Kulturkampf | Nach dem Streit um die Berlinale: Wie politisch ist die Kunst?
Wenn jemand in nicht ferner Zukunft nach den „Kulturkämpfen“ des 21. Jahrhunderts fragen sollte, wären die Ereignisse um die Berlinale 2026 perfektes Anschauungsmaterial. Es ist alles da: die militante Spaltung in der Nahost-Frage, die Drohung des kulturellen Aushungerns, der idiotische wie wirksame Angriff der „konservativen“ Reaktion, die Stimmungsmache der rechten Presse, die hilflos abstrakte feuilletonistische Verteidigung der „Kunstfreiheit“, rasche Erregung und schnelles Vergessen. Dahinter: der schreckliche Verlust eines moralisch-politischen Kompasses und der Paradigmenwechsel in der Beziehung von Kultur und Politik.
Da sagt einer, die Kunst sei das Gegenteil von Politik. Und eine andere, die Kunst sei nie von der Politik zu trennen. Un
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