Tarifstreit: Lufthansa-Flugbegleiter kündigen für Freitag Streik an
Die Lufthansa mauert bei den Tarifverhandlungen und einem Sozialplan, sagt die Flugbegleitergewerkschaft Ufo. Deshalb wird jetzt für einen Tag gestreikt.
Der Lufthansa steht der nächste Streik ins Haus: Die Flugbegleitergewerkschaft Ufo hat die Beschäftigten der Kernmarke Lufthansa und ihrer Zubringergesellschaft Cityline für Freitag zu einem eintägigen Arbeitskampf aufgerufen.
Am 10. April sollen von 00.01 Uhr bis 22 Uhr alle Abflüge der Lufthansa von Frankfurt und München bestreikt werden, wie die Unabhängige Flugbegleiter Organisation am Mittwoch ankündigte. Im selben Zeitfenster sollen die Kabinenbeschäftigten der Cityline an neun deutschen Flughäfen die Arbeit niederlegen. Bei Urabstimmungen hatte Ende März die große Mehrheit der Befragten nach gescheiterten Gesprächen für Streik votiert.
Ufo: Lufthansa mauert
Weder in den Verhandlungen über verbesserte Arbeitsbedingungen für die rund 19.000 Flugbegleiterinnen und
Flugbegleiter bei Lufthansa noch in Sachen Sozialplan für die rund 800 Beschäftigten der vor der Schließung stehenden Cityline habe sich die Arbeitgeberseite bewegt.
„Diese Situation wäre vermeidbar gewesen – die Verantwortung liegt bei der Lufthansa, die es bislang nicht einmal geschafft hat, ein verhandlungsfähiges Angebot vorzulegen“, erklärte Ufo-Chef Joachim Vázquez Bürger mit Blick auf das Ringen um einen neuen Manteltarifvertrag für die Lufthansa. Gefordert werden etwa bessere Planbarkeit der Einsätze und längere Kündigungsfristen.
Jüngster Streik war erst im Februar
„Wenn sich die Arbeitgeberseite nicht bewegt, müssen wir sie dazu bewegen“, ergänzte Vázquez Bürger.
Ufo und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hatten die Lufthansa bereits Mitte Februar am selben Tag bestreikt, was zu massiven Flugausfällen führte. Die Piloten machten Mitte März erneut Druck mit zwei Tagen Arbeitskampf – auch dieser Tarifkonflikt schwelt noch.
