VfB Stuttgart: Deniz Undav rettet spät einen Punkt gegen 1. FC Heidenheim
Beim Tabellenschlusslicht möchte der VfB Stuttgart einen wichtigen Sieg einfahren. Doch das Vorhaben misslingt. Am Ende rettet ein DFB-Profi zumindest ein Remis. Dank DFB-Stürmer Deniz Undav ist der VfB Stuttgart einer Auswärtsniederlage bei Tabellenschlusslicht 1. FC Heidenheim haarscharf entgangen. Der 29-Jährige stellte am Sonntagabend beim 3:3 (2:2) in der Voith-Arena in der 88. Minute den Endstand her – für die Schwaben im Kampf um die Champions-League-Plätze dennoch zu wenig. Dabei war der VfB im ersten Abschnitt bereits früh durch Chris Führich in Führung gegangen (5. Minute). Eren Dinkçi (20.) und Arijon Ibrahimović (34./Foulelfmeter) drehten die Partie dann aber zugunsten der Heimelf, eher Maximilian Mittelstädt noch vor der Pause den Ausgleich besorgte (44./Foulelfmeter). Sirlord Conteh ließ Heidenheim erneut von den drei Punkten träumen (82.). Doch dann schlug Undav zu. So lief das Spiel Der Favorit erwischte einen Start nach Maß: Nicht einmal fünf Minuten dauerte es, bis Führich einen Rückpass von Jan Schöppner stahl und allein vor Torhüter Diant Ramaj ganz cool blieb. Die Heidenheimer wirkten zunächst überfordert, die Stuttgarter spielfreudig, ehe sich das Blatt wendete. Erst traf Dinkçi, dann half der Videobeweis dem Außenseiter doppelt. Dinkçi kam im Strafraum zu Fall, bekam aber zunächst keinen Strafstoß. Stattdessen erzielte Ermedin Demirović (30.) im Gegenzug das vermeintliche 2:1 für Stuttgart. Nach Ansicht der Bilder kehrte Sascha Stegemann die Entscheidung aber um, gab den Elfmeter – und Ibrahimović verwandelte. Die Heidenheimer rieben sich auf, doch die Klasse der Stuttgarter blitzte immer wieder auf. So auch kurz vor der Pause, als Chema Andrés auf seinem klugen Laufweg im Strafraum von Christian Conteh gefoult wurde. Schiedsrichter Stegemann zeigte diesmal gleich auf den Punkt und Mittelstädt rückte seinen Fehler gerade. Doch es blieb unterhaltsam, vor der Pause traf Patrick Mainka beinahe per Kopf zur erneuten Führung für den FCH (45.+2). Heidenheim mischte weiter munter mit, spielte auf Sieg und ging tatsächlich in Führung. Ibrahimović schloss flach ab, Nübel parierte. Doch den Abpraller schob Conteh in die Maschen. Stuttgart gab sich nach dem Nackenschlag nicht auf. Der eingewechselte Undav schloss wuchtig ab und ließ Ramaj im FCH-Tor keine Abwehrchance. Kurz darauf hätte der Nationalspieler das Spiel fast komplett gedreht, scheiterte dieses Mal aber am Heidenheimer Schlussmann (90.+1), der auch wenige Minuten später gegen Chabot die Oberhand behielt (90.+5). Sekunden zuvor hätte wiederum Kölle beinahe für die Elf von Trainer Frank Schmidt den Siegtreffer erzielt. Er setzte einen Kopfball aber knapp am Tor vorbei.
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