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"Terrorgram-Szene": Wie groß ist die Gefahr von jugendlichen Terroristen

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Die Zahl der jugendlichen Terrorverdächtigen steigt. Eine neue Studie gibt Einblicke in ihr Milieu. Welche Gefahr geht von ihnen aus? Sie hatten ein Kulturhaus angezündet und einen Brandschlag auf ein Asylbewerberheim verübt: Im Februar und Mai des vergangenen Jahres wurden mehrere Mitglieder der rechten Terrorzelle "Letzte Verteidigungswelle" verhaftet. Mittlerweile sitzen acht Beschuldigte in Untersuchungshaft. Doch bei den Tätern handelt es sich nicht etwa um einschlägig bekannte Mitglieder der Neonazi-Szene, die sich über Jahre in entsprechenden Kreisen aufgehalten haben, sondern größtenteils um Jugendliche. Bei der entscheidenden Razzia im Mai waren die jüngsten Beschuldigten gerade einmal 14 und der älteste 21 Jahre alt. In den vergangenen Jahren gab es andere bekannte Fälle, in denen Teenager Terror ausübten. Beim Attentat im Münchner Olympia-Einkaufszentrum 2016 war es ein 18-Jähriger, der neun Menschen umbrachte. 2024 verhinderte die Polizei in München einen Anschlag auf das israelische Generalkonsulat, als ein 18 Jahre alter Österreicher mit einer Waffe um das Gebäude lief und Schüsse abgab. Störaktionen und Straftaten: Rechte Jugendgruppen wachsen schnell – bundesweit vernetzt Schlag gegen rechtsextreme Jugendliche: Wie gefährlich ist die "Letzte Verteidigungswelle"? Dabei handelt es sich allerdings keinesfalls um Ausnahmen. Jugendliche Terroristen sind zu einer echten Gefahr in der Bundesrepublik geworden, die Zahl der Verdächtigen ist in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Meist organisieren sie sich über Chatgruppen auf Netzwerken wie Telegram. Nun hat das Landeskriminalamt (LKA) Baden-Württemberg die Taten der sogenannten "Terrorgram"-Szene umfassend in einer Studie ausgewertet – laut den Studienautoren die weltweit erste kriminologische Untersuchung des Phänomens. Die Ergebnisse zeigen dabei oftmals zerrüttete Familienverhältnisse, psychische Probleme, Einsamkeit. Doch ein klares Täterbild lässt sich kaum ausmachen. Vielmehr beweist die Studie, wie gravierend das Problem ist und auch, wie machtlos die Behörden teilweise noch sind. "Terrorgram" wächst weiter Insgesamt 37 Fälle hat das LKA deutschlandweit in den Jahren 2020 bis 2025 identifiziert, die sich der "Terrorgram"-Szene zurechnen lassen. Die Dunkelziffer liegt wohl deutlich höher. Unter "Terrorgram" verstehen die Ermittler ein Netzwerk aus offenen und geschlossenen Chatgruppen, insbesondere auf der namensgebenden App Telegram, aber auch auf anderen Chatplattformen. Der Zweck: Terror, um den Zusammenbruch der westlichen Gesellschaft zu forcieren. Das Netzwerk wächst dabei stetig. Seit 2022 wurden 650 deutsche Nutzer anhand bestimmter Kriterien in 164 Chatgruppen identifiziert. "Es handelt sich um eine jugendlich geprägte, gewaltbereite neofaschistische und rechtsextremistische Szene", teilten das LKA Baden-Württemberg sowie die Kooperationspartner der Generalstaatsanwaltschaften Stuttgart und München nach der Auswertung mit. Dabei zieht sich das besonders junge Alter der Täter durch die gesamte Untersuchung. Das Durchschnittsalter liegt bei 16,4 Jahren. Ein Viertel der Beschuldigten ist gar jünger als 14 Jahre. Der Extremismusexperte Florian Hartleb warnt deshalb im Gespräch mit t-online: "Die Gefahr wird größer und größer. Es ist ein klarer Trend zu erkennen, dass die Zahl an jugendlichen Terrorverdächtigen ansteigt." Das Umfeld ist überfordert Viele der jungen Täter leben noch bei ihren Familien und gehen zur Schule. Sie haben ein Umfeld, das das Verhalten eigentlich bemerken müsste – vor allem, weil es fast immer Hinweise darauf gibt. In 79 Prozent der Fälle gab es laut der Studie eindeutige und oftmals zahlreiche sehr klare Anzeichen für das Abgleiten der Personen in extremistische und