Tagesgeld zählt zu den beliebtesten Sparformen in Deutschland. Doch es gibt deutliche Unterschiede bei den Kontomodellen. Wer Angebote sauber vergleicht und die wichtigsten Punkte beachtet, kann mehr aus seinem Ersparten herausholen. Girokonten werden kaum mehr oder nur noch minimal verzinst, was bedeutet, dass Ihr Geld dort ganz von allein an Wert verliert, dafür verantwortlich ist die Inflation . Wer diesen Effekt zumindest abmildern möchte, sollte auf dem Girokonto nur so viel Geld haben, dass der Kontostand nicht ins Minus rutscht. Schnell verfügbares Geld sollten Sie kurzfristig und flexibel anlegen, ohne auf Sicherheit zu verzichten. Genau hier kommt das Tagesgeldkonto ins Spiel. Es eignet sich für Rücklagen, Notgroschen oder Geld, das in absehbarer Zeit wieder benötigt wird. Dennoch ist Tagesgeld nicht gleich Tagesgeld: Zinssätze, Zinsgarantien und Rahmenbedingungen variieren teils erheblich. Dieser Artikel erklärt ausführlich, worauf Sie bei Tagesgeldkonten achten müssen und wie Sie das passende Angebot für sich finden. Tagesgeldkonto finden: So funktioniert es Unsere Suche nach Tagesgeldkonten ist sehr einfach gestaltet: Wer es eilig hat, gibt nur den Anlagebetrag und die gewünschte Anlagedauer an und startet die Suche. Als Ergebnis gibt es eine Trefferliste mit dem jährlichen Zinssatz und dem berechneten Ertrag: Erweiterte Filter erlauben einige Einstellungen zusätzlich: Sie können wählen, ob Sie Tagesgeld für Privatpersonen suchen oder spezielle Konten für Kinder, Freiberufler, Selbstständige oder eine GmbH. Außerdem können Sie durch die Eingabe der Postleitzahl gezielt lokale Angebote aufspüren und per Checkbox die erweiterte Einlagensicherung als Kriterium angeben. Was ist ein Tagesgeldkonto? Ein Tagesgeldkonto ist ein verzinstes Sparkonto ohne feste Laufzeit. Geld kann dort jederzeit ein- und ausbezahlt werden, ohne Kündigungsfrist , Papierkram oder Kursrisiko. Genau diese Kombination aus Flexibilität und Verzinsung macht Tagesgeld zu einer der beliebtesten Anlageformen für kurzfristige Rücklagen in Deutschland. Im Unterschied zum Girokonto können Sie ein Tagesgeldkonto aber nicht für den täglichen Zahlungsverkehr nutzen. Es gibt weder Karten noch Überweisungsfunktionen für Rechnungen, Miete oder Einkäufe. Auch Lastschriften und Daueraufträge kann ein Tagesgeldkonto nicht ausführen. Dafür wird das Guthaben in der Regel deutlich besser verzinst als auf einem Girokonto, auf dem Zinsen heute meist gar keine Rolle mehr spielen. Auch vom Festgeld grenzt sich Tagesgeld klar ab: Beim Festgeldkonto wird Geld für eine feste Laufzeit angelegt. In dieser Zeit ist es aber nicht oder nur gegen hohe Gebühren verfügbar. Dafür gibt es meist einen garantierten Zinssatz, mit dem man gut planen kann. Tagesgeld hingegen bleibt zwar jederzeit verfügbar, die Zinsen sind jedoch variabel und können sich ändern. Kurz gesagt: Tagesgeld eignet sich ideal für Geld, das sicher geparkt, verzinst und jederzeit erreichbar sein soll, etwa für den Notgroschen oder geplante Ausgaben. Kontoform Vorteile Nachteile Geeignet für Girokonto zentrale Rolle im Zahlungsverkehr, jederzeit verfügbar, Karten und Zahlungsfunktionen inklusive keine oder sehr niedrige Verzinsung, teilweise hohe Gebühren, nicht zum Sparen gedacht laufende Einnahmen und Ausgaben, alltäglicher Zahlungsverkehr Tagesgeldkonto jederzeit verfügbar, bessere Verzinsung als Girokonto, keine feste Laufzeit, hohe Sicherheit durch Einlagensicherung variable Zinsen können sinken, keine Zahlungsfunktionen, Aktionszinsen