57,4 Prozent Fälle aufgeklärt: Weniger Straftaten, aber mehr Schaden durch Betrugsmaschen
Die Zahl der Straftaten in Sachsen-Anhalt ist gesunken. Aber der Vermögensschaden durch Schockanrufe steigt. Was die Polizeistatistik dazu zeigt.
In Sachsen-Anhalt sind im vergangenen Jahr weniger Straftaten erfasst worden als 2024. Insgesamt wurden 172.776 Taten registriert, 11.407 weniger als im Vorjahr, wie aus der Polizeilichen Kriminalstatistik hervorgeht. Die Aufklärungsquote lag 2025 bei 57,4 Prozent. Das ist die höchste Quote seit dem Jahr 2012.
Knapp ein Drittel aller registrierten Straftaten waren Diebstähle (56.649 Fälle). Mit 20.426 Fällen lag die Zahl der Körperverletzungsdelikte in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die Zahl der Bedrohungsdelikte stieg, diese Taten finden den Angaben zufolge zunehmend im Internet statt. Dagegen gab es weniger Raubdelikte.
Bei Enkeltricks und Schockanrufen konnte ebenfalls ein deutlicher Rückgang der Fälle verzeichnet werden. Mit diesen betrügerischen Telefonmaschen manipulieren Kriminelle in der Regel ältere Menschen, um an Geld, Schmuck oder andere Wertgegenstände zu gelangen. Die Fallzahlen sanken hier: 2024 gab es 463 Taten, dabei scheiterten die Täter 405 Mal. Im vergangenen Jahr waren es dann nur noch 156 Fälle, dabei hatten die Täter 101 Mal keinen Erfolg. Trotz dieses Rückgangs stieg der verursachte Vermögensschaden aber erheblich – von etwa 950.000 Euro auf 1, 52 Millionen Euro.
