China provoziert mit Fischkutter-Armada im Ostchinesischen Meer
Ungewöhnlich dichte Formationen chinesischer Fischereischiffe sorgen im Ostchinesischen Meer für neue Spannungen. Tokio reagiert mit verstärkten Patrouillen. Experten sehen mehr als nur wirtschaftliche Interessen. Vor der Küste Japans sind nach übereinstimmenden Medienberichten Tausende chinesische Fischereiboote in auffällig engen Formationen gesichtet worden. Satellitenaufnahmen zeigen eine außergewöhnlich hohe Konzentration von Schiffen in Gewässern nahe der umstrittenen Senkaku-Inseln (chinesisch: Diaoyu). Beobachter werten das Muster als strategisch motivierte Machtdemonstration – und nicht als gewöhnliche Fischereiaktivität. Analysen kommerzieller Satellitendaten zufolge operieren die Boote über längere Zeiträume hinweg nahezu stationär in dicht gedrängten Gruppen. Solche Bewegungsmuster weichen von üblichen Fangrouten ab und erinnern eher an koordinierte Präsenzoperationen in geopolitisch sensiblen Seegebieten. Das Gebiet im Ostchinesischen Meer wird sowohl von Japan als auch von China beansprucht. Krieg zwischen China und Japan? Plötzlich wird es frostig Angriff auf Afghanistan : Dieser Krieg hat sich lange angebahnt Tokio reagierte mit verstärkten Patrouillen durch Küstenwache und Luftüberwachung. In einem bestätigten Vorfall enterten japanische Behörden ein chinesisches Fischereifahrzeug, das in japanische Gewässer eingedrungen sein soll. Sie nahmen den 47-jährigen Kapitän fest, nachdem er einer Inspektion nicht Folge geleistet habe. Das markierte die erste derartige Aktion gegen ein chinesisches Schiff seit mehreren Jahren und verschärft die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen Japan und China. Chinas "maritime Grauzonenstrategie" Sicherheitsexperten sehen in der massiven Flottenpräsenz einen möglichen Teil von Chinas sogenannter "maritimer Grauzonenstrategie". Dabei kommen zivile Akteure wie Fischereiflotten zum Einsatz, um territoriale Ansprüche zu unterstreichen, ohne formell militärisch zu eskalieren. Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen in der Region – insbesondere um Taiwan – gewinnt diese Taktik zusätzliche Brisanz. Peking betont regelmäßig, dass seine Fischereiflotten wirtschaftlichen Tätigkeiten nachgingen und innerhalb chinesischer Hoheitsansprüche operierten. Die Senkaku-Inseln stehen jedoch seit Jahren im Zentrum territorialer Auseinandersetzungen. Neben reichen Fischgründen werden auch mögliche Rohstoffvorkommen in der Region vermutet. Immer wieder kommt es zu diplomatischen Protesten und Zwischenfällen zwischen Schiffen beider Länder.
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