oft zeitlich begrenzt Notgroschen, Rücklagen, kurzfristiges Sparen Festgeldkonto fester, garantierter Zinssatz, planbare Erträge, ebenfalls einlagengesichert Geld über Laufzeit gebunden, keine Flexibilität bei vorzeitigem Bedarf, kein Nutzen für kurzfristige Rücklagen mittel- bis langfristige Geldanlage Wie funktioniert ein Tagesgeldkonto? Ein Tagesgeldkonto ist technisch einfach aufgebaut und leicht zu bedienen. Eröffnet wird es mit einem kurzen Antrag, in vielen Fällen online, danach erfolgt noch eine persönliche Identifizierung, meist per Video-Ident-Verfahren. Nach der Eröffnung erhält das Konto, wie jedes andere Bankkonto, eine eigene IBAN . Über diese IBAN wird das Guthaben geführt und verzinst. Doch auch wenn die IBAN genauso aufgebaut ist wie beim Girokonto, lässt sich ein Tagesgeldkonto nicht für den alltäglichen Zahlungsverkehr nutzen. Ein- und Auszahlungen erfolgen in der Regel über ein sogenanntes Referenzkonto. Dabei handelt es sich meist um Ihr bestehendes Girokonto. Sie überweisen dann Geld vom Referenzkonto auf das Tagesgeldkonto und können es von dort jederzeit wieder zurücküberwiesen. Aus Sicherheitsgründen sind Auszahlungen nur auf dieses hinterlegte Referenzkonto möglich, Einzahlungen klappen auch von anderen Konten aus, wenn man die IBAN des Tagesgeldkontos kennt. Einige Banken legen zusätzlich Mindest- oder Höchstbeträge fest. Während einige Tagesgeldkonten bereits ab dem ersten Euro verzinst werden, verlangen andere eine Mindesteinlage. Ebenso kann es Maximalbeträge geben, bis zu denen der beworbene Zinssatz gilt. Beträge oberhalb dieser Grenze werden entweder niedriger verzinst oder man erhält gar keine Zinsen dafür. Zinsen werden auf das durchschnittliche Guthaben berechnet und in festgelegten Abständen gutgeschrieben, etwa monatlich, quartalsweise oder jährlich. Da Tagesgeld variabel verzinst wird, kann sich der Zinssatz im Zeitverlauf ändern. Zusammengefasst: Ein Tagesgeldkonto funktioniert wie ein flexibles Sparkonto mit eigener IBAN, das über ein Referenzkonto gesteuert wird und sich besonders für sicheres, jederzeit verfügbares Sparen eignet. Welche Arten von Tagesgeldkonten gibt es? Tagesgeldkonten bieten in der Regel die oben genannten Funktionen. Es gibt also keine verschiedenen Arten, jedoch werden die Konten in der Praxis unterschiedlich vermarktet. Das sind typische Ausprägungen von Tagesgeldkonten: Klassisches Tagesgeldkonto: Das klassische Tagesgeldkonto ist ein Sparkonto. Gefüllt wird es von einem Referenzkonto, in der Regel Ihrem Girokonto, und auf dieses Referenzkonto kann man sich auch Beträge vom Tagesgeldkonto jederzeit auszahlen lassen. Das Geld auf dem Tagesgeldkonto ist, daher der Name, täglich verfügbar, es gibt also keine feste Laufzeit und das Guthaben wird besser verzinst als auf dem Girokonto. Zinsänderungen kann die Bank aber meist jederzeit vornehmen, es sei denn, es gibt spezielle Vereinbarungen, etwa einen Aktionszins für eine bestimmte Zeit, gängig sind hier drei bzw. sechs Monate. Tagesgeld mit Aktionszins: Die spannendste Frage beim Tagesgeld ist die nach dem Zins. Viele Banken locken Neukunden mit überdurchschnittlich hohen Zinsen, die jedoch nur für einen begrenzten Zeitraum gelten, zum Beispiel für drei, sechs oder auch mal zwölf Monate. Diesen anfangs hohen Zins nennt man auch Aktionszins. Nach dem vereinbarten Zeitraum fällt der Zinssatz oft deutlich niedriger aus. Wichtig ist hier ein Blick auf den Anschlusszins (Standardzins). Wer bereit ist, öfter das Tagesgeldkonto