Toter Säugling: Toter Säugling in Babyklappe in Leipzig entdeckt
Ein erschütternder Fund im Klinikum St. Georg: Ein totes Baby liegt in der Babyklappe. Wer etwas über eine Frau weiß, die schwanger war und nun kein Baby hat, soll sich bei der Polizei melden.
Trauriger Fund in Leipzig: Ein toter Säugling ist in einer Babyklappe entdeckt worden. Es sei ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet worden, sagte ein Sprecher der Polizei auf Anfrage. Der tote Junge war am 27. Februar in der Babyklappe des Klinikums St. Georg gefunden worden. Die Polizei bittet Menschen um Hilfe, die eine schwangere Frau kennen, die nun aber keinen Säugling hat. Zuvor hatte die "Leipziger Volkszeitung" berichtet.
Keine äußere Gewalteinwirkung
Nach derzeitigen Erkenntnissen sei der Säugling bereits tot gewesen, als er abgelegt wurde, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig auf Anfrage. Es gebe keine Hinweise auf sichtbare äußere Gewaltanwendungen. Ob der Junge lebend geboren wurde, müssten weitere Untersuchungen ergeben.
Die Babyklappe am St. Georg Klinikum ist nach Angaben einer Sprecherin die einzige in Leipzig und wurde 2004 eingerichtet. Seitdem seien dort etwa 30 Kinder abgelegt worden. "Es ist aber in meiner Erinnerung das erste Mal, dass ein totes Baby gefunden wurde", betonte die Sprecherin.
Klinikum: Innerhalb weniger Minuten Ärzte und Pfleger aktiviert
Babyklappen bieten Menschen in Notsituationen die Möglichkeit, ihr Neugeborenes anonym in medizinische Versorgung zu geben. Nach Angaben der Klinikumssprecherin wird bei der Nutzung der Klappe ein Alarm aktiviert, der sofort einen Notfall auslöst. "Innerhalb weniger Minuten ist eine medizinische Person da und kümmert sich um den Säugling."
Die Babyklappe wird zudem im Inneren per Video überwacht. Die Person, die den Säugling ablegt, wird aber nicht aufgenommen. Zudem ist die Klappe mit einem Wärmebettchen ausgestattet und es liegen Identifikationskarten in mehreren Sprachen aus. Diese helfen, wenn sich die Mutter doch noch für das Kind entscheidet.
