Dramaserie „Furious“: Emmy Rossum jagt eine maskierte Rächerin
In der Drama-Krimi-Serie „Furious“ jagt Emmy Rossum als FBI-Agentin eine Serienmörderin - und kommt dabei sich selbst gefährlich nahe.
Eine Frau, die gleich mehrere Männer getötet hat und offenbar noch längst nicht fertig ist: Für die meisten Kollegen von Alice Black ist diese Theorie schlicht Unsinn. Doch die FBI-Agentin, gespielt von Emmy Rossum (39), lässt trotzdem nicht locker. Ob sie richtig liegt, lässt sich ab dem 27. Juli auf Disney+ überprüfen. Der Streamingservice stellt zum Start drei Folgen der Hulu-Original-Serie „Furious“ bereit, die restlichen fünf der insgesamt acht Episoden folgen im Wochentakt.
Die Frage nach der richtigen Gerechtigkeit
Black hat Jahre bei der New Yorker Mordkommission hinter sich, bevor sie zum FBI wechselt. Ins Rollen bringt den Fall ein früherer Kollege (Scoot McNairy, 48), der sie zu einem Todesfall aus den obersten Kreisen der Stadt hinzuzieht. Alice erkennt darin schnell das Muster einer ganzen Serie. Dass ihr ihre Kollegen nicht glauben, hält sie nicht auf.
Dass die Ermittlerin so genau hinsieht, hat mit ihrer eigenen Biografie zu tun. Ihr früherer Partner Marshall (Jake Lacy, 40) misshandelte sie unter der Dusche; seither duscht sie nicht mehr. Beide Frauen, die Jägerin und die Gejagte, suchen ihren eigenen Weg zur Gerechtigkeit - und je näher die eine der anderen kommt, desto mehr stellt sich die Frage, wer eigentlich auf der Seite der Gerechtigkeit steht.
Überzeugender Cast, ungewohnte Rollen
Die Gegenspielerin taucht zunächst nur mit Maske auf. Lola Petticrew (30) spielt sie als zierliche, absolut tödliche Strategin, die meist erfolgreiche Männer ins Visier nimmt, die sich an Mädchen vergehen. Als dritte Frau kommt Nora Washington ins Spiel, gespielt von Quincy Tyler Bernstine. Sie arbeitet im Keller des FBI-Gebäudes, bearbeitet seit Jahren Fälle sexualisierter Gewalt gegen Kinder und hat ein Alkoholproblem und einen dicken Panzer aus Sarkasmus entwickelt.
Entwickelt, geschrieben und produziert hat „Furious“ die Autorin Elizabeth Meriwether (44), bekannt durch „New Girl“ oder „The Dropout“. Regie bei den ersten beiden Folgen führte Brian Kirk, zuvor an „Dexter“ und „Luther“ beteiligt. Rossum steht nicht nur vor der Kamera, sondern ist gemeinsam mit Ronald Bass, Matt Olmstead und Sam Hoffman auch als ausführende Produzentin an Bord.
Für Rossum ist es die auffälligste Rolle seit Langem. Bekannt wurde sie als Christine Daaé in „Das Phantom der Oper“ (2004), einem breiten Publikum blieb sie durch viele Jahre „Shameless“ im Gedächtnis. Petticrew wiederum machte bislang vor allem in Irland und Großbritannien von sich reden: Für die Darstellung der IRA-Frau Dolours Price in „Say Nothing“ wurde Petticrew 2025 für einen BAFTA als beste Hauptdarstellerin nominiert.