zu wechseln, kann von Aktion zu Aktion springen und sich immer wieder die besten Konditionen sichern. Tagesgeld bei Direkt- und Onlinebanken: Auch Direktbanken bieten Tagesgeldkonten mit den vorgestellten Funktionen an, häufig mit attraktiveren Zinsen als Filialbanken, da sie günstigere Kostenstrukturen haben. Die Kontoführung erfolgt rein digital, der Zugriff auf das Geld ist aber ebenso flexibel, wie das bei Tagesgeld sein muss. Tagesgeld bei Neobanken oder FinTechs: Auch neue Anbieter und Finanz-Start-ups mischen im Tagesgeldmarkt mit. Sie bieten oft gute Zinsen und moderne Apps, arbeiten jedoch teilweise mit Partnerbanken zusammen. Hier lohnt sich ein genauer Blick auf die Einlagensicherung, also auf Mechanismen und Umfang, wie Ihr Geld geschützt ist. Ansonsten können Sie auch bei diesen Anbietern mit den üblichen Funktionen von Tagesgeld rechnen. Verrechnungskonto als Tagesgeldersatz: Manche Anbieter verzinsen Guthaben auf einem Verrechnungskonto zu einem Depot ähnlich wie Tagesgeld. Diese Konten haben oft eingeschränkte Funktionen und dienen vor allem als Zwischenstation zum Sparen oder Investieren. Es kann auch nur genutzt werden, wenn man ein bestimmtes Depot hat, ist also nicht als eigenständiges Produkt verwendbar und die Kostenstruktur ist anders. Welche Merkmale sind bei einem Tagesgeldkonto wichtig? Das ideale Tagesgeldkonto hängt stark vom persönlichen Sparziel ab. Wer nur kurzfristig Geld parken will, setzt andere Prioritäten als jemand, der dauerhaft Geld sicher verzinst anlegen möchte. Die folgenden Kriterien sind besonders wichtig. 1. Zinshöhe und Zinsmodell Der Zinssatz ist ein zentrales Entscheidungskriterium bei einem Tagesgeldkonto, schließlich soll sich das Geld vermehren. Und natürlich ist ein Vergleich auf Zinsgrundlage einfach möglich, schließlich muss man dann nur auf eine Zahl schauen. Grundsätzlich gilt dann auch die einfache Regel: Höhere Zinsen sind besser. Doch Vorsicht, dabei sollten Sie nicht nur auf die aktuelle Prozentzahl schauen, sondern auf das gesamte Zinsmodell. Denn oft werden Neukunden mit Aktionszinsen geködert, die dann nach kurzer Zeit auf einen recht niedrigen Zinssatz schrumpfen: Handelt es sich um einen variablen oder garantierten Zinssatz? Wie lange gilt ein gebotener Aktionszins? Wie hoch ist der Zinssatz nach Ablauf der Aktion? Teilweise unterscheiden sich die Zinsen auch nach Anlagebetrag, etwa durch Staffelzinsen. Ein Vergleich (siehe oben) hilft, realistische Erträge abzuschätzen und ein Gefühl dafür zu erlangen, welche Tagesgeldkonten zu den eigenen Bedürfnissen passen. Beispiel: Wenn Sie 10.000 Euro auf ein Tagesgeldkonto packen wollen, ist ein maximal anlegbarer Betrag von 100.000 Euro kein wichtiger Faktor. Wollen Sie aber 150.000 Euro anlegen, dann schon. 2. Zinsgutschrift Wie oft Zinsen gutgeschrieben werden, spielt eine größere Rolle, als viele denken. Erfolgt die Zinsgutschrift monatlich, quartalsweise oder jährlich, profitieren Sparer unterschiedlich stark vom Zinseszinseffekt. Bei langfristigem Halten kann eine häufigere Zinsgutschrift einen messbaren Unterschied machen. Beispiel: Sie legen 10.000 Euro auf einem Tagesgeldkonto an, das mit 1,5 Prozent pro Jahr verzinst wird. Die folgenden Unterschiede ergeben sich, je nachdem, wann die Zinsen gutgeschrieben werden: Monatlich: Der jährliche Zinssatz bleibt bei 1,5 Prozent, wenn monatlich verzinst wird, wird davon aber ein Zwölftel jeden Monat gutgeschrieben, also 0,125 Prozent. Am Ende des Jahres stehen 10.150,94 Euro zu Buche. Pro