Ministerpräsidentenkonferenz: Voigt will gemeinsame Linie für Kinderschutz im Internet
Social Media erst ab 14? Die Ministerpräsidenten kommen zu ihrer Frühjahrssitzung in Berlin zusammen. Auf der Agenda stehen auch Regeln für die Social-Media-Nutzung für Kinder und Jugendliche.
Aus Sicht von Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt sollten sich die Länder auf eine gemeinsame Linie in Sachen Social-Media-Verbot für Kinder einigen. Es sollten Regelungen auf Basis verlässlicher Altersverifikation umgesetzt werden: ein Zugang zu Social-Media-Plattformen ab 14 Jahren sowie altersgerechte Angebote bis 16 Jahre, betonte der CDU-Politiker vor der Ministerpräsidentenkonferenz am Donnerstag in Berlin.
"Wir Länder haben einen klaren Gestaltungsanspruch in der Medienpolitik", so der Regierungschef. "Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf geschützte Entwicklungsräume - auch online", sagte Voigt. "Plattformen müssen Verantwortung übernehmen, europäische Regeln einhalten und Kinder wirksam schützen."
"Kinder sind keine kleinen Erwachsenen"
Der Ministerpräsident sagte weiter: "Seit Jahren erleben wir eine stille Krise in unseren Kinderzimmern. Mit Social Media haben Depressionen und Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen dramatisch zugenommen. Jeder vierte Jugendliche hat bereits von einem Erwachsenen sexuell motivierte Nachrichten bekommen. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie befinden sich in einer sensiblen Phase ihrer Persönlichkeitsbildung. Umso wichtiger ist es, diese Gefahren zu sehen."
Die Bundes-CDU hatte in einem Parteitagsbeschluss die Bundesregierung aufgefordert, eine Altersgrenze von 14 Jahren bei Social Media einzuführen. Auch aus der SPD gibt es ähnliche Vorstöße.
