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Iran-Krieg aktuell | US-Präsident Trump sieht Friedensabkommen "sehr nah"

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Der US-Präsident ärgert sich über seine Verbündeten. Der Iran fordert ein Ende der US-Blockade. Alle Entwicklungen im Newsblog. Freitag, 17. April Trump: Friedensabkommen mit dem Iran "sehr nah" Eine Friedensvereinbarung mit dem Iran ist nach den Worten von US-Präsident Donald Trump "sehr nah". Es gebe bei den Gesprächen "überhaupt keine Knackpunkte" mehr, sagte Trump am Freitag in einem Telefoninterview mit der Nachrichtenagentur AFP. "Wir sind sehr nah dran. Es sieht so aus, als ob es für alle sehr gut sein wird. Wir sind sehr nah dran, einen Deal zu haben." Trump verwies unter anderem auf die vom Iran angekündigte Öffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus . "Die Meerenge wird offen sein, sie ist schon offen", sagte der Präsident. "Und die Dinge laufen sehr gut." Auf die Frage, warum er nicht jetzt schon eine Vereinbarung mit dem Iran verkünden könne, sagte Trump, er wolle eine Übereinkunft erst schriftlich fixiert haben. "Ich tue das nicht, ich kriege es schriftlich." Trump telefonierte während eines Besuchs in der US-Glücksspielmetropole Las Vegas mit AFP. Der Iran bekräftigt indes seine Forderung nach Aufhebung der US-Blockade der Straße von Hormus für Schiffe, die von iranischen Häfen kommen oder diese ansteuern wollen. Sollten die USA dabei bleiben, würden Gegenmaßnahmen ergriffen, teilt das Außenministerium im Staatsfernsehen mit. Donald Trump teilt gegen die Nato aus US-Präsident Donald Trump hat in einem Beitrag auf Truth Social gegen das Nordatlantische Verteidigungsbündnis ausgeteilt. "Nachdem sich die Lage in der Straße von Hormus beruhigt hat, erhielt ich einen Anruf von der Nato mit der Frage, ob wir Hilfe benötigen würden", so der 79-Jährige. "Ich habe ihnen gesagt, sie sollen sich fernhalten, es sei denn, sie wollen ihre Schiffe nur mit Öl beladen". Der US-Präsident beendete seinen Beitrag mit dem Vorwurf: "Sie waren nutzlos, als man sie brauchte – ein Papiertiger!". Merz fordert völlige Freigabe der Straße von Hormus Bundeskanzler Friedrich Merz hat die völlige Freigabe der Straße von Hormus für die Schifffahrt gefordert. Merz sprach bei einer Pressekonferenz in Paris von einer "guten Nachricht", dass der Iran die Meerenge unter Auflagen geöffnet habe. Die Durchfahrten müssten aber "in vollkommener Übereinstimmung mit dem internationalen Seerecht" möglich sein, es dürfe "keinerlei Einschränkungen" geben. Zudem bekräftigte Merz, dass Deutschland zu einer Beteiligung an einem militärischen Einsatz zur Sicherung der Straße von Hormus bereit sei. Merz nannte dabei etwa die Minenräumung und die Seeaufklärung. "Das können wir", betonte der Kanzler. Bedingung für einen Einsatz sei aber zunächst ein Ende des Kriegs. Zudem brauche es eine sichere Rechtsgrundlage, etwa eine Resolution des UN-Sicherheitsrats. Auch sei ein Beschluss der Bundesregierung und des Bundestags erforderlich. Kaja Kallas fordert Ende der Hormus-Maut Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat den Iran aufgefordert, Pläne für Transitgebühren in der Straße von Hormus aufzugeben. Nach internationalem Recht müsse die Durchfahrt durch solche Wasserstraßen ermöglicht und kostenlos bleiben, erklärt Kallas auf der Plattform X. Ein Gebührenmodell würde einen gefährlichen Präzedenzfall für globale Seerouten schaffen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte, die EU könne bei der Sicherung der Seewege helfen. Möglich seien die Weitergabe von Satellitendaten sowie eine Stärkung der EU-Marinemission Aspides, die derzeit im Roten Meer im Einsatz ist. Ölpreise fallen stark Nach einer Waffenruhe im Libanon setzt der Iran die Blockade einer wichtigen Meerenge aus. Die Märkte reagieren sofort. Mehr dazu lesen Sie hier . Iran gibt Straße von Hormus frei – Trump reagiert Mit der faktischen Schließung der wichtigen Meerenge hat der Iran der Weltwirtschaft schweren Schaden zugefügt. Jetzt schwenkt Teheran um. Mehr dazu lesen Sie hier . Hisbollah behält "Hände am Abzug" Die Terroristen