Quartal: Der Jahreszins beträgt 1,5 Prozent, bei einer Zinsgutschrift nach jedem Quartal wird der Zinssatz durch vier geteilt, es werden also 0,375 Prozent nach jedem Quartal gutgeschrieben. Das bedeutet nach einem Jahr eine Summe von 10.150,68 Euro auf dem Tagesgeldkonto. Jährlich: Sie erhalten 150 Euro Zinsen, die am Ende des Jahres gutgeschrieben werden, am Ende beträgt der Kontostand also glatte 10.150 Euro. Je öfter die Zinsgutschrift erfolgt, desto mehr profitieren Sparer vom Zinseszins-Effekt. Monatliche Gutschrift ist also im Vergleich zur Quartals- oder Jahresgutschrift vorteilhaft für Kunden. 3. Einlagensicherung und Sicherheit Tagesgeld gilt als sehr sichere Anlageform, denn man weiß immer, mit welchen Zinsen man rechnen kann, und es gibt keine unvorhergesehenen Schwankungen, wie das zum Beispiel bei Aktienkursen der Fall ist. Doch es gibt für die Sicherheit eine wichtige Voraussetzung: die Einlagensicherung. In der EU sind Einlagen bis 100.000 Euro pro Person und Bank (nicht pro Konto) gesetzlich geschützt. Wichtig ist also: Ist der Sitz der Bank in der EU oder nicht? Gibt es eine Anbindung an die gesetzliche Einlagensicherung? Existieren zusätzliche freiwillige Sicherungssysteme? Gerade bei ausländischen Banken sollten Sparer prüfen, wie verlässlich und schnell die Sicherung im Ernstfall greift. Es ist ratsam, Tagesgeldkonten nur in Ländern mit sehr hoher Kreditwürdigkeit zu eröffnen. Dafür gibt es offizielle Ratings. Top ist hier eine Kennzeichnung mit AAA. 4. Verfügbarkeit und Flexibilität Ein entscheidender Vorteil von Tagesgeld ist die tägliche Verfügbarkeit des Guthabens. Das ist bei allen Tagesgeldkonten gegeben. Dennoch gibt es Unterschiede: Gibt es Mindest- oder Maximaleinlagen? Wie schnell erfolgt eine Auszahlung? Gibt es sonstige Kündigungsfristen oder Verfügungsbeschränkungen? Ein gutes Tagesgeldkonto erlaubt jederzeitige Ein- und Auszahlungen ohne Gebühren. 5. Kosten und Gebühren Tagesgeldkonten sind in der Regel kostenlos, es fallen also keine Kontoführungsgebühren an und auch für Eröffnung und Schließung müssen Sie nichts bezahlen. Dennoch ist Vorsicht geboten bzw. sollten einige Punkte explizit geklärt werden: Fallen Gebühren für Kontoführung oder Überweisungen an? Gibt es Kosten bei sehr hohen Guthaben? Werden für Zusatzleistungen Gebühren erhoben? Ein Blick ins Preis- und Leistungsverzeichnis ist auch hier Pflicht. 6. Steuerliche Aspekte Zinsen aus Tagesgeld unterliegen der Abgeltungsteuer von 25 Prozent, plus Solidaritätszuschlag und auch Kirchensteuer. Relevante Punkte in diesem Bereich sind: Automatischer Steuerabzug sollte durch die Bank erledigt werden Möglichkeit zur Hinterlegung eines Freistellungsauftrags, um den Sparerpauschbetrag zu nutzen Ausländische Banken ziehen von Zinserträgen oft auch eine sogenannte Quellensteuer ab; mit den Abzügen in Deutschland kann es dann zu doppelten Besteuerungen kommen. Über Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und anderen Ländern wird versucht, diese doppelte Zahlung zu verhindern, indem die Besteuerung aufgeteilt wird. Jahressteuerbescheinigungen sollten am besten automatisch erstellt werden 7. Besondere Voraussetzungen Tagesgeld ist beliebt und dementsprechend breit ist das Angebot. Manchmal gibt es aber auch besondere Voraussetzungen, um ein Tagesgeldkonto nutzen zu können. Beispiele: Manchmal wird nach Zielgruppen unterschieden, etwa ob Privatpersonen, Unternehmen, Vereine oder Kinder das Konto nutzen möchten. In der Regel lässt sich ein Tagesgeldkonto mit einem bestehenden Girokonto verknüpfen. In manchen Fällen funktioniert das aber nicht, dann braucht man ein Girokonto bei einer bestimmten Bank oder ein Depot ist Voraussetzung. In diesen Fällen sollte man sich gut überlegen, ob man für ein Tagesgeldkonto auch die anderen Voraussetzungen erfüllen möchte. 