Lukas Rietzschels neuer Roman aus dem Osten: Sanditz ist kein AfD-Kaff, es ist stabil
Sagenhaft fängt es an. Da landet ein Schwarm Raben – man muss nicht zählen, um zu wissen, dass es zwölf sind – auf einem Feld. An den slawisch eingefärbten Namen wie Andrusch, Juro, Petar erkennt man es sofort: Es sind die Müllersgesellen aus Otfried Preußlers Krabat. Eigentlich glaubt man es sofort, wenn man durch die Lausitz streift, dass Krabats Gefährten hier irgendwo hausen müssen.
Doch die Kumpane, die sich schwirren Flugs von Raben in Menschen verwandeln, treffen auf die Profanität der Gegenwart des Ostens: die Carports, die Discounter, die Flatscreen-Fernseher unter Walmdächern. Sie sind in Sanditz gelandet, dem Schauplatz des neuesten Romans von Lukas Rietzschel, um dem Roman ein mystisches Vorspiel zu schenken.
In der Ps
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