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Australian Open: Mit seiner letzten Antwort gibt Novak Djokovic Rätsel auf

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Beim Turnier in Melbourne steigert sich Novak Djokovic in einen sensationellen Rausch. Die Krönung bleibt dennoch aus. Auf die Frage nach seiner Zukunft reagiert er ausweichend. Aus Melbourne berichtet Christoph Cöln Als Novak Djokovic zu Beginn des vierten Satzes plötzlich in die Zuschauerränge deutete, stand die Zeit für einen Moment still. "Wanna play?" ("Willst Du nicht spielen?"), rief Djokovic dem Spanier Rafael Nadal zu. Der saß als einer der Stargäste dieses Finales bei den Australian Open gleich in der ersten Reihe. Doch Nadal lachte das nicht ganz ernst gemeinte Angebot höflich weg. Für Djokovic sah es in diesem Moment gegen den furios aufspielenden Carlos Alcaraz schon nicht mehr gut aus. Das Momentum hatte sich gegen ihn gewandt. Er sollte es später recht nüchtern so beschreiben: "Meine Vorhand hat mich in den entscheidenden Momenten im Stich gelassen. Ein, zwei solcher Fehler können das Spiel gegen dich entscheiden. Und das ist mir heute leider passiert." Dennoch fand er im vierten Satz noch Zeit für einen Scherz in Richtung des alten Weggefährten Nadal. Mit dem hatte sich Djokovic im Laufe seiner Karriere packende Duelle geliefert. Insgesamt 60 Mal waren die beiden auf der Profi-Tour gegeneinander angetreten. 31 Duelle hatte der Serbe gewonnen, 29 Nadal. Während der 39-jährige Nadal bereits vor zwei Jahren seine Karriere beendet hatte, stand der 38-jährige Djokovic immer noch auf dem Platz und spielte um seinen 25. Grand-Slam-Titel. Eine unglaubliche Karriere, die an diesem Abend in der Rod-Laver-Arena ihre Krönung finden sollte. Doch Alcaraz hatte etwas dagegen. Gegen den erst 22-jährigen Shootingstar aus Spanien hatte der Serbe zwar den deutlich besseren Start. Nach dem ersten Satz schien es so, als könnte die Erfahrung tatsächlich noch einmal die Oberhand behalten über den ungestümen Herausforderer. Doch dann kippte das Spiel. Alcaraz kam immer besser in Fahrt. Er hatte auf jede noch so peitschende Vorhand Djokovics – nach wie vor eine der besten Vorhände im Tenniszirkus – eine Antwort. Läuferisch macht dem Spanier ohnehin kaum jemand etwas vor. Djokovic wagte zudem kaum einmal einen Netzangriff. Und je länger die Grundlinienduelle dauerten, desto mehr Fehler unterliefen ihm. Am Ende zeigte Alcaraz dem Mann aus Belgrad beim 2:6, 6:2, 6:3, 7:5 die Grenzen auf. Alcaraz: "Spüre bei ihm diese Aura" Alcaraz kürte sich damit zum jüngsten Spieler der Geschichte, der den Karriere-Grand-Slam schaffte – der Titel in Melbourne hatte ihm bislang noch in seiner Major-Sammlung gefehlt. Djokovic zollte dem Ausnahmetalent nach dem Match seinen Respekt. "Glückwunsch Carlos, das war ein fantastisches Turnier. Was Du geschafft hast, ist historisch – legendär", sagte er. Dann parlierte er noch ein wenig über seinen unerwarteten Erfolgslauf in den vergangenen beiden Wochen und umgarnte das Publikum, das zuvor mehrheitlich dem Spanier zugejubelt hatte. Überhaupt zeigte sich Djokovic in diesen Tagen von Melbourne äußerst charismatisch. Alcaraz sprach nach dem Finalsieg davon, es sei jedes Mal eine Ehre, gegen jemanden wie Djokovic zu spielen. Er spüre bei ihm diese "gewisse Aura". In den Pressekonferenzen schwelgte Djokovic teilweise in Erinnerungen an seine ersten Auftritte bei den Australian Open – vor beinahe einem Vierteljahrhundert. Je länger man ihm zuhörte, desto mehr wuchs er selbst in die Rolle hinein, die die Tennisrentner Roger Federer und Rafael Nadal längst innehaben: die eines Denkmals seines Sports. Eigentlich sollte Djokovic das längst sein. Immerhin ist er der erfolgreichste Titelsammler im Tennis. Djokovic: "Finde