Heinz Kurz, emeritierter Wirtschaftsprofessor von der Universität Graz, hat am Mittwochabend den Kurt Rothschild Preis für Wirtschaftspublizistik verliehen bekommen. In seiner Rede sprach er davon, wie der heutige "Datenkapitalismus" die Souveränität der Staaten herausfordere, unter anderem deswegen, weil die multinationalen Technologiegiganten - Kurz sagt: "Superstarfirmen" -kaum Steuern zahlen und so die Steuerbasis zum Erodieren bringen. Dazu kommt, dass die Großen immer größer werden; begünstigt durch netzwerkökonomische Effekte werde der Wettbewerb de facto ausgeschalten. Die Staaten stünden hier vor Regulierungsfragen, auf die sie noch keine erprobten Antworten haben. ****