Einzug der Schweizergarde: Vom Söldnertrupp zur Vatikan-Legende
- wie ausgerechnet ein Papst zum Beinamen "der Schreckliche" kommt,
- welche Meisterwerke Renaissance-Papst Julius II. ermöglicht,
- warum die Schweiz in der frühen Neuzeit ein beliebter Ort für das Söldnertum ist,
- warum die Vereidigung der neuen Schweizergardisten bis heute am 6. Mai begangen wird.
Als Giuliano della Rovere 1503 zum Papst Julius II. gewählt wird, geht das nicht ohne Bestechungen ab. Angesichts zu vieler Feinde will er seine Wahl nicht dem Zufall überlassen. Aber die Angst vor Rache begleitet ihn durch die Korridore des Vatikans. Den Römern traut er nicht mehr über den Weg. Für Julius II. ist klar: Für seinen Schutz müssen Fremde her. In der Schweiz wird er fündig.
Am 22. Januar 1506 nehmen die ersten bis an die Zähne bewaffneten Schweizer ihren Dienst im Vatikan auf. Gut 20 Jahre später beweisen die Gardisten ihre versprochene Treue: Sie schützen Papst Clemens VII. vor dem Söldnerheer Kaiser Karls V. und verteidigen Rom während der Plünderung durch die Kaisertruppen. In der Verteidigungsschlacht sterben 147 Schweizer. Die Garde wird fast ausgelöscht.
Das sind unsere wichtigsten Interviewpartner:
- Dr. Arne Karsten, Privatdozent, Uni Wuppertal
- Prof. em. Volker Reinhardt, Uni Freiburg, Schweiz
Weiterführende Links:
- Die Päpstliche Schweizergarde
- Stichtag: 21. Februar 1513 - Julius II. stirbt in Rom
- Planet Wissen: Der Vatikan - Staat der Priester
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Die Macher hinter diesem Zeitzeichen:
Autor: Murat Kayi
Redaktion: Matti Hesse ]]>
