterhalter gründlich mit warmem Wasser ausgespült werden.

Zusätzlich empfiehlt es sich, den Wassertank regelmäßig auszuwischen und die Außenseite der Maschine von Kaffee- und Kalkrückständen zu befreien.

Auch die Warmhalteplatte sollte sauber gehalten werden, da eingebrannte Kaffeereste mit der Zeit unangenehme Gerüche verursachen können.

Wie lange bleibt Filterkaffee frisch?

Frisch gebrühter Kaffee schmeckt grundsätzlich am besten.

Auf einer Warmhalteplatte bleibt er meist etwa 30 bis 60 Minuten angenehm trinkbar. Danach verändert sich das Aroma langsam und der Kaffee kann bitter werden.

Eine Thermokanne hält den Kaffee deutlich länger warm, ohne dass dieser ständig weiter erhitzt wird.

Ist Filterkaffee nachhaltiger als Kapselkaffee?

In vielen Fällen ja.

Für Filterkaffee werden lediglich Papierfilter und gemahlener Kaffee benötigt. Im Vergleich zu Einwegkapseln entsteht dadurch deutlich weniger Verpackungsmüll. Zudem lassen sich Kaffeesatz und Papierfilter häufig über die Biotonne oder den Kompost entsorgen.

Auch der Energieverbrauch klassischer Filterkaffeemaschinen fällt oft geringer aus als bei vielen Vollautomaten, insbesondere wenn keine Warmhalteplatte über längere Zeit eingeschaltet bleibt.

Lohnt sich eine Filterkaffeemaschine trotz Kaffeevollautomat?

Das hängt von den eigenen Gewohnheiten ab.

Ein Vollautomat bietet zwar viele Kaffeevarianten auf Knopfdruck, ist in der Anschaffung jedoch meist deutlich teurer und erfordert eine aufwendigere Reinigung.

Eine Filterkaffeemaschine eignet sich besonders für Haushalte, in denen regelmäßig mehrere Tassen Kaffee hintereinander getrunken werden. Sie arbeitet unkompliziert, ist wartungsarm und verursacht vergleichsweise geringe Folgekosten.

Gerade Liebhaber von klassischem Filterkaffee schätzen zudem den klaren, ausgewogenen Geschmack, den viele Maschinen auch heute noch zuverlässig liefern.

Hinweis: Dieser Text wurde teilweise mit maschineller Unterstützung erstellt und nach den üblichen, strengen redaktionellen Kriterien bearbeitet und geprüft. 






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