Deutsche Meisterschaften U18 in Leipzig am 28.2./1.3.2026
Nach ihren 3. Plätzen bei der Mitteldeutschen Meisterschaft vor 2 Wochen ging es an diesem Wochenende für Finn und Emilia in ihrem ersten U18 Jahr zu den Deutschen Meisterschaften. Die Aufregung war groß!
Finn konnte am Samstag ausschlafen. Die leichteste Gewichtsklasse war erst Mittags dran mit Wiegen. Bei Ankunft war die Halle brechend voll, die Luft extrem stickig und die Stimmung aufgeheizt. Nachdem der Ausrichter auch die Waage gefunden hatte, war das Wiegen schnell erledigt. Wir schauten noch ein paar Kämpfe und dann ging es in die Nachbarhalle zur Erwärmung. Der Finalblock der vorhergehenden Gruppe zog sich unglaublich in die Länge. Die Kämpfe waren jedoch sehenswert und wir fieberten mit den Sachsen mit und bejubelten 1 silberne und 1 bronzene Medaille.
16 Uhr startete endlich Finns Gewichtsklasse -46kg (28 Teilnehmer) und wurde zu Beginn auf alle 4 Matten verteilt. Gegen den späteren 5. Platzierten Braungurt aus Karlsruhe konnte Finn die ersten harten Griffe abwehren, doch ehe er sich versah, fiel er auf einen leider viel zu schönen Tomoe-Nage. Nun musste er ziemlich lange auf seinen nächsten Kampf in der Trostrunde gegen einen Grüngurt aus dem Rheinland warten. Finn konnte seinen Griff stark durchsetzen und schnell mit Yuko für Sumi-gaeshi in Führung gehen. Die anschließende Würge wurde leider unterbrochen. Doch schon beim nächsten Ansatz konnte der 2. Sumi-gaeshi seine volle Wirkung erzielen und gerade auf den Rücken Ippon klar machen. Die Freude und Erleichterung war riesig: ein gewonnener Kampf bei der Deutschen! Auch bis zum nächsten Kampf dauerte es. Leider traf Finn wieder auf den Leipziger Blaugurt, gegen den er schon bei der Mitteldeutschen keine Mittel fand und musste sich einem blitzsauberen Ippon beugen. Schade!
Damit waren die Kämpfe für Finn leider beendet. Der gewonnene Kampf zauberte aber ein Dauergrinsen auf Finns Gesicht, welches das ganze Wochenende nicht mehr verschwand. Wir schauten noch den nächsten Kampf von Finns Gegner, strichen aber 19:30 Uhr erschöpft die Segel und machten uns nach einem obligatorischen Abstecher bei McDonalds und einem schönen Platz mit Aussicht auf den Heimweg. Erschöpft kippte Finn kurz nach halb 10 über die heimische Schwelle und guckte nicht schlecht, dass da ein paar Trainingskamerade warteten, um ihn zu bejubeln und mit ihm zu feiern. Überraschung gelungen!
Emilia musste am Sonntag früh aufstehen. Sie war in der ersten Gruppe dran und wurde von Emma seelisch und moralisch unterstützt. Später stieß Caro noch dazu. Heute war zwar die Waage da, aber die Securities ließen niemanden rein. Das Mißverständnis ließ sich zwar nicht klären, aber man öffnete 8 Uhr dann doch die Türen. Nach dem Wiegen startete schnelle die gemeinsame sächsische Erwärmumg und danach die Eröffnung – standesgemäß natürlich mit Nationalhymne. Und dann ging es auch schon los.
Emilia war in ihrer Gewichtsklasse -48kg (29 Telnehmer) fast ganz unten in der Liste und hatte noch etwas Zeit. Das nutzte aber nichts, gegen die spätere 3. aus Baden-Württemberg war trotz guter Bodenarbeit nach 2 Hüfttechniken der Kampf vorbei. Nun hieß es warten auf die Trostrunde. Dort traf Emilia auf eine großgewachsen Rheinländerin, die sie aber gut im Griff kontrollieren konnte und mit Yuko für Sumi-gaeshi, Waza-Ari für O-soto-gari und Ippon für eine Festhalte besiegte. Der Weg durch die Trostrunde ist lang und weiter ging es mit einer Pfälzerin. Emilia ging schnell mit Waza-Ari für O-soto-gari in Führung, dann wurde der Kampf etwas zäher. Aus der herausgearbeiteten Festhalte konnte sich die Orangegurtin befreien und zog Emilia dann auf ihr sitzend ins Hohlkreuz. Die Kampfrichter berieten sich und ihnen blieb nichts anderes übrig als Hansokumake zu geben. Damit hatte Emilia schon den 2. Kampf gewonnen. Nun ging es gegen eine Blaugurtin aus Neubrandenburg. Der Griffkampf war hart und niemand schaffte einen zählbaren Ansatz. Da Emilia die Aktivere war, konnte sie ihrer Gegnerin jedoch 3 Strafen aufzwingen und gewann. Der nächste Kampf wurde nun zum sächsischen Duell, welches Emilia bei der BEM und der LEM schon zweimal verloren hatte. Auch dieses mal wurzelten sich beide über die gesamte Kampfzeit. Die Bautznerin konnte Yuko und Waza-Ari für Ko-uchi-maki-komi sammeln und Emilias Yuko und Waza-Ari zählten nicht, weil sie vorher jeweils eine strafbare Handlung beging und so nur 2 Shidos einsackte. Somit war Emilia ausgeschieden, aber belegte einen respektablen 9. Platz und übertraf damit alle Erwartungen.
Wir schauten noch den Finalblock mit Emilias Gewichtsklasse, fuhren in den selben McDonalds wie am Vortrag, saßen am selben schönen Tisch mit Aussicht und auch heute warteten viele Trainingskameraden zu Hause auf Emilia um mit ihr zu feiern und sich ihre DEM-Geschichten erzählen zu lassen.
Ein aufregendes Wochenende, bei dem mehr Kindersekt in minder- und volljährige Kehlen geflossen ist als zwischen Weihnachten und Neuhjahr bei Kaufland in den Regalen steht, neigte sich 20 Uhr einem erschöpften aber glücklichen Ende. Und wieder einmal konnten wir zeigen, dass wi auf Deutscher Ebene durchaus in der Lage sind mitzukämpfen. Mit dieser Überzeugung wünschen wir Titus für die DEM U21 in 5 Tagen in Potsdam viel Erfolg.
Zusammenfassung:
| Nachname | Vorname | AK | GK | TN | Kämpfe | gew. | ver. | Platz |
| Pappermann | Finn | U18 | -46 | 28 | 3 | 1 | 2 | – |
| Pappermann | Emilia | U18 | -48 | 29 | 5 | 3 | 2 | 9. |