8. Bedienung Bankgeschäfte werden heute in der Regel online abgewickelt, das ist auch bei Tagesgeldkonten so. Eine Ausnahme sind Angebote von Filialbanken, bei denen man tatsächlich auch noch vor Ort ein Konto eröffnen kann. Meist geht es aber bequemer online. Nach dem Ausfüllen von persönlichen Daten ist die Eröffnung auch immer an eine Identifizierung gekoppelt, die oft per Video-Ident-Verfahren oder über die eID des Personalausweises funktioniert. Ein Blick auf das Konto lässt sich in der Regel per App oder Web-Banking werfen. Dafür liefern die Anbieter entsprechende Zugangsdaten, inklusive TAN-Verfahren. Hier gibt es keine allzu großen Unterschiede, weil die Sicherheitsvorschriften für alle Banken gleich sind. Exotisch sind heute fast schon Angebote, bei denen man per Telefon Buchungen abwickeln kann, doch es gibt sie noch. Achten Sie bei diesen Angeboten auch auf mögliche Zusatzgebühren für diesen Service. Gibt es noch attraktives Tagesgeld? Ja, Tagesgeld ist wieder attraktiver geworden, vor allem wenn man bedenkt, dass es auf Girokonten praktisch gar keine Zinsen mehr gibt. Tagesgeldangebote schwanken zwar, aber es gibt wenigstens Zinsen (siehe Vergleich oben). Doch wie beim Girokonto gilt: Nicht jedes Angebot passt zu jedem. Ein gutes Tagesgeldkonto lohnt sich besonders, wenn: Sie flexibel bleiben wollen, Sie Wert auf Sicherheit legen, Sie kurzfristige Rücklagen parken möchten. Ein weniger attraktiver Zinssatz kann akzeptabel sein, wenn: die Bank besonders sicher ist, die Bedienung einfach und transparent ist, das Konto Teil eines stimmigen Gesamtkonzepts ist. Wie finde ich das passende Tagesgeldkonto? 1. Sparziel festlegen Wie lange soll das Geld angelegt werden? Wie hoch ist der Betrag? Wird kurzfristig auf das Guthaben zugegriffen? Diese Fragen bestimmen, worauf es ankommt. Beispiel Notgroschen: Experten empfehlen, mindestens drei Monatsgehälter auf der hohen Kante zu haben. Wer 3.000 Euro verdient, sollte also 9.000 Euro auf das Tagesgeldkonto packen. Das ist dann in Notfällen schnell greifbar und wird verzinst. 2. Neutral vergleichen Die unten stehende Vergleichstabelle stellt die wichtigsten Tagesgeldmerkmale übersichtlich gegenüber. Achten Sie besonders auf Zinshöhe, Zinsdauer und Einlagensicherung. 3. Bedingungen genau lesen Vor allem Aktionszinsen sollten kritisch geprüft werden. Entscheidend ist nicht nur der Einstiegszins, sondern das langfristige Niveau. Wenn Sie bereit sind, öfter das Konto zu wechseln, können Sie praktisch immer bei den besten Aktionszinsen mitmachen. 4. Konto eröffnen Die Eröffnung eines Tagesgeldkontos ist meist unkompliziert und online möglich. Notwendig sind persönliche Angaben und eine Identitätsprüfung. Es wird ein Referenzkonto benötigt, von dem aus Ein- und Auszahlungen erfolgen, das ist in der Regel Ihr Girokonto. 