Deutsche Bahn: GDL warnt vor massivem Stellenabbau bei DB Cargo
Sparpläne bei DB Cargo: Die Deutsche Bahn plant laut Lokführergewerkschaft drastische Kürzungen in ihrer Frachtsparte. Ein Bahn-Sprecher rudert zurück. Die Deutsche Bahn plant nach Angaben der Lokführergewerkschaft GDL einen massiven Stellenabbau bei der krisengeplagten Frachttochter DB Cargo. "Es gab hier schon einen radikalen Personalabbau, und die neue Botschaft ist, noch einmal 8.000 Stellen abbauen zu wollen", sagte GDL-Chef Mario Reiß am Mittwoch in Berlin zu Journalisten. Das Unternehmen könne nicht mit Zugeständnissen der GDL in den laufenden Bahn-Tarifverhandlungen gerettet werden. Der neue Cargo-Chef Bernhard Osburg feilt derzeit am Sanierungskonzept. Dieses dürfte auch einen Stellenabbau umfassen. Die Dimension ist aber noch offen. Ein Sprecher der Bahn sagte auf Anfrage, die Größenordnung von 8.000 Stellen sei falsch. "Der Entwurf eines tragfähigen Sanierungsgutachtens für die DB Cargo ist derzeit in der Entscheidungsphase." Automobilbranche in der Krise: Gewinn bei Mercedes bricht um knapp die Hälfte ein Nach über 100 Jahren: Traditionsreicher Baggerhersteller meldet Insolvenz an Zunächst müssten Vorstand und Aufsichtsrat von Tochter und Holding sowie der Bund als Eigentümer darüber beraten und einen Beschluss fassen. "Danach beginnen Verhandlungen mit der Interessenvertretung zur konkreten Umsetzung. Diesen Schritten können wir nicht vorgreifen." Cargo muss bis Jahresende profitabel sein DB Cargo hatte Ende 2024 knapp 17.000 Mitarbeiter. Die Zahl dürfte 2025 aber um einige Tausend gesunken sein. Details werden mit dem Geschäftsbericht für 2025 erwartet. Die Bahn bietet Cargo-Mitarbeitern in der Regel einen anderen Job innerhalb des Konzerns an. Osburg hatte kurz vor Weihnachten gesagt, mit der Unternehmensberatung Oliver Wyman habe ein externer und unabhängiger Gutachter bestätigt, dass die vorläufigen Pläne des Managements in die richtige Richtung gingen und unter diesen Bedingungen die Wende möglich sei. Auf Druck der EU-Kommission, die übermäßige staatliche Subventionen verhindern soll, ist DB Cargo verpflichtet, bis Ende 2026 profitabel zu werden. Denn der Mutterkonzern darf die Verluste der Tochter nicht mehr ausgleichen. Die Frachtsparte der Bahn transportierte im ersten Halbjahr 2025 zehn Prozent weniger Güter, der Umsatz sank um neun Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Der operative Verlust verbesserte sich auf 96 Millionen Euro. Im Güterbereich machen Konkurrenten der Bahn bereits rund 60 Prozent des Geschäfts in Deutschland. Erneute Streiks bei der Deutschen Bahn in Aussicht Indes laufen die Tarifverhandlungen der GDL mit der Deutschen Bahn weiter – mit wenig Erfolg. Inzwischen droht die Lokführergewerkschaft mit Streiks ab Anfang März. "Wir kommen nicht so richtig vorwärts", sagte GDL-Chef Mario Reiß am Mittwoch in Berlin zu Journalisten mit Blick auf die laufenden Tarifverhandlungen. "Es besteht die Gefahr, dass wir den Tariftisch verlassen." Eigentlich sind bis Ende Februar noch sieben weitere Verhandlungstage angesetzt, nachdem es inklusive des gestrigen Mittwochs bereits sieben Gesprächsrunden gab. "Mit den Wettbewerbern der Deutschen Bahn reichen in der Regel drei Termine für einen Tarifabschluss. Bei der Bahn sind wir am siebten Tag immer noch nicht so weit wie mit den Wettbewerbern sonst am zweiten Tag", so Reiß am Mittwoch. Es sei offen, ob die Gespräche nach Freitag wie vereinbart weitergehen könnten. Dies sei dem Staatskonzern am Mittwoch deutlich gemacht worden. "Die Mannschaft hat eine Wut im Bauch" Der Tarifvertrag mit der GDL ist Ende 2025 ausgelaufen, bis Ende Februar 2026 gilt aber eine Friedenspflicht. Die Gewerkschaft hat einen Forderungskatalog mit 40 Punkten vorgelegt. Sie will unter anderem bis zu acht Prozent mehr Geld durchsetzen. Dabei soll es eine allgemeine Entgelterhöhung von 3,8 Prozent geben. Hinzu kämen etwa spürbare Zuwächse bei den Zulagen sowie Verbesserungen für Ausbilder und Prämien für die betriebliche Rente. Die Bahn hatte diese Woche ein erstes Angebot vorgelegt – sechs Prozent bei einer Laufzeit von 30 Monaten. In diesem Jahr würde sich die Steigerung aber lediglich auf 0,4 Prozent belaufen, monierte Reiß. "Die Mannschaft hat eine Wut im Bauch." Sie wolle wissen, wann es losgehe mit Streiks. "Wir versuchen, den Streik zu vermeiden, aber zahm sind wir sicher nicht." Die Vorbereitungen für einen Arbeitskampf liefen im Hintergrund bereits.
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