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Февраль
2026

Zehn Jahre im Amt: Gianni Infantinos peinlichste Momente als Fifa-Präsident

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Gianni Infantino ist seit zehn Jahren Präsident des Fußball-Weltverbands Fifa. Während seiner Amtszeit erhielt der Schweizer viel Kritik. Unter anderem wegen dieser Vorfälle.

Grund zum Feiern für Gianni Infantino: Zehn Jahre lang steht der Schweizer an der Spitze des Fußball-Weltverbands Fifa. Lange hatte er in der zweiten Reihe der Macht bei der Uefa auf eine höhere Aufgabe spekuliert. Beim Kongress in Zürich am 26. Februar 2016 setzte er sich dann überraschend gegen mehrere Kontrahenten durch und ergatterte den Fifa-Chefposten.

Zu der Zeit stand der damals 45-Jährige noch für einen jungen, pragmatischen, fußballorientierten Aufbruch nach den Skandaljahren der Ära Blatter. Gerade dieser ging Infantino nun scharf an und warf ihm vor, eine „Diktatur“ aufgebaut zu haben. „Er regiert wie ein Sonnenkönig“, sagte der Amtsvorgänger mehreren Medien. Dieser Titel wurde Blatter einst selbst zugeschrieben.

Sein Nachfolger Infantino musste gerade in jüngerer Vergangenheit Kritik einstecken – auch für peinliche Auftritte in der Öffentlichkeit. Besonders diese drei Momente dürften vielen Fußballfans im Gedächtnis geblieben sein:

„Today I feel gay“

Die Vergabe der WM 2022 nach Katar hatte zwar noch Infantinos Vorgänger Sepp Blatter zu verantworten, der sich unter anderem dafür mit Korruptionsvorwürfen konfrontiert sah. Doch Infantino verteidigte das Turnier in dem Wüstenstaat, obwohl Menschenrechtsorganisationen die prekäre Lage für Gastarbeiter und die LGBTQI+-Community scharf kritisierten. 

Einen Tag vor dem Eröffnungsspiel hielt Infantino auf einer Pressekonferenz eine Rede, um seine Solidarität auszudrücken. Er sagte auf Englisch: „Today I feel Qatari. Today I feel Arab. Today I feel African. Today I feel gay. Today I feel disabled. Today I feel (like) a migrant worker.“ Übersetzt: Er fühle sich heute wie ein Katarer, wie ein Araber, wie ein Afrikaner, schwul, behindert und wie ein Gastarbeiter. Die Rede sorgte für Empörung und brachte dem Schweizer viel Spott ein.

Infantino und Messis gestohlener WM-Moment

Messis WM-Moment – mit Emir von Katar (l.) und Fifa-Präsident Gianni Infantino
© Philippe Perusseau / Bestimage
Der Triumph bei der WM 2022 in Katar war der größte Moment in Lionel Messis großer Karriere. Ein Moment, der nur ihm und seiner Mannschaft gehörte – eigentlich. Da waren nämlich noch Fifa-Präsident Gianni Infantino und Tamim bin Hamad Al Thani, Emir von Katar. Letzterer legte Messi – kurz bevor dieser den WM-Pokal in den Himmel recken konnte – ein traditionelles Gewand namens Bischt um, das zu besonderen Anlässen getragen wird. Infantino sah dabei lächelnd zu. Messi wirkte erst irritiert, ließ die Prozedur dann aber über sich ergehen.

Eine nette Geste, könnte man sagen. Zur Wahrheit gehört aber auch: Das schwarze Gewand verdeckte das Nationaltrikot Argentiniens; wieder mal stand der zuvor bereits viel kritisierte Gastgeber der WM im Mittelpunkt, nicht der Gewinner. Infantino nahm das billigend in Kauf. Spätestens seit diesem Moment war klar: Es geht ihm nicht nur um den Fußball, sondern auch um die Verbindung zu den weltweit mächtigsten Männern.

Fifa-Friedenspreis für Donald Trump

Gianni Infantino (r.) überreicht Donald Trump den „Fifa Peace Prize“
© Kyodo News
Im vergangenen Dezember überreichte Infantino US-Präsident Donald Trump einen eigens für ihn kreierten Fifa-Friedenspreis und eine Gedenkmedaille. Trump habe die Staatschefs der Demokratischen Republik Kongo und Ruandas dazu bewegt, einen „historischen Friedensvertrag“ zu unterschreiben, hieß es als Begründung. 

Zudem habe der 79-jährige Republikaner „eine entscheidende Rolle bei der Herstellung eines Waffenstillstands und der Förderung des Friedens zwischen Israel und Palästina“ gespielt und „sich auch aktiv um die Beendigung anderer Konflikte bemüht“. Auch für seine enge Verbindung zu Trump muss Infantino viel Kritik einstecken. Der US-Präsident fährt eine harte Einwanderungspolitik und hat die tödlichen ICE-Einsätze in Minneapolis zu verantworten. Der Fifa-Präsident hat sich davon nie wirklich distanziert.






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