5. Angebot regelmäßig prüfen Da Tagesgeld variabel verzinst wird, lohnt sich ein gelegentlicher Blick auf den Markt. Bei deutlichen Zinsunterschieden kann ein Anbieterwechsel sinnvoll sein. Wie kann ich mein Tagesgeldkonto wechseln? Ein Tagesgeldkonto ist eine gute Idee, jeder sollte eins haben. Dabei gibt es zwei Typen: Die einen möchten einmal ein gutes Tagesgeldkonto auswählen und danach das Thema vergessen. Andere sind Tagesgeld-Hopper, die immer die besten Zinsen mitnehmen wollen. So oder so, spätestens wenn sich die Konditionen arg verschlechtern, ist es Zeit für einen Wechsel des Tagesgeldkontos. Ein Tagesgeldkonto zu wechseln, ist deutlich einfacher als der Wechsel eines Girokontos. Da kein Zahlungsverkehr darüber läuft, gibt es weder Lastschriften noch Daueraufträge, die umgestellt werden müssen. Ein Wechsel lässt sich deshalb meist recht schnell und mit wenig Aufwand umsetzen. 1. Neues Tagesgeldkonto auswählen Zunächst sollten Sie festlegen, welche Kriterien für Sie entscheidend sind, etwa Zinshöhe, Dauer eines Aktionszinses, Einlagensicherung oder maximale Anlagebeträge. Die Vergleichstabelle unten hilft, passende Angebote schnell einzugrenzen. 2. Neues Konto eröffnen Die Kontoeröffnung erfolgt bei Tagesgeld in der Regel online. Benötigt werden persönliche Angaben, ein Referenzkonto sowie eine Identitätsprüfung, zum Beispiel per Video-Ident oder Post-Ident. Nach der Freischaltung erhalten Sie die IBAN Ihres neuen Tagesgeldkontos und können dann Geld überweisen. 3. Dokumente sichern Sichern Sie wichtige Dokumente, etwa Kontoauszüge oder Steuerbescheinigungen. 4. Altes Tagesgeldkonto kündigen Wenn das alte Tagesgeldkonto nicht mehr gebraucht wird, können Sie es kündigen. Guthaben und Zinsen werden in der Regel automatisch auf das Referenzkonto übertragen. Manche Anbieter bieten dafür Formulare an, die man sogar noch ausdrucken und unterschrieben an die Bank schicken muss. Andere erlauben eine Kündigung per App. 5. Freistellungsauftrag löschen Löschen Sie auch den Freistellungsauftrag, sodass Sie ihn beim neuen Tagesgeldkonto nutzen können. 6. Neues Tagesgeldkonto verwenden Jetzt ist alles bereit für die Nutzung des neuen Tagesgeldkontos. Überweisen Sie erste Beträge vom Referenzkonto und richten Sie den Freistellungsauftrag ein. Fazit: Tagesgeld ist einfach, wenn man genau hinschaut Tagesgeld eignet sich hervorragend für sicheres und flexibles Sparen. Wer die Konditionen kennt, Angebote vergleicht und auf Zinshöhe, Sicherheit und Bedingungen achtet, kann ohne großes Risiko eine solide Rendite erzielen. Der Vergleich zeigt transparent, welches Tagesgeldkonto zu Ihren Zielen passt. FAQ Tagesgeld Ist ein Tagesgeldkonto sicher? Ja, Tagesgeld zählt zu den sichersten Anlageformen, da es keiner Kursschwankung unterliegt und durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro auf jeden Fall geschützt ist. Viele Angebote bieten noch zusätzliche Sicherungen an. Wie oft ändern Banken die Tagesgeldzinsen? Die Zinsen sind variabel und können jederzeit angepasst werden. Änderungen erfolgen oft in Abhängigkeit vom Marktzinsumfeld, also zum Beispiel Entscheidungen der Europäischen Zentralbank. Für Neukunden gibt es aber oft Garantiezinsen für die ersten Monate. Für wen eignet sich Tagesgeld besonders? Für alle, die flexibel bleiben möchten, Rücklagen bilden oder Geld kurzfristig parken wollen, etwa als Notgroschen oder für geplante Ausgaben. Was ist besser: Tagesgeld oder Festgeld? Tagesgeld und Festgeld 1:1 zu vergleichen, ist schwierig, weil die beiden Sparkonten unterschiedliche Zwecke verfolgen. Das Tagesgeld bietet maximale Flexibilität, weil es schnell verfügbar ist. Beim Festgeld gibt es Zinsen mit fester Laufzeit; das bedeutet aber auch, dass Sparer nicht immer an Ihr Geld kommen. Welche Anlageform besser ist, hängt vom individuellen Zeithorizont ab. Insofern verfolgen Tagesgeld und Festgeld verschiedene Ziele.