30 Hektar betroffen: Flächenbrand auf Mannheimer Flussinsel – Großeinsatz beendet
Ein Großbrand auf der Friesenheimer Insel bei Mannheim ist mittlerweile gelöscht. Ein Fest musste wegen des Feuers unterbrochen werden, verletzt wurde niemand.
Ein Flächenbrand auf einer Mannheimer Flussinsel, bei dem zwischenzeitlich 150 Feuerwehrleute im Einsatz waren, ist größtenteils gelöscht. Der Einsatz sei beendet, teilte die Polizei mit. Lediglich an zwei Glutnestern liefen in der Nacht noch Nachlöscharbeiten.
Zuvor war am Sonntag Vollalarm ausgerufen worden, wie ein Feuerwehrsprecher mitteilte. Alle verfügbaren Fahrzeuge seien im Einsatz gewesen, auch solche der freiwilligen Feuerwehr. Unterstützung kam zudem von Feuerwehren aus der Umgebung sowie von der Werkfeuerwehr des Chemiekonzerns BASF.
Ein Tierheimfest in der Nähe musste laut Polizei wegen des Brandes abgebrochen werden – Tiere seien aber nicht in Gefahr, hieß es weiter. Verletzte Menschen gab es auch nicht. Wegen der starken Rauchentwicklung sollten Anwohnerinnen und Anwohner ihre Fenster und Türen geschlossen halten, lautete eine frühere Warnmeldung des Katastrophendienstes Nina. Diese Warnung ist mittlerweile zurückgezogen.
Der Vegetationsbrand war am Sonntagnachmittag auf der Friesenheimer Insel ausgebrochen. Sie liegt im Nordwesten Mannheims und ist von Rhein, Altrhein und Neckar umschlossen. Entstanden ist die mehrere Quadratkilometer große Insel unter anderem durch die Rheinbegradigung.
Wind heizte Feuer an
Von dem Feuer betroffen war eine Fläche von etwa 30 Hektar. Zum Vergleich: Das sind umgerechnet circa 300.000 Quadratmeter – oder grob 42 Fußballfelder. Die Windverhältnisse hätten für eine ungünstige Ausbreitung der Flammen gesorgt, sagte der Feuerwehrsprecher.
Wie lange die Nachlöscharbeiten noch dauern werden, war zunächst unklar. Auch zur Brandursache könne man noch nichts sagen, so ein Sprecher der Polizei.
Gefahr von Bränden ist hoch
In Baden-Württemberg ist die Gefahr für Wald- und Vegetationsbrände aktuell hoch. Die Gefahrenindizes des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wiesen am Sonntag verbreitet die zweithöchste Stufe und teils auch die höchste Stufe auf. Das dürfte vorerst auch so bleiben. Zwar soll sich die Situation zu Beginn der neuen Woche leicht entspannen. Spätestens Mitte der Woche wird aber wieder eine verbreitet hohe bis sehr hohe Gefahr erwartet.
Der DWD-Waldbrandgefahrenindex reicht von Stufe 1 (sehr geringe Gefahr) bis Stufe 5 (sehr hohe Gefahr). In die Bewertung fließen unter anderem Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wind und Niederschlag ein.
