Am Mount Rushmore schlägt Donald Trump kurz vor dem 4. Juli scharfe Töne an. Der US-Präsident sieht das Land von Kommunisten bedroht. Am Vorabend des US-Unabhängigkeitstages hat Präsident Donald Trump gegen den linken Flügel der oppositionellen Demokraten ausgeteilt und von einer "kommunistischen Bedrohung" auch durch Einwanderer gesprochen. In einer Rede am Mount Rushmore rief er die Amerikaner am Freitag dazu auf, Freiheiten im Sinne der Gründungsväter der Vereinigten Staaten zu verteidigen. "Es gibt derzeit ein Wiederaufleben der kommunistischen Bedrohung in unserem Land", behauptete Trump. Dies schließe auch "Neuankömmlinge" ein, deren Ideen der amerikanischen Lebensweise und dem Erfolg des Landes widersprächen. "Wir werden das nicht zulassen", betonte er. Linke Kandidaten der Demokraten hatten zuletzt eine Reihe von Vorwahlerfolgen verzeichnet, unter anderem in New York City, Colorado und Texas . Trump hat sich bereits seit Tagen ähnlich zu dem Thema geäußert, am Freitag jedoch so scharf und ausführlich wie nie zuvor. US-Geburtstag: Papst Leo setzt neue Spitze gegen Donald Trump Segelboot strandet auf Norderney : Ungewöhnliches Hochwasser drückt Schiff an Strand Trump gibt vermeintlichen Kommunisten die Schuld Bei seiner Rede an dem symbolträchtigen Ort verband er seine Warnungen vor dem Kommunismus mit seiner kritischen Position gegenüber Einwanderung, die ihm im Wahlkampf Zulauf beschert hat. "Da wir uns diesem großartigen Jahrestag nähern, sehen wir, dass unsere amerikanische Identität erneut angegriffen wird", sagte Trump vor dem Denkmal mit den in Fels gehauenen Porträts der früheren Präsidenten George Washington , Thomas Jefferson, Abraham Lincoln und Theodore Roosevelt. In den vergangenen Jahren habe es einen "unbestreitbaren Versuch" gegeben, den "außergewöhnlichen Charakter der USA zu verändern" und "die Amerikaner von ihrer Geschichte zu entfremden". "Wir sind fest entschlossen und schwören für alle hörbar, dass die Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika den Kommunismus rasch besiegen werden ... Wir werden sie schnell fortschicken, und wir werden unser Land weiter aufbauen, größer und besser, stärker als je zuvor." "Republikaner werden 100 Jahre lang keine Wahl mehr verlieren" Amerika werde niemals ein kommunistisches Land sein, erklärte Trump. Unmittelbar danach leitete er zu Zwischenwahlen im November über, bei denen Trumps Republikaner um ihre Mehrheit in mindestens einer der beiden Kongresskammern fürchten müssen. "Wir können die Wahlen nur verlieren, wenn wir zulassen, dass wir sie verlieren", so Trump. Wenn der Save America Act verabschiedet werde, "werden die Republikaner 100 Jahre lang keine Wahl mehr verlieren", erklärte Trump. Der Safeguard American Voter Eligibility (SAVE America) Act verpflichtet Wähler, bei der Registrierung einen dokumentarischen Nachweis ihrer US-Staatsbürgerschaft vorzulegen und bei der Stimmabgabe einen Lichtbildausweis vorzuzeigen. Zur Einwanderung in die USA sagte Trump: "Man muss nicht hier geboren sein, aber man muss lieben, was wir aufgebaut haben." Donald Trump will neuen Weltrekord aufstellen Viele Amerikaner haben derzeit mit den Folgen der Inflation und einem Anstieg der Spritpreise seit Beginn des Iran-Kriegs zu kämpfen. Unter den Republikanern wächst die Befürchtung, dass sich die Entwicklung negativ auf die Wahlen auswirken könnte. Bei den Feierlichkeiten zum 4. Juli soll Trump in Washington sprechen. Der Auftritt ist im Stil eines Wahlkampfauftritts geplant, begleitet von Überflügen von Militärjets und einem großen Feuerwerk mit 850.000 Böllern. Damit möchte der Präsident einen neuen Weltrekord aufstellen. Hitzewelle begleitet Feierlichkeiten Eine extreme Hitzewelle in weiten Teilen des Landes beeinträchtigt jedoch die Feiern. Bei Trumps Rede am Mount Rushmore im Bundesstaat South Dakota war es dagegen mit 18 Grad eher kühl. Die oppositionellen Demokraten werfen Trump vor, die 250-Jahr-Feiern für ein parteipolitisches Spektakel vor den Zwischenwahlen zum Kongress im November zu nutzen, die als wichtiger Stimmungstest gelten.