deine Frage despektierlich" Doch zum einen steht er immer noch auf dem Platz. Zum anderen fehlt Djokovic die phänotypische Geschmeidigkeit, die Federer und Nadal meist auszeichnete. Dass ihm trotz aller Erfolge und jahrelanger Dominanz offenbar immer noch der sportliche Heiligenschein fehlt, machte nach dem Halbfinale auch die Frage eines Reporters deutlich. Der wollte von Djoković wissen, wie es denn für ihn sei, nun die beiden Superstars Sinner und Alcaraz zu jagen, nachdem er ja schon so viele Jahre Federer und Nadal hinterhergejagt habe. "Ich finde deine Frage ehrlich gesagt etwas despektierlich", knurrte Djokovic. Dann erinnerte er den Journalisten daran, dass er schließlich schon 24 Grand-Slam-Titel gewonnen habe. Eine solche Majestätsbeleidigung wäre einem Federer oder Nadal zu ihren aktiven Zeiten wohl nicht passiert. Doch Djokovic ist anders. Er ist kein Liebling für die Massen. Kein strahlender Tennis-Diplomat. Mal machte er durch die Nähe zu serbischen Nationalisten von sich reden, dann durch seine Vorliebe für Wunderheiler und deren skurrile Methoden, und schließlich der Skandal während der Corona-Krise, als er sich als beinharter Impfskeptiker zeigte. Djokovic polarisiert, um das Mindeste zu sagen. Konflikten geht er selten aus dem Weg, sondern er sucht sie geradezu. Er braucht die Reibung mit der Öffentlichkeit. "Wenn ihr nicht für mich seid, kein Problem", sagte er in Melbourne nach dem Spiel gegen Sinner. "Das motiviert mich nur noch mehr." Je öfter man ihn in diesen zwei Wochen im Melbourne Park spielen sah, desto klarer wurde aber auch: Hier läuft eine Legende noch einmal zu ganz großer Form auf. Djokovic spielte sich förmlich in einen Rausch, überwand in einer Art metaphysischer Hybris seinen betagten Körper. Der Höhepunkt war zweifelsohne das denkwürdige Halbfinale gegen Jannik Sinner , das er in einem gewaltigen Kraftakt und mit der strategischen List des Altmeisters gegen die erbarmungslose Ballverteilmaschine aus Italien gewann. Es war eines der besten Spiele seiner Karriere. Rückkehr? "Wir werden uns noch häufiger sehen" Im Finale reichten die schamanischen Tricks des schmalen Serben gegen den 22-jährigen Muskelmann Alcaraz aber nicht mehr. Als Djokovic am Ende den Centre Court verließ, zeigte er sich dennoch als fairer Verlierer. Seine Enttäuschung hielt er verborgen. Stattdessen lobte er seinen Gegner überschwänglich und zeigte sich zu Scherzen aufgelegt. "Du bist noch so jung, hast noch so viel Zeit", sagte er in Richtung Alcaraz. "So wie ich auch. Ich bin sicher, wir werden uns noch häufiger auf dem Platz sehen", sagte der 38-Jährige – "in den kommenden zehn Jahren". Dann bedankte er sich aufrichtig beim australischen Publikum – das wiederum zahlte es dem Serben mit warmen Ovationen zurück. Kurz schien es, als könnte es doch noch eine echte Liebesbeziehung zwischen ihm und dem Turnier in Australien werden. Man kann jedenfalls nur hoffen, dass er nächstes Jahr wiederkommt, um sich erneut gegen die Übermacht der Jugend zu stemmen und den magischen 25. Grand-Slam-Titel zu holen. Er wäre dann alleiniger Rekordhalter. Er würde bei diesem Versuch 39 Jahre alt sein. Ein biblisches Alter im Tennis. Also doch der Abschied? Schon beim Interview auf dem Court hatte er den Zuhörern Rätsel aufgegeben. Er wisse nicht, was morgen sei, so Djokovic, und erst recht nicht, was in 6 oder 12 Monaten. Klar ist, dass er in diesem Jahr noch einige Turniere spielen will. Aber was kommt dann? Ob es vielleicht doch sein letzter Auftritt in Melbourne gewesen sei, wurde er später von einem serbischen Journalisten gefragt. "Ich komme sicherlich nächstes Jahr zurück", antwortete Djokovic. Dann setzte er hinzu: "Ob als Spieler, das werden wir sehen."





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