Niederlage gegen München: Adler Mannheim verharren auf Platz zehn
Von Christopher Benz
Mannheim. Der Spitzenreiter hatte etwas dagegen. Die Adler Mannheim verpassten gestern Abend aufgrund einer 1:3 (1:1,0:0,0:2)-Heimniederlage gegen den EHC München wichtige Punkte für einen direkten Playoff-Platz zu sammeln. Neben eigenen Schwächen musste die Mannschaft von Bill Stewart die individuelle Klasse des Meisters anerkennen.
David Wolf erhielt vor der Partie die Auszeichnung zum Spieler des Monats Januar. Mathieu Carle fehlte aus nicht näher kommunizierten Gründen. Für ihr ihn rückte der 21-jährige John Rogl in die Aufstellung und absolvierte seine fünfte DEL-Begegnung für die Blau-Weiß-Roten. Außerdem nahmen Christoph Ullmann und Daniel Sparre auf der Tribüne Platz, während Brent Raedeke und Ryan MacMurchy zurückkehrten.
Schlechter hätte es nicht beginnen können. München ging mit der ersten Offensivaktion nach gerade einmal 47 Sekunden in Führung. Einen Konter schloss Kahun abgeklärt ab. Akdag hätte nach fünf Minuten den Ausgleich erzielen müssen, als er während der ersten eigenen Unterzahl völlig frei vor Aus den Birken auftauchte, jedoch deutlich das Gehäuse verfehlte. Nachdem die Mannheimer nach einer Strafe gegen Stuart gerade wieder komplett waren, bediente Colaiacovo den mitgelaufenen Andrew Desjardins, der per Direktabnahme in den Winkel auf 1:1 stellte (9.). Die Gäste feuerten die Scheibe zwar deutlich häufiger Richtung Tor, was die Qualität der Chancen anging, herrschte allerdings wie beim Spielstand Ausgeglichenheit.
Zu Beginn des zweiten Drittels rückten die Torhüter in den Mittelpunkt. Zunächst verhinderte Endras den erneuten Rückstand (22.), ehe Kolarik Aus den Birken zu einer starken Reaktion zwang (25.). Die Strafbank blieb auf beiden Seiten ein beliebtes "Ausflugsziel", der dadurch frei gewordene Raum auf dem Eis führte allerdings nicht immer zu prickelnden Torszenen. Dank zweier Überzahlspiele hatte Mannheim vorübergehend ein leichtes Chancenplus. Dennoch lief die Scheibe bei den Oberbayern deutlich sicherer durch die Reihen.
Ausgerechnet der seit Wochen tadellose Endras machte beim 1:2 von Liga-Torschützenkönig Macek keine gute Figur. Dessen Schuss aus spitzem Winkel wäre nicht in Richtung Tor gegangen, doch die Scheibe sprang von Endras´ Schläger ins Netz (46.). Je näher das Spielende rückte, desto mehr entblößten die Greifvögel ihre Defensive, was dem Gegner Platz zum Kontern gab. Nach einem Solo löffelte der ehemalige Jungadler Kahun die Scheibe technisch eindrucksvoll zum Endstand in den Torwinkel (56.).
Adler Mannheim - EHC München 1:3 (1:1,0:0,0:2); Tore: 0:1 Kahun (1.), 1:1 Desjardins (9.), 1:2 Macek (46.), 1:3 Kahun (56.); Schiedsrichter: Hoppe (Bad Nauheim), Lemelin (Österreich); Strafminuten: 10/10; Zuschauer: 9 276.