der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon werden nach eigenen Angaben "ihre Hände am Abzug" behalten. In einer Stellungnahme der Schiitenorganisation hieß es, man bleibe wachsam gegenüber "dem Verrat und der Heimtücke des Feindes". Seit Beginn des Krieges habe die Terrororganisation durchschnittlich 49 Angriffe pro Tag ausgeführt. Mehr als 2.000 Militäroperationen seien veröffentlicht worden, hieß es weiter. Dabei handele es sich um Konfrontationen mit israelischen Truppen im Südlibanon sowie um Angriffe auf deren Stellungen und Militärstützpunkten in Israel . Ihre Operationen hätten auch auf israelische Orte und auf Städte wie Tel Aviv abgezielt. Libanon wirft Israel Verstöße gegen Waffenruhe vor Der Libanon hat Israel wenige Stunden nach Inkrafttreten einer Waffenruhe Verstöße gegen die Vereinbarung vorgeworfen. Die libanesische Armee erklärte am frühen Freitagmorgen im Onlinedienst X, es seien "mehrere israelische Aggressionen registriert worden". Die pro-iranische Hisbollah-Miliz teilte mit, sie habe als Vergeltungsmaßnahme "eine Ansammlung israelischer Soldaten in der Nähe der Stadt Chiam" im Südlibanon bombardiert. Guterres appelliert an Israel und Libanon UN-Generalsekretär António Guterres ruft Israel und die libanesische Hisbollah-Miliz auf, die von US-Präsident Donald Trump verkündete Waffenruhe uneingeschränkt zu respektieren. Das teilte sein Sprecher Stéphane Dujarric in New York mit. Guterres hoffe, dass diese Waffenruhe den Weg für Verhandlungen und die vollständige Umsetzung der Resolution 1701 des Sicherheitsrats ebnen werde, um eine langfristige Lösung des Konflikts zu erreichen. Waffenruhe in Kraft: Jubel im Libanon Nach wochenlangen Kämpfen zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz ist eine von US-Präsident Donald Trump verkündete Waffenruhe in Kraft getreten. Die Feuerpause begann um Mitternacht (Ortszeit, 23.00 Uhr MESZ), sie soll zunächst zehn Tage dauern. Unklar war zunächst, inwieweit beide Seiten sie einhalten werden. In der Hauptstadt Beirut wurde aus Freude in die Luft geschossen. In den während des Kriegs schwer getroffenen südlichen Beiruter Vororten feierten Menschen auf den Straßen, wie Augenzeugen berichteten. Lokalen Medienberichten zufolge machten sich mit Beginn der Waffenruhe auch zahlreiche Menschen bereits auf in Richtung Süden des Landes – mehr als eine Million Menschen waren durch den Krieg vertrieben worden. Donnerstag, 16. April USA veröffentlichen Details zur Waffenruhe im Libanon Nach der Ankündigung einer Waffenruhe im Libanon durch US-Präsident Donald Trump hat das US-Außenministerium die Abmachung zwischen Israel und dem Libanon öffentlich gemacht. Zu den sechs vereinbarten Punkten gehört demnach, dass die libanesische Regierung mit internationaler Hilfe die Hisbollah daran hindert, vom Libanon aus Angriffe gegen israelische Ziele durchzuführen. Israel verzichtet währenddessen auf "offensiven Militäroperationen" gegen libanesische Ziele. Allerdings behält Israel sich das Recht vor, jederzeit alle notwendigen Maßnahmen zur Selbstverteidigung gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe zu ergreifen. Dies werde durch die Einstellung der Feindseligkeiten nicht beeinträchtigt, heißt es in dem Text. Betont wird in der Abmachung, dass allein die libanesischen Sicherheitskräfte für die Souveränität und Verteidigung des Libanons verantwortlich sind. Kein anderes Land und keine andere Gruppe könne Anspruch darauf erheben, Garant für die Souveränität des Libanon zu sein. Ferner ersuchen Israel und der Libanon die USA laut der Abmachung, weitere direkte Verhandlungen zwischen beiden Ländern zu erleichtern, mit dem Ziel, alle noch offenen Fragen, einschließlich der Festlegung der internationalen Landgrenze, zu klären. Das Ziel sei der Abschluss eines umfassenden und dauerhaften Sicherheits- und Friedensabkommens zwischen beiden Ländern. Hegseth droht Iran: "Trefft eine weise Entscheidung" Knapp eine Woche vor dem Ablauf der Waffenruhe zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran hat US-Verteidigungsminister Pete Hegseth die Führung im Teheran zur Zustimmung zu einem Abkommen