Sudan: Vereinte Nationen sprechen erstmals von Genozid
Die humanitäre Lage im Sudan ist katastrophal. Nun kommt von den Vereinten Nationen eine klare Einordnung. Die Vereinten Nationen (UN) haben Verbrechen im Sudan-Krieg erstmals als Genozid bezeichnet. In der Stadt Al-Faschir haben im Oktober und November 2025 Massentötungen stattgefunden, die "Züge eines Genozids" tragen, heißt es in einem neuen Bericht, den eine UN-Untersuchungskommission für den Sudan jüngst veröffentlichte. Zuvor hatten UN-Gremien lediglich gewarnt, es bestehe die Möglichkeit eines Völkermords. In dem Bericht stellt das Gremium der Vereinten Nationen für Verbrechen im sudanesischen Bürgerkrieg nun aber fest, dass Kämpfer der Rapid Support Forces (RSF) einen Genozid begingen, als sie Ende Oktober die Stadt Al-Faschir im Westen des Lands einnahmen. Humanitäre Lage im Sudan : "Es ist ein Schlachthaus" Milliardengeschäft im Bürgerkriegsland: Emirate kaufen wohl Blutgold im Sudan Der Bericht basiert dabei unter anderem auf den Schilderungen von 320 Zeugen. Dabei habe es Massentötungen auf offener Straße, Folter und Vergewaltigungen gegeben. Dabei wurden gezielt Angehörige der Volksgruppen der Zaghawa und Fur ins Visier genommen. Die RSF kämpfen seit drei Jahren gegen die Regierungstruppen um die Macht im Land. Mit der Übernahme von Al-Faschir haben sie die letzte Regierungsbastion in der Region Darfur im Westen des Sudans erobert. Zuvor hatten sie die Stadt 18 Monate lang belagert und ausgehungert. 100.000 der 260.000 Einwohner wollten schließlich nach der Einnahme der Stadt fliehen, viele von ihnen wurden in der Folge hingerichtet. Das Humanitarian Research Lab der Yale-Universität, das die Tötungen in Al-Faschir unter anderem mit Satellitenbildern rekonstruiert, spricht allein von 60.000 getöteten Menschen in den ersten drei Wochen nach dem Machtwechsel in der Stadt. Insgesamt wurden im Verlauf des Kriegs rund 15 Millionen Menschen vertrieben, das entspricht einem Drittel der Bevölkerung. Experten gehen von mehreren Hunderttausend Toten aus, genaue Schätzungen gibt es aber nicht.
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