Iran | Weltweiter Handel gefährdet: Droht das Tor der Tränen zu schließen?
Das "Tor der Tränen" gilt als eine der wichtigsten Meerengen der Welt. Nun warnen Experten vor einer neuen Bedrohung durch die Huthi-Rebellen. Während sich die Lage an der Straße von Hormus zuspitzt und in Deutschland die Spritpreise bereits steigen, rückt eine zweite Engstelle in den Fokus: Bab al-Mandab, das "Tor der Tränen". Die nur 27 Kilometer breite Meeresstraße zwischen dem Jemen und dem Horn von Afrika verbindet das Rote Meer mit dem Golf von Aden und ist damit Teil der zentralen Handelsroute zwischen Asien und Europa über den Suezkanal. Ein erheblicher Teil des weltweiten Warenverkehrs und der Energieexporte fließt durch diese Passage. Newsblog: Alle Entwicklungen zum Krieg in Nahost Ökonom zum Iran-Krieg: "Dann wären die Folgen deutlich dramatischer" Seeminen in der Straße von Hormus: Sie drohen mit einer Selbstmordmission Rund 25 Prozent des weltweiten Seehandels und ein großer Teil der Öl- und Gaslieferungen laufen hier durch, noch bevor es weiter über den Suezkanal in Richtung Europa oder Nordamerika – oder eben in die andere Richtung nach Asien – geht. Störungen in der Meerenge wirken sich daher direkt auf Lieferketten, Energiepreise und die Versorgungssicherheit aus. Die strategische Brisanz: Bab al-Mandab liegt unmittelbar vor der Küste des Jemen und damit im Einflussgebiet der militanten Huthi-Miliz, die mit dem Iran verbündet ist. Experten warnen: Wenn die Huthis eingreifen, könnten die Folgen drastisch sein. "Lebensader der weltweiten Öl- und Energieversorgung abgeriegelt" Bereits in der Vergangenheit hatten die Huthi-Rebellen Handelsschiffe im Roten Meer attackiert. Nach dem Überfall der Terrororganisation Hamas auf Israel im Oktober 2023 hatten die Huthis Schiffe vor dem Jemen attackiert. Diese Angriffe, die sich zunächst vor allem gegen Tanker mit Verbindungen zu Israel richteten, haben zu massiven Umleitungen des Schiffsverkehrs geführt und damit die globalen Transportkosten erhöht. Viele Reedereien mieden diesen Weg und fuhren stattdessen um das Kap der Guten Hoffnung in Südafrika . Sollte sich der Konflikt zwischen Israel, den USA und dem Iran weiter ausweiten, könnte diese Route erneut unter Druck geraten. Auch Militärexperte Guido Schmidtke fürchtet drastische Folgen. "Noch hört man wenig von den Huthis, aber es kann durchaus sein, dass sie nur den richtigen Zeitpunkt abwarten, um dann auch ins Geschehen einzugreifen", sagte er t-online. Schmidtke weiter: "Dann wäre wahrscheinlich auch diese Meerenge komplett gesperrt und man könnte sie nicht mehr passieren. Damit wäre eine weitere Lebensader der weltweiten Öl- und Energieversorgung abgeriegelt, und das bekommen wir alle zu spüren. Den Schlüssel hat Teheran in der Hand." Experte Schmidtke im Interview: "Das kostet einen hohen Blutzoll" Iranischer General droht Tankern Der Iran kontrolliert bereits die für die Schifffahrt wichtige Straße von Hormus, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman, dem Arabischen Meer und dem Indischen Ozean verbindet. Ein Fünftel der weltweiten Ölproduktion wird täglich über diese Handelsroute transportiert. Ein General der iranischen Revolutionsgarden hatte am Montagabend damit gedroht, "jedes Schiff" zu "verbrennen", das die Straße von Hormus passieren will. Katar, einer der wichtigsten LNG-Produzenten der Welt, setzte nach iranischen Drohnenangriffen seine Produktion vorerst aus. Die Märkte reagierten prompt: Der niederländische TTF-Gaspreis, maßgeblicher Referenzwert in Europa, stieg am Dienstagmorgen um mehr als 30 Prozent. Gaspreis springt um 44 Prozent: Reiche aktiviert Krisenplan Neue Energiekrise: "Jetzt wird Kerosin draufgegossen" Ökonom warnt: Kommt es zu einem regionalen Krisenherd? Auch Ökonom Thomas Obst vom Institut der deutschen Wirtschaft befürchtet, dass die Frachtkosten deutlich steigen könnten. "Insbesondere, wenn die Huthis das Nadelöhr im Osten Afrikas erneut ins Visier nehmen." Er sagte im Interview mit t-online: "Entscheidend ist, ob der Konflikt lokal begrenzt bleibt oder er sich zu einem regionalen Krisenherd ausweitet." Wirtschaftsforscher Obst: "In letzterem Fall wären die Folgen deutlich dramatischer. Dann würden nicht nur kurzfristig die Tankstellenpreise steigen, sondern dauerhaft die Frachtraten – und damit auch die Supermarktpreise, wenn Schiffe Umwege etwa um das Kap der Guten Hoffnung in Südafrika fahren müssen." Sollten also zusätzlich die Huthis am "Tor der Tränen" aufbegehren, stünden gleich zwei der wichtigsten maritimen Nadelöhre der Welt unter Druck. Für Europa hätte das doppelte Folgen: steigende Energiepreise – und erhebliche Risiken für zentrale Handelsrouten zwischen Asien und dem Westen.
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