aufgerufen. Während das iranische Militär nach den jüngsten Kämpfen schwer getroffen sei, könnten die US-Streitkräfte die Angriffe sofort wieder aufnehmen, sollte es nicht zu einer Einigung kommen, sagte er. "Wir fordern die neue Regierung auf: Trefft eine weise Entscheidung." Die US-Marine werde die Blockade der Straße von Hormus aufrechterhalten, solange es nötig sei, kündigte Hegseth an. In den ersten 72 Stunden der Sperrung machten nach Angaben des zuständigen Regionalkommandos Centcom 14 Schiffe auf Anweisung der US-Streitkräfte kehrt. Mit der Blockade soll sichergestellt werden, dass keine Schiffe die iranischen Häfen erreichen oder aus ihnen auslaufen. Sollte es zu keiner Einigung über das iranische Nuklearprogramm kommen, werde das US-Militär die Infrastruktur und die Energieversorgung des Landes angreifen, drohte Hegseth. "Das Kriegsministerium wird sicherstellen, dass der Iran niemals über Atomwaffen verfügt." Trump: Israel und Libanon einigen sich auf Waffenruhe Israel und der Libanon haben sich nach Angaben von US-Präsident Donald Trump auf eine zehntägige Feuerpause verständigt. Diese solle noch am Donnerstag beginnen, teilte Trump in seinem Online-Netzwerk Truth Social mit. Reiche sieht keinen Kerosinmangel in Deutschland Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sieht keine Gefahr eines Kerosinmangels. Der Chef der Internationalen Energieagentur habe darauf aufmerksam gemacht, dass es in asiatischen Märkten Knappheiten gebe, sagte die CDU-Politikerin in Berlin . "Hier haben wir in Deutschland keinen Mangel an Kerosin", betonte Reiche. Auch bei der Freigabe der Ölreserve habe man Teilmengen an Kerosin freigegeben, die aber nicht in übermäßigem Maße nachgefragt worden seien. "Kerosin wird übrigens auch in deutschen Raffinerien produziert", betonte sie. Deutschland sei nicht nur von Importen von Kerosin abhängig. So soll sich Deutschland an Hormus-Mission beteiligen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will bei den Beratungen über eine Militärmission zur Sicherung der Straße von Hormus nach einem Ende der Kampfhandlungen am Freitag in Paris ein konkretes Angebot für eine deutsche Beteiligung machen. So soll die Bundeswehr Minenjagdboote, ein Begleitschiff und Aufklärungsflugzeuge bereitstellen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr. Die Börse setzt auf ein schnelles Ende Die US-Börsen steigen, obwohl der Krieg mit dem Iran keineswegs vorbei ist. Das wirkt widersprüchlich – folgt an den Märkten aber einer eigenen Logik. Mehr dazu lesen Sie hier . Libanon: Israels Armee zerstört letzte Brücke im Süden Israels Armee hat nach offiziellen Angaben im Libanon die letzte Brücke zerstört, die den Süden mit dem Rest des Landes verbindet. Israelische Kampfflugzeuge hätten die Kasmijeh-Brücke komplett zerstört, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur NNA. Damit werde das Gebiet südlich des Litani-Flusses vom Rest des Landes abgeschnitten und die Region faktisch isoliert. Die Brücke wurde schon bei vorigen Angriffen beschädigt, jetzt wurde auch der letzte noch stehende Teil zerstört. US-Blockade treibt Ölpreise nach oben Im Iran herrscht eine Feuerpause. Aber der Ölpreis bleibt hoch. Fachleute machen Donald Trump und die US-Blockade der Straße von Hormus mitverantwortlich. Mehr dazu lesen Sie hier . Energieagentur: Flugbenzin reicht nur noch wenige Wochen Die Internationale Energieagentur (IEA) hat angesichts der Blockade der Straße von Hormus vor drastischen Engpässen bei der Versorgung mit dem Flugzeugtreibstoff Kerosin gewarnt. "Vielleicht sechs Wochen oder so", sagte IEA-Chef Fatih Birol am Donnerstag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Associated Press (AP). Er rechne "in Bälde" mit ersten Flugausfällen. Über die Straße von Hormus vor der Küste des Iran wird ein Großteil des weltweiten Öl- und Gashandels abgewickelt. Trotz der Waffenruhe im Krieg in Iran ruht der Schiffsverkehr aber weitgehend. