Vögel: 100 Vogelarten schon im Januar in Rheinland-Pfalz gesichtet
Haussperling, Kohlmeise, Amsel: In Rheinland-Pfalz wurden bereits 100 Vogelarten im Januar beobachtet. Warum auch die Zugvögel immer früher zurückkehren.
Obwohl die Temperaturen aktuell wieder ziemlich winterlich sind, können schon jetzt in Rheinland-Pfalz viele Vogelarten beobachtet werden. Dabei handelt es sich um Tiere, die den Winter entweder in Deutschland verbracht haben oder aus Nord- oder Osteuropa gekommen sind, wie der Naturschutzbund (Nabu) Rheinland-Pfalz mitteilte.
Bei einer Beobachtungsaktion am vorletzten Wochenende wurden alleine in Rheinland-Pfalz 100 verschiedene Vogelarten gesichtet. In der Regel seien Blau- und Kohlmeise im Januar die ersten Vögel, deren Zwitschern wieder gehört werden könne.
Am Verhalten der Zugvögel zeigen sich auch in Rheinland-Pfalz die Folgen des Klimawandels: Viele Tiere kehren nach Angaben der Naturschützer rund drei Wochen früher wieder aus ihren Winterquartieren zurück - die meisten, darunter der Hausrotschwanz, ab Anfang Februar. Auch bei den Langstreckenziehern, wie dem Weißstorch, hat eine deutliche Entwicklung stattgefunden. Teilweise verbringen die Tiere den nun milderen Winter mittlerweile in Rheinland-Pfalz, sodass sie bereits im Januar in ihren Horsten entdeckt werden können, wie der Nabu mitteilte.
Das muss beim Füttern der Vögel beachtet werden
Wer im eigenen Garten noch Vögel füttern möchte, kann dies noch bis Februar tun. Sobald die Temperaturen jedoch dauerhaft steigen, raten die Naturschützer, das Füttern der Tiere auslaufen zu lassen. Denn Futter wie Erdnuss-Bruchstücke oder ganze Sonnenblumenkerne sind für die Jungvögel im Frühjahr gefährlich, da sie daran ersticken können.
Auch das Schneiden der Hecke sollte bis Ende Februar erledigt werden. Denn vom 1. März bis zum 30. September ist dies aufgrund der Brutzeit der Vögel verboten.