gewaltverherrlichende Milieus. Das geht von expliziten Ankündigungen für Gewalttaten bis zum Aufhängen einer Hakenkreuzfahne im Kinderzimmer. Reagiert hat das Umfeld in der Regel aber nicht. Lediglich in fünf Fällen sind Personen zu Beratungsstellen oder der Polizei gegangen. Für Hartleb zeigt sich dabei die Überforderung auch wegen eines neuen Phänomens. Es gehe bei der Kommunikation viel um Insider-Zitate und Memes: "Da ist es manchmal schwer, zwischen einem schlechten Scherz und blutigem Ernst zu unterscheiden." Hinzu kämen geheime Symbole und eine verschlüsselte Sprache der Gemeinschaft. "Man muss fast ein Experte sein, um das zu entschlüsseln." Ein weiteres Problem: Die Kinder kommen oft aus zerrütteten Familienverhältnissen. Rund zwei Drittel der Jugendlichen in der Studie haben zu Hause Missbrauch oder Vernachlässigung erlebt. Zudem weisen nahezu alle der untersuchten Täter psychische Erkrankungen oder zumindest Anzeichen dafür auf. Viele Jugendliche sind einsam und radikalisieren sich Das gipfelt darin, dass viele der Jugendlichen isoliert sind; nur durchschnittlich zwei von zehn Tätern sind laut der Studie sozial gut integriert. Man habe ein "Einsamkeitsproblem", warnt Hartleb. "Einsamkeit führt zur Radikalisierung. Die Gesellschaft muss daher alles tun, um die soziale Isolation zu stoppen." Insbesondere in der Zeit der Corona-Pandemie hat sich dieses Problem verschärft, es ist ein Problem der gesamten Generation. Fast die Hälfte der Menschen zwischen 16 und 30 Jahren fühlt sich einsam, zeigt eine Untersuchung der Bertelsmann-Stiftung. Hartleb betont: "Jugendliche sperren sich teilweise im Kinderzimmer ein, der Zugang ist dann nicht mehr da. Lehrerinnen und Lehrer wissen oftmals nicht, was gerade 'abgeht'." Deshalb müsse man den Jugendlichen zuhören, sich genau mit den vermeintlichen Vorbildern beschäftigen und diese notfalls durch Aufklärung entlarven. Meist gebe es noch Möglichkeiten, einzugreifen. Schließlich erfolge die Radikalisierung nicht über Nacht. Die Studie spricht zwar von "Blitzradikalisierungen", weil sich manche Täter in weniger als einem Jahr zum Terroristen entwickelt haben sollen, Hartleb aber hält den Begriff für falsch. "Das verharmlost das Problem." Es sei meist ein längerer Zeitraum, in dem sich die Jugendlichen immer mehr der Szene zuwenden. Was können die Behörden nun tun? Es gibt also viel zu tun, das weiß auch das LKA. In dem Bericht schlussfolgert die Behörde, es brauche eine stärkere länderübergreifende Zusammenarbeit, mehr statistische Erfassungen sowie mehr Präventivprogramme und Jugendtherapieplätze. Hartleb hält die Empfehlungen derweil für "etwas dürftig", es benötige ein Ad-hoc-Programm. Seine Empfehlung: "Wir brauchen die Fachkenntnis der Jugendlichen. Man kann sie nur mit ihren eigenen Mitteln schlagen. Dazu müssen wir ihre Lebenswelt erforschen. Teenager-Terrorismus kann sich nur durch Teenager verhindern lassen." Dazu müsse man direkt auf die Jugend zugehen, Praktika anbieten und mit Influencern kooperieren, die die Phänomene der jungen Generation besser verstehen. Doch wie geht es weiter, wenn die Jugendlichen bereits in die Szene abgedriftet sind und Straftaten begangen haben? Der Bericht zeigt sich optimistisch, denn ein Großteil habe an Wiedereingliederungsmaßnahmen teilgenommen. Hartleb gibt sich derweil skeptischer: "Es ist schwierig, radikalisierte Jugendliche wieder einzugliedern, weil sie bereits in einer anderen Lebenswelt sind." Dennoch gebe es bei Jugendlichen mehr Hoffnung als bei Erwachsenen. Oftmals sei die Ideologie nur zufällig gewählt und noch austauschbar. Auch gegen die Einsamkeit als Mitgrund könne etwas getan werden. Dennoch lasse sich das Problem vorerst nicht lösen. Hartleb warnt daher: "Die Gefahr wird eher zunehmen." Vor allem die Radikalisierungsplattformen wie Telegram bekomme man nicht in den Griff. Dort gebe es wenig Zugriffsmöglichkeiten.





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