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte deshalb schon vor drastischen Folgen für die Weltwirtschaft gewarnt. Libanon fordert Waffenruhe vor Gesprächen mit Israel Der libanesische Staatspräsident Joseph Aoun hat erstmals Vorbedingungen für direkte Verhandlungen mit Israel genannt. "Der von Libanon geforderte Waffenstillstand mit Israel ist die natürliche Vorstufe zu direkten Verhandlungen zwischen den beiden Ländern", erklärte Aoun am Donnerstag in einer Pressemitteilung. Israel hatte zuvor ein direktes Treffen zwischen dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu und Aoun angekündigt. Das libanesische Präsidialamt ließ aber zunächst offen, ob es zu einer Zusammenkunft zwischen beiden Politikern kommt. Israel spricht von Treffen Netanjahus mit Libanons Staatschef Aoun Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wird nach Angaben eines Mitglieds seines Sicherheitskabinetts mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun sprechen. Diese Ankündigung macht die Ministerin für Wissenschaft und Technologie, Gila Gamliel, im Armeeradio. Ein Vertreter des Libanon erklärte der Agentur Reuters jedoch, dass die libanesische Regierung keine Informationen über einen bevorstehenden Kontakt habe. Zuvor hatte bereits US-Präsident Donald Trump von direkten Verhandlungen gesprochen. Israel hatte parallel zu den Angriffen auf den Iran eine Offensive gegen die radikalislamische Hamas im Libanon gestartet. Die USA drängen im Zuge der Beratungen mit dem Iran über ein Ende des Kriegs auch auf einen Schluss der Offensive im Libanon. Iran: Fortschritte bei Gesprächen mit den USA Der Iran und die USA verzeichnen bei ihren Bemühungen um ein Abkommen zur Beendigung des Konflikts einem hochrangigen iranischen Vertreter zufolge gewisse Fortschritte. Nach mehr als der Hälfte einer zweiwöchigen Waffenruhe gebe es jedoch weiterhin große Meinungsverschiedenheiten, unter anderem über die nuklearen Ambitionen Teherans, sagt der Insider. Ein Besuch des pakistanischen Armeechefs, Feldmarschall Asim Munir, in Teheran habe dazu beigetragen, die Differenzen in einigen Punkten zu verringern. Dies nähre die Hoffnung auf eine Verlängerung der Feuerpause und neue Gespräche zwischen Teheran und Washington. Trump überrascht mit Ankündigung von Spitzentreffen Israel und der Libanon werden nach Angaben von US-Präsident Donald Trump heute auf höchster Ebene sprechen. Die "Anführer" der beiden Länder hätten seit Langem nicht mehr miteinander gesprochen, bestimmt 34 Jahre, schrieb der Republikaner am Mittwochabend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social und fügte hinzu: "Morgen (Donnerstag) wird es passieren. Fein!" Hintergrund ist der andauernde Krieg zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz. Wen genau Trump mit den Anführern beider Länder meint, geht aus seinem Post nicht hervor. Libanons Ministerpräsident ist Nawaf Salam, sein israelischer Kollege ist Benjamin Netanjahu. Die Präsidenten beider Länder heißen Joseph Aoun und Izchak Herzog. Es gehe darum, zu versuchen, "etwas Luft zwischen Israel und dem Libanon zu schaffen", schrieb Trump. Vertreter beider Staaten waren bereits am Dienstagabend in Washington erstmals seit Jahrzehnten zu direkten Gesprächen auf politischer Ebene zusammengekommen. Aus libanesischen Regierungskreisen hieß es am Morgen, man habe von dem geplanten Gespräch selbst erst aus den Medien erfahren. Medien berichteten von einem möglichen Telefongespräch. Eine offizielle Bestätigung der Regierung gab es zunächst nicht. Bundesregierung genehmigte Rüstungsexporte nach Israel Die Bundesregierung hat auch in den ersten Wochen des Iran-Kriegs Rüstungsexporte nach Israel genehmigt – allerdings in verhältnismäßig geringem Umfang. Vom 28. Februar, dem Tag des Angriffs israelischer und US-amerikanischer Streitkräfte auf den Iran, bis zum 27. März gab die schwarz-rote Regierung ihre Zustimmung für Ausfuhren im Wert von 6,6 Millionen Euro, wie aus Antworten des Bundeswirtschaftsministeriums auf mehrere Anfragen des Linken-Abgeordneten Ulrich Thoden hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Zum Vergleich: In den ersten gut vier Monaten nach der Aufhebung der wegen des Gaza-Kriegs von der Bundesregierung zwischenzeitlich gegen Israel verhängten Exportbeschränkungen am 24. November 2025 wurden Rüstungslieferungen