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Deutsches Nachbarland zahlt 13. Rente: Doch es fehlt an Geld

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Vor zwei Jahren haben die Schweizer und Schweizerinnen beschlossen, dass es einmal im Jahr eine doppelte Rentenauszahlung geben soll. Im Dezember ist es erstmals so weit. Während in Deutschland die Rentenkasse vor großen finanziellen Herausforderungen steht und deshalb eine große Reform der Rente bevorstehen soll, scheint es im Nachbarland Schweiz ganz andere Probleme zu geben. Vor zwei Jahren, im März 2024, wurde in der Schweiz eine Volksabstimmung durchgeführt, ob alle Rentner und Rentnerinnen eine 13. Rente erhalten sollen – ähnlich wie das 13. Gehalt, das viele Arbeitnehmer bekommen. Das Volk stimmte damals dafür: 58,2 Prozent der Bürgerinnen und Bürger befürworteten die Idee. Die 13. Rente kommt – aber es fehlt das Geld In diesem Jahr, am 1. Dezember 2026, soll die erste Auszahlung der 13. AHV-Rente (Alters- und Hinterlassenenversicherung) erfolgen. Aber auch wenn die Schweiz finanziell im Vergleich zu Deutschland gut aufgestellt ist – einfach zu finanzieren ist die Maßnahme nicht. Am 29. November soll das Volk sogar erneut darüber abstimmen – diesmal sollen sie bestimmen, wie die 13. Rente finanziert wird. Die 13. Rente in der Schweiz entspricht einem Zwölftel der monatlich geleisteten Rente – aber ohne die Zuschläge wie etwa für Kindererziehung. Sie fällt also niedriger aus als die üblich gezahlte Rente. Wie die Auszahlung genau berechnet wird, entscheidet die jeweilige AHV-Kasse. Doch um die 13. AHV-Rente zu finanzieren , fehlt es eigentlich an Geld. Laut dem Schweizer Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) kostet sie zunächst vier Milliarden Franken (ca. 4,3 Milliarden Euro) im Jahr, in Zukunft wird eher mit fünf Milliarden Franken (ca. 5,4 Milliarden Euro) gerechnet. Im Sommer 2026 hat das Schweizer Parlament deshalb vorgeschlagen, zur Finanzierung die Mehrwertsteuer ab 2028 von 8,1 auf 8,5 Prozent zu erhöhen. Schweizer können ihre 13. Rente auch spenden In der Direktdemokratie muss aber dazu erneut das Volk befragt werden. Und die Abstimmung kommt auch nicht zu knapp: Am 29. November und damit zwei Tage vor der ersten Auszahlung der 13. Rente sollen die Schweizerinnen und Schweizer entscheiden, ob die Pensionskassen überhaupt genug Geld haben, um sie langfristig zu finanzieren. Das Ergebnis dürfte knapp ausfallen: Umfragen zufolge sind 49 Prozent der Befragten gegen die Erhöhung der Mehrwertsteuer, 46 Prozent sind dafür. Fünf Prozent waren im Oktober noch unentschieden. Es wird also gerade auch in der Schweiz ziemlich spannend, wenn es um die Rente geht – auch wenn der Totalumbau, der in Deutschland geplant ist , noch nicht auf dem Tisch liegt. Wer die 13. AHV-Rente übrigens nicht braucht und auch nicht behalten will, kann sie an eine neu gegründete Stiftung spenden. Die Fondation Chance 13 fordert wohlhabende Rentner und Rentnerinnen dazu auf, auf ihre 13. Rente zu verzichten und für einen gemeinnützigen Zweck zu stiften. Stiftung: Gibt "wichtigere Probleme" als die 13. Rente "Nicht alle haben den Bedarf, und deshalb wollen wir sie motivieren, dass sie diese Gelder spenden gegen Altersarmut [und] für die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen", erklärte Stiftungsgründer Jörg Odermatt in einer Sendung der SRF-"Tagesschau" im Oktober. Ihren Schätzungen zufolge könnte ein Viertel der Schweizer Rentner auf die Extrarente verzichten – würden sie alle spenden, käme eine Milliarde Franken "für wichtigere gesellschaftliche Probleme" zusammen, heißt es auf der Webseite. Auf ihrer Webseite kritisiert die Stiftung auch das fehlende Finanzierungskonzept: "Die Finanzierungsfrage wurde bei der Abstimmung offengelassen. Doch eines steht bereits fest: Insbesondere die jungen Erwerbstätigen werden den Preis dafür zahlen müssen", findet Fondation Chance 13.





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