US-Außenminister Rubio betont transatlantische Gemeinsamkeiten auf seiner Rede bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Doch wünscht er eins: Europa soll Trumps Weg folgen. US-Außenminister Marco Rubio hat auf seiner Rede bei der Münchner Sicherheitskonferenz die gemeinsamen Grundlagen der transatlantischen Gesellschaften unterstrichen. "Wir wollen ein starkes Europa", sagte Rubio in München . "Wir gehören zusammen", erklärte Rubio weiter. Die USA strebten keine Trennung an, sondern wollten eine "alte Freundschaft wiederbeleben". In einer Zeit, in der oft über das Ende der transatlantischen Ära spekuliert werde, stelle er klar: "Dies ist weder unser Ziel noch unser Wunsch." Überblick: Alle Entwicklungen im US-Newsblog Epstein-Akten: Baerbock rechnet im Interview mit Machtelite ab Rubio mahnte erneut eine Stärkung der europäischen Verteidigung an. Die USA wollten keine schwachen Verbündeten. Die Partner müssten in der Lage sein, sich selbst zu verteidigen, damit kein Gegner es wage, das Bündnis auf die Probe zu stellen. Gemeinsames Handeln werde helfen, zu einer vernünftigen Außenpolitik zurückzukehren und den Weg in ein "neues Jahrhundert des Wohlstands" zu ebnen. Eine Rede mit Zwischentönen Dennoch hatte die Rede einige Zwischentöne. Rubio betonte nicht allein den Bau der Berliner Mauer 1961 als Grundlage der US-Sicherheitsengagements in Europa, sondern auch die Kuba-Krise 1962, als Moskau versuchte, auf der Karibik-Insel Atomraketen zu stationieren. Rubio sprach nicht allein von Beethoven und Michelangelo als Begründer einer gemeinsamen transatlantischen Kultur, sondern auch über Beatles und Rolling Stones . Er würdigte den Beitrag deutscher Auswanderer nach Amerika für den Aufbau der US-Landwirtschaft und natürlich auch das deutsche Bier. Vor allem aber sprach Rubio über Entwicklungen der vergangenen Jahre, die in seinen Augen fehlgeschlagen seien. Der US-Außenminister redete über Freihandel, Migration und Deindustrialisierung. Und je länger Rubio redete, umso mehr wurde klar: Die US-Administration steht zu den transatlantischen Beziehungen, aber nur, wenn Europa US-Präsident Donald Trump folgt. Tags zuvor hatte Kanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Rede in München eindrucksvoll erklärt, dass der MAGA-Kulturkampf nicht Europas Auseinandersetzung sei. So dokumentierte Rubios Rede zuletzt doch eins: den tiefen Graben zwischen den USA und Europa in diesen Tagen. Das zeigt auch Rubios weitere Reiseroute. Der US-Außenminister reiste von München aus weiter in die Slowakei und nach Ungarn . Das sind die Länder, die Trumps Kurs schon folgen.
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