im Gesamtwert von 166,95 Millionen Euro genehmigt. Darunter waren allerdings keine Kriegswaffen wie Panzer, Artillerie oder Ähnliches, sondern nur "sonstige Rüstungsgüter". Die Rüstungsexporte nach Israel waren zuletzt ein extrem heikles Thema für die Bundesregierung. Nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 verstärkte die damalige Ampel-Regierung sie zunächst, um Solidarität zu zeigen. Wegen zunehmender Verärgerung über die israelische Kriegsführung in Gaza ordnete Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) am 8. August 2025 dann an, dass vorerst keine Ausfuhren von Rüstungsgütern nach Israel mehr genehmigt werden, die im Gaza-Krieg verwendet werden können. In Israel, aber auch bei CDU und CSU, löste das Teil-Embargo viel Ärger aus. Nach dreieinhalb Monaten hob die Regierung die Beschränkungen nach der Vereinbarung einer Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas wieder auf. Aber selbst in der Zeit des Teil-Embargos wurden nach Angaben des Wirtschaftsministeriums Exportgenehmigungen im Wert von 10,44 Millionen Euro erteilt. Analysten: Iran kann Öl-Blockade zwei Monate aushalten Der Iran kann nach Einschätzung von Analysten einen vollständigen Stopp seiner Ölexporte für bis zu zwei Monate verkraften, bevor das Land gezwungen wäre, die Produktion zu drosseln. Hintergrund ist, dass die USA nach eigenen Angaben seit dem 13. April den Schiffsverkehr von und zu den iranischen Häfen blockieren. Die Blockade könnte verhindern, dass rund zwei Millionen Barrel Rohöl pro Tag aus dem Iran seinen wichtigsten Abnehmer China erreichen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Ein möglicher Produktionsstopp im Iran würde zu den bereits durch den regionalen Krieg unterbrochenen Liefermengen von mehr als 12 Millionen Barrel pro Tag hinzukommen. Das würde die Märkte weiter verknappen und die Ölpreise zusätzlich in die Höhe treiben. China fordert Öffnung der Straße von Hormus Der chinesische Außenminister Wang Yi hat den Iran aufgefordert, die normale Schifffahrt in der Straße von Hormus wiederherzustellen. Wang habe am Mittwoch mit seinem iranischen Kollegen Abbas Araghtschi telefoniert, teilte das chinesische Außenministerium mit. Zwar müssten die Souveränität und die Sicherheit des Iran in der Meerenge respektiert werden, sagte Wang demnach. Jedoch müsse auch die Freiheit und Sicherheit der Schifffahrt auf dem Wasserweg gewährleistet sein. Zurzeit öffne sich ein kritisches Fenster für den Frieden. China unterstütze die Einhaltung des Waffenstillstands und die Fortführung der Verhandlungen. Dies sei im Interesse des Iran, der Region und der Welt. China sei bereit, sich weiter für eine Entspannung der Situation und eine Verbesserung der Beziehungen zwischen den Ländern der Region einzusetzen. USA: China wird Ölkauf aus dem Iran einstellen Die USA zeigen sich zuversichtlich, dass China seine Käufe iranischen Öls nach der US-Blockade des Schiffsverkehrs von und zu iranischen Häfen einstellen wird. "Wir haben allen Ländern gesagt, dass wir nun bereit sind, sekundäre Sanktionen zu verhängen, wenn sie iranisches Öl kaufen oder wenn iranisches Geld auf ihren Banken liegt", sagt US-Finanzminister Scott Bessent vor Reportern im Weißen Haus. "Wir gehen davon aus, dass es durch diese Blockade (...) eine Pause bei den chinesischen Käufen geben wird." Das US-Finanzministerium habe zwei chinesische Banken direkt angeschrieben. Iran droht mit Angriffen auf US-Schiffe Der Militärberater des obersten Führers des Iran, Modschtaba Chamenei, Mohsen Resai, hat mit Angriffen auf US-Schiffe in der Straße von Hormus gedroht. US-Präsident Donald Trump wolle sein Land zur "Polizei der Straße von Hormus" machen, sagte Resai am Mittwoch im iranischen Staatsfernsehen. "Ist das die Aufgabe einer mächtigen Armee wie der der USA?" "Ihre Schiffe werden von unseren ersten Raketen versenkt werden und stellen eine große Gefahr für das US-Militär dar", sagte Resai. "Sie können definitiv unseren Raketen ausgesetzt werden, und wir können sie zerstören." Ältere Nachrichten zum Krieg in Nahost lesen Sie hier .





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